Evolution

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wl01

67, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Evolution

von wl01 am 13.04.2015 06:54

Freie Wille?

Im Grund gibt es folgendes Ablaufdiagramm:
a) JA, es gibt einen freien Willen, da man sich (das ICH) ja jederzeit anders entscheiden kann...
b) NEIN, es gibt keinen freien Willen, da man durch Untersuchungen weiß, dass bevor die formelle Entscheidung getroffen wird, im Gehirn bereits derartige chemisch/elektrische Prozesse abgeschlossen sind, die dem armen ICH nur mehr eine einzige Entscheidung offenlassen...
c) JA, es gibt einen freien Willen, denn wer sagt, dass es nicht das "ÜberICH" war, der die chemisch/elektrischen Prozesse zum Abschluss gebracht hat und da man sich (das ICH) ja jederzeit anders entscheiden kann...
d) NEIN, es gibt keinen freien Willen, da man durch Untersuchungen weiß, dass bevor die formelle Entscheidung getroffen wird, im Gehirn bereits derartige chemisch/elektrische Prozesse abgeschlossen sind, die dem armen ICH....., außerdem wer sagt, wer dieses "ÜberICH" eigentlich ist und wo es "zu Hause" ist (ist das ICH dann noch das ICH)....

Tja, ich finde es ist ein offener Schlagabtausch, wobei ich als positiver Negativist eher zum NEIN neige...

PS:
Ist das ICH dann noch das ICH?
Wobei wir damit eben bei der Frage aller Fragen wären...

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2015 06:59.

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 12.04.2015 20:19

@Darius

1Alexander? Dürfte ich Dir eine Ja-Nein-Antwort abverlangen? Ist Freier Wille mit Determinismus vereinbar? Bekenne!

Klasse das Du das gerade fragst! Ich habe bis heute darüber nachgedacht, weil mich das echt fertig gemacht hat.
Ich hab das sogar noch mit meinem Sohn besprochen, als ich ihn zur Bahn gebracht habe.
Und mit den Weibern hat das auch zu tun ;)
Ja freier Wille existiert.

Übrigens die Frage an der sich alle, aber auch alle unser großen Vorfahren die Zähne ausgebissen haben. Das ist die größte Frage überhaupt, denn der Rest ist schon lange beantwortet.

Nachtrag: Sie haben sich nicht nur die Zähne ausgebissen, sie haben das Thema auffällig häufig klammheimlich umschifft.
Noch ein Nachtrag: Die Frage nach dem freien Willen, ist aber nur die Außenseite einer noch viel grundlegenderen Frage. Die Fragen aller Fragen. Der Schlüssel, die Weltenformel.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.04.2015 20:49.

Darius

49, Männlich

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Re: Evolution

von Darius am 12.04.2015 20:15

@Rico:

Wie kann man einen Prozess welcher Teil der ganzen Systematik ist nun stoppen um Ordnung (fraktale Linearität) zu bewahren? Antwort: gar nicht.
Richtig. Aber da Dynamik intrinsisch ist, würde sie auf einem anderen Pfad (Trajektorie) zum neuen Attraktor führen. Es gibt auf keiner Ebene keine "Nichtbewegung".

@1Alexander:
Du benutzt das Wort wir. Das kann Zufall sein. Mach ich auch manchmal. Es kann aber soviel mehr bedeuten. Es kann als rethorische Versrtärkung des eigenen Standpunkte benutzt werden oder das idiologischen Bekenntnis zu eine Gruppe beinhalten. Ich will mich hier nicht festlegen, sag du es mir.
Mit dem Wir meine ich den Schwarm Menschheit mit allen seinen Stärken und Schwächen. Vom Individualismus halte ich nicht mehr viel, weil ich inzwischen einen Platz samt einer erfüllenden Aufgabe vorerst gefunden habe.

1Alexander? Dürfte ich Dir eine Ja-Nein-Antwort abverlangen? Ist Freier Wille mit Determinismus vereinbar? Bekenne!

