Elektrisches Wetter?

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1Alexander

60, Männlich

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Re: Elektrisches Wetter?

von 1Alexander am 04.09.2015 15:29

@Phil @Hannes

Ich habe darüber nachgedacht und glaube zu verstehen was Phil meint. Ich spare mir hier Zitate.
Zum gewissen Teil sehe ich ein Missverständnis, bzw. Kommunikationsprobleme. Insofern man Meteorologie im Teilgebiet der Wetter- und Klimakunde sieht, kann es unerheblich sein, worin thermo- oder hydrodynamische Effekte ihren Ursprung haben. Die Erklärung mit Infarotwellen mag hierfür ausreichen, da sie sich ohnehin nicht abgrenzen und quantifiziern läßt.
Ich glaube das wollte Phil damit ausdrücken.

Anderseits halte ich das für eine recht einseitige Sichtweise. Zunächst ist unserer Verständnis des Wellenspektrums von unserer eigenen Wahrnehmung subjektiv beeinflußt. Vermutlich mehr als wir wahrhaben wollen. Die Überbetonung des sichtbaren Licht, quasi als besondere Sonderwellenform, habe ich bereits früher erwähnt. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden, aber Grund genug darüber mal nachzudenken.

Ob nun ausschließlich Wärmestrahlung zu Wettereffekten führen, steht im Raum. Anderseits kann nicht vernachlässigt werden, dass es ein natürliches elektrische Feld existiert, was aus dem Teilchenstrom des Weltalls gespeist wird.

Vernachläßigt man mal die Tatsache, dass elektro-magnetische Prozesse unmittelbar an Wetterphämomenen beteiligt sein könnten, dann kommt man schon nicht an der Tatsache vorbei, dass diese zumindest zur Erwärmung beitragen könnten.

Und hier sind eine ganze Reihe von Prozessen denkbar, welche letztendlich ebenso Luftmassen erwärmen und damit bewegen könnten. Hiermit meine ich nicht die vergleichbar geringen Wärmeabgabe von Blitzen.

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Hannes

67, Männlich

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Re: Elektrisches Wetter?

von Hannes am 04.09.2015 12:50

Himmelherrgottnocheinmal! Wie oft muss ich mich hier noch wiederholen? Meteorologie funktioniert ohne Plasma. Solange keiner das Gegenteil zeigen kann, ist Plasma vernachlässigbar. Das heißt nicht, dass es keine Rolle spielt, es spielt nur für Alltagsmeteorologie keine Rolle. Wir beschäftigen uns nunmal damit, Prozesse zu erklären und normale Wetterphänomene sind schlichtweg nicht darauf angewiesen.

Durch Wiederholung werden Behauptungen nicht wahr. Falls es Dir noch nicht aufgefallen ist, ich diskutierte gerade Himmelskörper, die von Plasma umgeben sind und z.T. selbst aus Plasma bestehen und nicht über die lokale Wettervorhersage von Buxtehude. Und dass Meteorologen das Wetter auf der Erde für drei Tage recht genau vorhersagen können, belegt nicht, dass sie die Ereignisse auf anderen Planeten verstünden und auch nicht, dass sie wissen, wie die Erde in ihrer kosmischen Umgebung funktioniert - aber genau darum geht es! Es ist mir unbegreiflich, wie man dauerhaft leugnen will, dass der Plasmaball Sonne und von ihm ausgestoßene Plasmen bzw. elektrisch geladene Partikel sowie Staubkörner unser Wetter beeinflussen? Wie kann man ernsthaft Wissenschaft betreiben wollen, wenn man ignoriert, dass sichtbare irdische Blitzentladungen über Red Sprites, Blue Jets u.a. Entladungen ganz offensichtlich mit dem Kosmos verbunden sind? Die Erde ist kein einsamer, isolierter Körper im Weltall. 