Nachtrag: Danke für die Blumen und vice versa! Und: Ich würde mir von den stillen Mitlesern mehr Aktivität wünschen. Menschen legen sich allzu oft aufgrund falschen Stolzes und/oder gekränkter Eitelkeit einen Balken vor die Füsse. Etwas nicht zu wissen ist kein Problem, aber nach Wissen nicht zu fragen ist es.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.04.2015 20:37.

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 12.04.2015 20:06

@Rico

Ja ich schätze Darius Beiträge sehr, ein ganz schlauer Kopf.  Ebenso Phil, welche sich leider etwas rar gemacht hat. Die beiden strecken immer klaglos die Prügel für andere ein.

Ohne diese Stimmen wäre das Forum nicht, dass was es ist. Ich denke wir sind hier echt weitergekommen.

Was vielleicht manchmal untergeht, wir singen ja alle ein Lied auf die Naturwissenschaft und auch auf Technikerungenschaften.

Wenn wir (Menschen---) uns nicht von der Binärsystematik alias einer dualen Denkmethode lösen wird sich das selbsterzeugte Umfeld in unserem derzeit geschlossenen System auch nicht ändern können. Dann ists weiterhin essig mit Freien Willen und friedlicher Gesellschaft.
Vor einem Jahr war ich noch kulurpessimistisch. In der Zwischenzeit habe ich sehr viel dazu gelernt, auch durch diese Forum.
Im Plasmauniversum gibt es keinen Zufall ;). Derzeit sehe ich, wie sich unser Ameisenhaufen rasant vernetzt. Das System muß gar nicht durch die Ameisen verschlimmbessert werden, es evoluniert von selbst. Statt Hierachie und Konfontration, tritt Vernetzung und Kooperation im fairen Wettbewerb. Das kann man überall sehen. Die Revoltion läuft bereits, sie findet bloß nicht mehr auf den Barrikaden statt.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.04.2015 20:15.

Rico

54, Männlich

Beiträge: 966

Re: Evolution

von Rico am 12.04.2015 20:00

Hallo Alexander,

unsere Postings heute Nachmittag die sich auf Darius Beitrag beziehen kamen ja ziemlich zeitgleich...
Hoffentlich ist Darius nicht erschlagen.... Denn seine Beiträge schätze ich sehr!

Genau das scheint Picasso vielleicht ausgedrückt zu haben? Wenn wir (Menschen---) uns nicht von der Binärsystematik alias einer dualen Denkmethode lösen wird sich das selbsterzeugte Umfeld in unserem derzeit geschlossenen System auch nicht ändern können. Dann ists weiterhin essig mit Freien Willen und friedlicher Gesellschaft.
Die Dinge von Slim Jim im neuen Plasmabeschleunigungsthread zeigen eins.: Das die Realität nur durch Ingenieurtechnische Leistung erfasst und erfahrbar gemacht werden kann. Allein mit Abstarktionen, ob an der Höhlenwand, der Wandtafel oder Kubricks Fernsehmonolithen in allen Wohnzimmern ist die Realität nicht zu greifen. Nur zu manipulieren....

Denkbar ist das Kubrick viel mehr wusste als er preisgab. Wie auch Picasso...

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1Alexander

60, Männlich

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Re: Evolution

von 1Alexander am 12.04.2015 17:05

@Rico

Im Ergebnis erreicht man nun das Gegenteil und ein nichtlinearer Attraktor bahnt sich gewaltsam seinen Weg er erzeugt >nichtlineares Chaos. Zerstört die Ordnung und errichtet eine vermeintlich neue = alte.
Ich bin schwer beindruckt. Picasso hat Höhle von Lascaux geagt: Wir haben nichts Neues gelernt.
So auch hier. Da ist der ewige Kreislauf des Universum, das Rat des Samsara, Ostern, der Sonnenlauf und der Mondlauf, Ying und Yang, Hell und Dunkel. Geburt und Tod und neue Geburt - diesmal aber wissenschaftlich abgesichert ;)


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1Alexander

60, Männlich

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Re: Evolution

von 1Alexander am 12.04.2015 15:52

@Darius
Du bist ein klasse Typ, da erlaube ich mir mal ein paar deutlichere Worte. Sei mir nicht sauer und denk mal darüber nach.