Mit Deiner starren Haltung liegst Du selbst hinter Deinen Mainstream-Fachkollegen und Planetenphysikern meilenweit weit zurück! Die glauben zwar noch immer an die Existenz und praktische Relevanz angeblich „eingefrorener Magnetfelder" (obwohl sich Alvén 1986 selbst korrigiert hat). Aber sie haben wenigstens verstanden, dass z.B. Wettererscheinungen des erdähnlichen (dichte Atmosphäre) Saturnmondes Titan ohne Plasma nicht zu verstehen sind! Sie befassen sich mit dessen Ionosphäre und Plasma-Wechselwirkungen und interpretieren Huygens- und Cassini-Daten. Das sollte man im 21. Jahrhundert von Meteorologen auch erwarten können, Phil! Aber Du behauptest trotzdem weiter, dass das alles keine Rolle spielt und das, obwohl alle paar Monate neue Erkenntnisse über die die Planeten inkl. Erde umgebenden Plasmastrukturen und elektrische Phänomene kommen.

Gasplaneten zeigen differenzielle Rotation, das in einem starren Tank nachzustellen ist zum Scheitern verurteilt. Mag sein, dass die Wirbel nicht da sind, aber es ist immer noch besser als etwas, das gerademal eine Millisekunde hält.

 Ich stimme völlig damit überein, dass der gesamte Versuchsaufbau zum Scheitern verurteilt ist. Solche Versuche ergeben erst einen Sinn, wenn man genügend Informationen über die dortigen „Gase", d.h. Plasmen und elektrische Ströme hat und differentielle Rotation nicht mechanisch erzwingen muss, sondern sie sich aus dem Versuchsaufbau selbst ohne Eingriff ergibt. Und bis uns das gelingt, wird es wohl noch viele Jahre dauern und viel neue Erkenntnisse brauchen. Zur Dauer habe ich mich bereits geäußert, aber Du liest nur selektiv.

 

Weil wir die Bedingungen, welche im Inneren der Sonne herrschen, nicht aufrecht erhalten können.

Nein, wir kennen die Bedingungen im Inneren der Sonne gar nicht! Die gegenwärtige populäre „Theorie" ist eine unsinnige Hypothese, die fast 30 grundlegende Phänomene der Sonne weder logisch und wissenschaftlich noch rational erklären kann und elektrische Ströme und das elektrischen Wesen der Sonne völlig ignoriert.

Kannst du bitte entweder eine Quelle verlinken oder zumindest ganz genau erklären, was du mit gegenläufig rotierenden Materieringe(n) meinst?

Hier kannst Du den Film in Scotts Vortrag „Cosmic Power Liens Part 1" finden:
http://liveeventpass.com/E2/live  
 
 Da Du aber kein Geld ausgeben willst oder kannst, wirst Du warten müssen. Eine Erklärung wurde gegeben und ich kann nicht nachvollziehen, dass Du sie nicht verstehen kannst oder willst. 

Inwiefern ist der Ursprung für die Position des Pols von Belang? Du lenkst hier vom Thema ab.

 Ich habe nur auf eine weitere Schwachstelle der Standardtheorien hingewiesen. Und ja, die Symmetrie ist offenbar Fakt:
"To the accuracy that could be obtained, there was no tilt to the rotation axis and the interior magnetic field was perfectly axisymmetric." 
Und ESA muss sogar folgendes eingestehen: "Saturn is surrounded by a giant magnetic field, lined up with the rotation axis of the planet. This cannot be explained by current theories." (Hervorhebung von mir.) 

Deswegen meine Frage weiter oben, wie muss ich mir das vorstellen?
Wurde bereits beantwort und im Bild gezeigt.

Könntest du mir den Film bitte verlinken?
Siehe oben. 

Gegenläufig rotierende Ringe in Atmosphären gibt es auch auf der Erde, aber deutlich weniger weil die Erde kleiner ist und langsamer rotiert.

Und - hat jemals ein „Wetterfrosch" die Bewegungen der elektrischen Ladungen und deren Wirkungen in der Lufthülle der Erde diskutiert? Meines Wissens nicht. Und als Ben Davidson in dieser Richtung arbeitet und publizieren will, wird sein von den Gutachtern positiv bewertetes Buchmanuskript bei Springer hinter den Kulissen sabotiert. Das stinkt zum Himmel und zeigt wie wissenschaftsfeindlich Dogmatismus ist.