Selbstverständlich ist das kein abschließendes Kriterium. Noch gilt diese Definition jedoch als allgemeiner Konsens und hat sich als dienlich bei der Erkenntnissuche erwiesen. Den Tamagotchi als Lebewesen umzudefinieren, wäre gewiss nicht so hilfreich. In der Zukunft wird Biologie eh in die Physik einfließen, aber aktuell sind wir, was den Forschungsstand betrifft, noch nicht so weit, weshalb es noch keiner Umdefinierung erfordert.
Das kann alles sein und ist sicher sehr hilfreich. Aber die Zweckmäßigkeit einer Definition sagt nichts über deren Wertigkeit aus.
Wenn ich über Leben rede, dann sollte ich hoch ansetzen. Ich kann das verdeutlichen. Jeder Mensch lebt und will leben. Das ist die Referenz. Bloß weil wir das nicht vollständig verstehen, sollten wir das nicht ingnorieren. Keiner will eine Lobotomie alá мы, welche seine Gefühlswelt, die Kreativität und die Erinnerung einschränkt. Und jeder will geliebt werden. Das ist eine empirische Tatsache. Das sind intergrale Bestandteile des menschlichen LEBENS. Was der Hund oder der Delfin davon hält, ist reine Spekulation und eine Willkür in der Definition. Natürlich ist es zweckmäßig nach bestimmten Kriterien eine Bakterie Leben zuzubilligen, obwohl sie vermutlich kein vergleichbares Selbstbewußtsein hat und sicherlich keine Gedichte verfaßt. Hier wurde schon einiges über den freien Willen und die Unmöglichkeit einer objektiven Abgrenzung des Menschen vom Universum geschrieben. Wenn man das und anderes beachtet, dann stellt man schnell fest, dass wir von verschieden Sorten Leben reden. Vielleicht sollte man besser zwei Wörter gebrauchen, dann gibt es keine Missverständnisse. Das eine wäre das Leben eines autonom funktionierenden Organsimus, welcher naturwissenschaftlich untersucht und meinetwegen auch geschaffen werden kann, sowie das andere LEBEN im Sinne von Selbstbewußtsein, Liebe, Humor und Kreativität. Bis hierher kannst Du mir sicherlich folgen.

An dieser Stelle begehst Du m. M. n. aber den Fehler, welchen Raphael in sein Videos gewarnt hat. Du vermischst in der Konsequenz verschiedene Begrifflichkeiten und kommst demzufolge zu falschen Schlußfolgerungen.
Wenn ich deinen folgenden Satz lesen, dann wird mir ehrlich gesagt richtig schlecht.
Und mögen die beiden Lehren zügig vorankommen, den tatsächlich wäre es gesellschaftskulturell besser in einer Welt zu leben, die den Menschen als das erkennt, was er ist: "Hauptsächlich mit Wasser gefüllte Beutel". Es würde die menschliche Selbstverliebtheit (Egomanie) zügeln und wir würden dann wieder Harmonie mit der gesamten Umwelt anstreben.
Was passiert? Da du den Unterschied zwischen Leben und LEBEN nicht beachtest, kannst du den sich scheinlogischen Trugschluß
nicht erkennen und kommst folgerichtig zu solchen Aussagen. Genau wie Raphael es in seinem Urknallvideo gesehen hat. Großer Mann!
Deine Aussage würde dir sicherlich bitterlich aufstoßen, wenn du selbst vor dem Genickschußkommando stehst, weil Leute genau das  exikutieren, was in deinem Satz verborgen ist. Ich muß das hier so drastisch formulieren, da es sich ja tatsächlich schon so abgespielt hat. Nicht aus Zufall verweise ich auf Samjatin weil er die Verherrungen des zwanzigsten Jahrhundert als folge technokratischen Denkens hingewisen hat.

Und wieder unterläuft dir ein Fehler in der Definition. Du setzt das menschliche Gebot zur Eigenliebe mit krankhafter Egomanie gleich. Deine Kur ist aber schlimmer als das Problem.