Ich bin gespannt. Entweder ich habe recht oder ich lerne dazu, es könnte schlimmer kommen :)

Na ich hoffe mal, dass Du etwas dazu lernen kannst!


PS: Schon mal drüber nachgedacht, dass diese Bewegungen auf Jupiter auch elektrisch verursacht sein könnten?   

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.09.2015 13:00.

Phil

46, Männlich

Beiträge: 662

Re: Elektrisches Wetter?

von Phil am 02.09.2015 16:33

@Hannes:

Diese witzige Bemerkung buche ich unter den beliebten Kategorien „ich will´s nicht verstehen" und „Plasma und elektrische Ströme spielen keine Rolle, weil wir nur neutrales Gas akzeptieren" ab. Du ignorierst geflissentlich den Unterschied zwischen neutralem Gas und Plasma. Damit schaffst Du Dir alle unbequemen Fragen und möglichen Alternativen vom Hals. Typisch Mainstream eben. Wenn „Gas" in Wirklichkeit Plasma, also „4. Aggregatzustand" (nicht 3a!) ist, dann kannst Du nicht einfach fröhlich Fluidmechanik betreiben und alles andere ignorieren. Genau dieses Verhalten beklagen alle Plasmakosmologen, nicht nur die EUler.
Himmelherrgottnocheinmal!

Wie oft muss ich mich hier noch wiederholen? Meteorologie funktioniert ohne Plasma. Solange keiner das Gegenteil zeigen kann, ist Plasma vernachlässigbar. Das heißt nicht, dass es keine Rolle spielt, es spielt nur für Alltagsmeteorologie keine Rolle. Wir beschäftigen uns nunmal damit, Prozesse zu erklären und normale Wetterphänomene sind schlichtweg nicht darauf angewiesen.

Falls beim Wassertank-Experiment nachgeholfen wurde, wie angemerkt, dann wäre es gegenstandslos. Aber auch so ist die Aussage fragwürdig. Die sechs Wirbel des Laborversuches existieren weder um das Saturnhexagon herum noch in der Jupiterstruktur, wie Justin schon bemerkte. Und ohne dieselben würde im Versuch sicher gar kein Hexagon entstehen. Ganz abgesehen davon ist das Hexagon selbst in keiner Weise strukturiert, was völlig im Widerspruch zu den Beobachtungen steht. Erwähnt sei noch, dass die Flussbewegung mit dem Jetprofil im Experiment dadurch erzwungen wird, dass eine differentiell rotierende Ringsektion in Kontakt mit der Oberfläche des Fluids platziert wird. So eine Vorrichtung gibt es m.W. auf dem Saturn nicht.
Gasplaneten zeigen differenzielle Rotation, das in einem starren Tank nachzustellen ist zum Scheitern verurteilt. Mag sein, dass die Wirbel nicht da sind, aber es ist immer noch besser als etwas, das gerademal eine Millisekunde hält.

Und woher willst Du wissen, wie lange die sechseckige Struktur in Plasma bei entsprechender Skalierung in Planetendimensionen im Rahmen eines dauerhaften Birkeland-Stromes besteht oder vergeht und sich neu bildet?
Das weiß ich nicht, aber wir sehen nicht, wie sich die Struktur formt und wieder auflöst, wir sehen nur, dass sie da ist.

In Auroras existieren die Diocotron-Instabilitäten auch (siehe Alvén) und deutlich länger, obwohl es auch hier Mode zu sein scheint, stattdessen Fluidmechanik mit der Kelvin-Helmholtz-Instabilität für Wirbel verantwortlich zu machen. Dann hätten sich aber auch die Experimentatoren des Videos fragen müssen, ob sie nicht Kelvin-Helmholtz-.Instabilitäten um den Saturnpol sehen.
Die Arbeit von Alvén kenne ich leider nicht, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Was die Kelvin-Helmolz-Instabilität angeht: Die sieht anders aus (nicht stabil).

. Übrigens ist das ein Messen mit zweierlei Maß, es wird ja vom Mainstream auch behauptet, die Sonne seit Milliarden Jahren „kontrollierte" Fusion betreibt, obwohl experimentell nur Teilschritte für Sekundenbruchteile ausgeführt werden.
Weil wir die Bedingungen, welche im Inneren der Sonne herrschen, nicht aufrecht erhalten können.

Und wenn die Fluidmechanik die gegenläufig rotierenden Materieringe nicht erklären kann, dann platzt sie hier in jedem Fall.
Kannst du bitte entweder eine Quelle verlinken oder zumindest ganz genau erklären, was du mit gegenläufig rotierenden Materieringe(n) meinst?

Das lässt sich aus der Beobachtung von Abbildungen sowieso nicht zuverlässig interpretieren, hier braucht es einfach belastbaren Daten. Und was die Erklärung der Magnetfelder der Planeten und speziell des Saturns betrifft, habe ich sowieso kein Vertrauen in die Standardbehauptung, dass sie „höchstwahrscheinlich (durch) Konvektionsströmungen innerhalb des metallischen Wasserstoffs im Inneren des Planeten entstehen". Das ist pure Spekulation.
Inwiefern ist der Ursprung für die Position des Pols von Belang? Du lenkst hier vom Thema ab.

Von einem Torus war nie die Rede!
Deswegen meine Frage weiter oben, wie muss ich mir das vorstellen?

Man schaut im NASA-Film von oben auf die Struktur um den Pol. Dabei ist deutlich zu sehen, dass Materie sich in konzentrischen Ringen um den Mittelpunkt der Formation bewegt, wobei diese Ringe bzw. deren Inhalte gegenläufig rotieren. Da gibt es nichts zu bezweifeln, es ist deutlich sichtbar!
Könntest du mir den Film bitte verlinken? Gegenläufig rotierende Ringe in Atmosphären gibt es auch auf der Erde, aber deutlich weniger weil die Erde kleiner ist und langsamer rotiert.

Du kannst jetzt natürlich noch die Augen verschließen und das Streaming verweigern (kann ich nichts gegen sagen, man kann nicht alle Hobbies bezahlen), aber früher oder später werden der NASA-Film und Scotts Vortrag publiziert werden, letzterer spätestens 2016. Auf Deine Einlassungen nach dessen Ansicht bin ich jetzt schon gespannt. Aber noch mehr gespannt bin ich auf die Erklärungsversuche der NASA, denn sie müssen sich jetzt erst etwas ganz tolles mechanisches ausdenken - und vorher werden sie den Film gar nicht zeigen wollen.
Ich bin gespannt. Entweder ich habe recht oder ich lerne dazu, es könnte schlimmer kommen :)

@wl01:
Als Physiker solltest du eigentlich wissen, dass die Erhitzung bei Hochspannungsleitung (die es gibt und die Teil der Verlustleistungen sind) deshalb relativ gering ist, da hier mit hohen Spannungen und Leitungen mit geringem ohmschen Widerstand (Aluminiumdrähte) gearbeitet wird. Außerdem sprechen wir hier von völlig anderen Größenordnungen. Also bei einer 110 KV Leitung von ca. 6% Verlust und bei einer 800 KV Leitung von 0,5% Verlust auf 100 km. Und wir sprechen hier von 110, 220, 380 kV Hochspannungsnetzen. Blitzentladungen hingegen haben einen relativ hohen Widerstand (Staubteilchen und Wasserdampf) und es entstehen Spannungen von rd. 10 MV und beim Saturn werden sogar Spannungen von rd. 100 GV angenommen! Also Faktoren die um das 100 bis Millionenfache größer sind. Also sprich in diesem Zusammenhang nicht von geringen Effekten!
Elektromagnetismus ist ein Weilchen her, aber das habe ich schon oft genug betont. Ich frage mich nur, welcher Stromfluss dann z.B. bei einem Gewitter relevant wäre. Die Blitze können es nicht sein, da sie zu klein sind und zu kurz dauern. Stellst du dir da einen großräumigeren, gleichmäßigeren Fluss vor?