Und auch noch etwas will ich dich hinweisen.
In der Zukunft wird Biologie eh in die Physik einfließen, aber aktuell sind wir, was den Forschungsstand betrifft, noch nicht so weit, weshalb es noch keiner Umdefinierung erfordert.
Du benutzt das Wort wir. Das kann Zufall sein. Mach ich auch manchmal. Es kann aber soviel mehr bedeuten. Es kann als rethorische Versrtärkung des eigenen Standpunkte benutzt werden oder das idiologischen Bekenntnis zu eine Gruppe beinhalten. Ich will mich hier nicht festlegen, sag du es mir. Wenn dem so wäre, dann ist das gefährliches Gruppendenken. Ich spreche als Individium. Gruppenidiologien haben immer was verherrendes. Wir gegen die anderen versus ich zusammen mit den anderen.

Ich will dich hier nicht abwatschen, sondern vor etwas bewahren. Vielleicht muß ich es gar nicht.
Der Tamagotchi lebt. Ich LEBE und bin somit mehr als nur ein gefüllter Wassersack.
Und noch meine Überzeugung: egal was in den Teufelsküchen so zusammengebastelt wird und ich bin nicht dagegen, LEBEN wird es nie. Das Universum dreht sich um die Erde. Wir sind wieder an dem Streitpunkt, wo wir vor hunderten von Jahren schon mal waren. Die Naturwissenschaft hat es übrigens klar bewiesen.

Nachtrag:
Wenn sich verwirrte Eierköpfe zum Schöpfer des LEBENS aufspielen, dann leiden sie wieder an fehlerhaften Wortverständnis. Sie habe einfach nicht begriffen was Schöpfung bedeutet, nicht anfertigen! Auch hier wieder die Verbeugung vor Raphael, welcher wohl als erster auf diese babylonischen Sprachverwirrung hingewiesen hat. Stellt dem Mann ein Denkmal hin.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.04.2015 16:15.

Rico

54, Männlich

Beiträge: 966

Re: Evolution

von Rico am 12.04.2015 15:15


Es gibt sieben Milliarden menschliche Welten, aber nur eine auf die Menschen wirkende.

Absolut Darius...

Deshalb ist Deine anschließende Sichtweise m. M. nach nicht korrekt bzw. für mich widersprüchlich formuliert:

Das Geschehen außerhalb unserer Köpfe ist durch und durch linear (deterministisch), Nichtlinearität entspringt der menscheneigenen Unkenntnis von Zusammenhängen und ist, genau so wie der Freie Wille, ein Schein. Durchaus gehöre ich in Schublade des Konstruktiven Realismus.

Es lässt sich vielleicht ganz einfach beschreiben.:

Linearität ist gleichförmige Ordnung.
Nichtlinearität ist plötzliches Chaos.

 

Beides ist Existenz und Antrieb.
Wobei nonfraktale Nichtlinearität Antrieb und Gestaltungskraft ist. Unsere Gedanken und Gefühle bzw. das Wirken ist affin zur fraktalen gleichförmigen Linearität, da nur in diesem Zustand Ordnung herrscht. Daraus erschließt sich auch die mathematische Binärsystematik, denn nur diese ist in der Lage Ordnung zu beschreiben. Leider ist eine Nebenkonsequenz bei vergrößernd komplexer Fraktalbildung das Dogma. Nur unter einem Dogma lassen sich Strukturen erweitern. Hier liegt ein Schuß Darwin mit drin. Vergleichen wir das mit gesellschaftlichen Bezügen dann panzert sich dieses Dogma (bei steigender Teilnehmerzahl) zur Gewaltherrschaft. Denn es gilt gegensätzliche, die Ordnung angreifende, Systematik zu unterbinden um die Struktur, welche mit den Teilnehmern exponential anwächst, zu bewahren. Im Ergebnis erreicht man nun das Gegenteil und ein nichtlinearer Attraktor bahnt sich gewaltsam seinen Weg er erzeugt >nichtlineares Chaos. Zerstört die Ordnung und errichtet eine vermeintlich neue = alte. Eine künstlich aufgeblähte Hyperverordnung erzeugt ergo seine Gegner stets aus sich selbst heraus. (Gruß an alle linken und rechten oder Islam Christen Terrorgurken resp. übergeordnet zur Funktion einer Galaxie etc.)

Rückübertragen auf das Plasmaversum zeigt sich hier die Grundbewegung der Existenz. Im realen Raum von drei Dimensionen bewegt sich diese Systematik scheinbar durch Selbstantrieb und Existiert einfach.... Das große Tor zur Metaphysik öffnet sich gerade merke ich. Aber da mag ich heute nicht mehr weiter gehen...

Wie kann man einen Prozess welcher Teil der ganzen Systematik ist nun stoppen um Ordnung (fraktale Linearität) zu bewahren? Antwort: gar nicht. Denn alles ist Teil der Existenz. Würden wir einen Teil beseitigen (was logisch gar nicht geht) dann wäre die Grundlage des Antrieb = Existenz verloren. Und was sich nicht mehr bewegt ist Tot.

Hier würde ergo nur Aufklärung und begreifen realer Vorgänge Abhilfe schaffen. Dann würde man sicher auch das Plasmaversum in breiterer Öffentlichkeit wahrnehmen...
Aber wie soll das funktionieren in einer zwangsdogmatisch und linear hypergeprägten Masse? Die ihre Welt selbst zyklisch zerstört da sie nichtlineares Verhalten als nicht inhärent betrachtet? Ergo die lokale Funktionalität ihres Kosmos nachbildet.
Dabei wäre genau dies der Ansatz unsere Menschliche Denkleistung = Bewußtsein als ultimativen Attraktor zum Plasmaversum zu sehen. Das bedeutet das wir in der Lage wären, bei Durchschauen der Systematik, diese zu unser aller Nutzen zu verändern... Ergo ist der Mensch selbst göttlich ohne Gott. Er kann sich seinen "Freien Willen" erst selbst erzeugen sowie er sich von der dogmatischen Linearität loslöst und diese als nötiger Teil der Nichtlinearität versteht. Moralische Aspekte würden automatisch hervortreten im Sinne von Kants kategorischem Imperativ.
Eine Vermutung...

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Darius

49, Männlich

Beiträge: 249

Re: Evolution

von Darius am 12.04.2015 12:45

@1Alexander:

Und was wird über den Stoffwechsel und die Selbstreproduktion definiert? Das Leben! Was muß ich hier lesen!
Was muß ich hier lesen! Ja definiert! Das ist aber kein abschließendes Kriterium. Danach könnte ich meinem Tamagotchi auch das Leben andefinieren. Hier muß tiefer gegraben werden!
Selbstverständlich ist das kein abschließendes Kriterium. Noch gilt diese Definition jedoch als allgemeiner Konsens und hat sich als dienlich bei der Erkenntnissuche erwiesen. Den Tamagotchi als Lebewesen umzudefinieren, wäre gewiss nicht so hilfreich. In der Zukunft wird Biologie eh in die Physik einfließen, aber aktuell sind wir, was den Forschungsstand betrifft, noch nicht so weit, weshalb es noch keiner Umdefinierung erfordert.

Und mögen die beiden Lehren zügig vorankommen, den tatsächlich wäre es gesellschaftskulturell besser in einer Welt zu leben, die den Menschen als das erkennt, was er ist: "Hauptsächlich mit Wasser gefüllte Beutel". Es würde die menschliche Selbstverliebtheit (Egomanie) zügeln und wir würden dann wieder Harmonie mit der gesamten Umwelt anstreben.

@Staubkorn:
Ich habe mich über Deine Antwort und Deinen diesmal durchgängig konsistent verfassten, auf (m)eine Frage zielenden Beitrag gefreut. Du wirkst wie ausgewechselt. Wärest Du eine Frau, würde ich es mir erlauben zu äußern: Das PMS ist hinter Dir und der Verstand hat in den circa eine Woche anhaltenden Scharfsinnmodus geschaltet.

Nun mal kurz zu meiner Auffassung der (Nicht)Linearität mit Blick auf die Erforschung der Natur: Ich setzte sie gleich mit der Un- und Bestimmbarkeit der lokalen (einen Teilaspekt betreffenden) Wahrheit. Wegen der oft, jedoch nicht nur historisch bedingten Problematik einer klaren Abgrenzung zwischen den Begriffen "Wirklichkeit" und "Realität", verwende ich in meinen Überlegungen eine für mich klarere Trennung: Es gibt sieben Milliarden menschliche Welten, aber nur eine auf die Menschen wirkende. Das Geschehen außerhalb unserer Köpfe ist durch und durch linear (deterministisch), Nichtlinearität entspringt der menscheneigenen Unkenntnis von Zusammenhängen und ist, genau so wie der Freie Wille, ein Schein. Durchaus gehöre ich in Schublade des Konstruktiven Realismus.

Dein Beitrag ist gefüllt von Subjektivität. Objektivität gehört bei der Erkenntnissuche dazu.

@1Alexander:
Die Vorstellung der Dominanz einer Linearität liegt nur an unserer Fokusierung - oder eben Blödheit. Frauen sind da weiter ;)
Männliche Gradlinigkeit hat aber auch viele Vorteile. Frauen empfinden diese zu unrecht als eine niedere Eigenschaft. In ihrem frautypischen Streben nach möglichst großer, zwischenmenschlicher Harmonie, welche meist eh nur geheuchelt ist, wollen sie es nicht wahr haben, dass ohne die manntypischen, fokusierten Überzeugungen (Frauen empfinden das oft als Sturheit) keine langlebige Gesellschaft errichtbar wäre. Und nein: Es ist kein Klischee, den jedem Klischee liegt eine Wahrheit zugrunde, womit es sich bei diesem Begriff nur um eine als Abwertung deklarierte Tatsache handelt.

@Staubkorn:
Das könnte vielleicht daran liegen das die Brücke, der corpus callosum, etwas stärker bei Frauen ausgeprägt ist als bei Männern.
Die männlichen und weiblichen Gehirne funktionieren grundsätzlich verschieden. Eine Homogenisierung, wie sie auf gesellschaftspolitischer Ebene aktuell stattfindet, ist biologisch bestimmt nicht vorgesehen.

Evolution wird von Frauen gemacht. Scheint mir.
Nicht unbedingt. Es gibt Gesellschaften, in denen Frauen in der Machtposition sind, über die Qualität des Partners zu entscheiden, aber auch welche, wo der Mann die beizumischenden Gene wählt .

Hmpf, ich habe keine Ahnung was Evolution will.
Hierbei muss man sich fragen, was die DNA "will". Es ist ganz einfach: Wie jedes Lebewesen möglichst lange überleben! Es ist der Kreislauf des Lebens: Ein Planet wird mit einer Biosphäre "geboren", verschiedene Lebensformen entwickeln sich bis es eine in den Weltraum schafft, um mit der DNA andere Planeten zu "impfen". Aktuell dient der DNA der Mensch als Werkzeug, um sich mit Hilfe dessen über die Erde hinaus fortzupflanzen. Wir bauen Raumschiffe, wir suchen habitable Exoplaneten. Noch bevor die Erde für die DNA unbewohnbar wird, wird es wahrscheinlich der Mensch sein, der ein Roboterraumschiff bauen und die DNA als Samen für eine neue Biosphäre ins Universum befördern wird. Fraktal, nicht wahr?

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1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 12.04.2015 12:29

@Staubkorn

Vielleicht ist die Erscheinung des Zwitters ein Vorbote kommenden einzigen Geschlechts der Menschheit. Gewissermassen als Wunsch der Frau, beides in einem vereint das bessere Überleben zu Garantieren. Hmpf, ich habe keine Ahnung was Evolution will.
Du bist wieder einmal ein Idiot;) Hast du Raphales Videos nicht gesehen?
Vom Unsinn des Urknalls (3/3): Multiversum
Geh mal auf 4:40 und überdenke noch mal deinen Unsinnsquatsch.
Wenn man A und B und dann C und D zusammenrechnet, dann kommt eben am Ende auch Mann und Frau raus.

Antworten
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