@1Alexander:
Danke Justin. Da brauche ich bloß darauf hinweisen, dass Ströme Wärme erzeugen, nicht die Felder. Der Potenienialunterschied zwischen den Leiterbahnen ist nicht in der Größenordnung, dass Angesichts des geringeren Querschnittes, die Luft dazwischen leitend wird. Auch eine Begründung warum der Abstand zwischen den Leiterbahnen erheblich geringer ausfallen darf, als zur Erdoberfläche. Wird die Luft dazwischen inonisiert, dann wird sie plötzlich leitende, und nur dann wird Wärme frei. Der Rest: siehe Justin.
Nach deiner Logik müssten es eben genau die Blitze sein und da können wir gerne eine Skalenanalyse machen. Aber ich traue mich zu wetten, dass sie gegen die latente Wärme mikrig ausfallen. Wenn ihr schon behauptet, dass diese Faktoren für das Wetter relevant sind, dann bitte beschreibt sie auch und lasst mich nicht 5 Posts lang im Dunkeln tappen und raten, was ihr jetzt genau meinen könntet. ;)

@Hannes' letzten Post:
Ja, man kann es nicht sehen. Wenn man die Größe und Rotationsdauer von Saturn berücksichtigt erscheinen mir mehrere Gegenläufige Strömungen innerhalb des gezeigten Abschnittes nicht verwunderlich. Besonders schön sieht man den Effekt in der strukturierten Atmosphäre von Jupiter:


Man muss aber fairerweise sagen, dass diese Phänomene um die Pole weniger ausgeprägt sind:

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.09.2015 16:39.

Hannes

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Re: Elektrisches Wetter?

von Hannes am 31.08.2015 18:39

Damit es auch der Letzte versteht, diese Struktur ist gemeint. Die Ringe rotieren gegenläufig. 

Screenshot_127b.jpg

Für die, die es nicht lesen können:
"Saturn´s North Pole
For years it was not known whether these rings of matter were counter-rotating.
Everyone was so surprised about the hexagon shape, the question of counter-rotation was ignored."

Screenshot_127a.jpg

Der nachfolgende Film zeigte die gegenläufige Rotation der Materieringe glasklar! Auf einer Momentaufnahme (Screenshot) kann man das natürlich nicht sehen - falls sich wieder jemand beschwert.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.08.2015 19:06.

1Alexander

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Re: Elektrisches Wetter?

von 1Alexander am 31.08.2015 08:02

@Phil @Justin

Danke Justin. Da brauche ich bloß darauf hinweisen, dass Ströme Wärme erzeugen, nicht die Felder.
Der Potenienialunterschied zwischen den Leiterbahnen ist nicht in der Größenordnung, dass Angesichts des geringeren Querschnittes, die Luft dazwischen leitend wird. Auch eine Begründung warum der Abstand zwischen den Leiterbahnen erheblich geringer ausfallen darf, als zur Erdoberfläche. Wird die Luft dazwischen inonisiert, dann wird sie plötzlich leitende, und nur dann wird Wärme frei. Der Rest: siehe Justin.


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wl01

67, Männlich

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Re: Elektrisches Wetter?

von wl01 am 31.08.2015 07:33

Hallo Phil!
 

Ladungen und Felder enthalten Energie, aber sie setzen nur wenig davon frei. Sonst wäre die Luft um Hochspannungsleitungen z.B. immer heiß.
...
Existiert der Effekt? Sicherlich.
Ist er so wichtig, wie das die Anhänger des Eu gerne hätten? Nein. 
Als Physiker solltest du eigentlich wissen, dass die Erhitzung bei Hochspannungsleitung (die es gibt und die Teil der Verlustleistungen sind) deshalb relativ gering ist, da hier mit hohen Spannungen und Leitungen mit geringem ohmschen Widerstand (Aluminiumdrähte) gearbeitet wird.

Außerdem sprechen wir hier von völlig anderen Größenordnungen.
Also bei einer 110 KV Leitung von ca. 6% Verlust und bei einer 800 KV Leitung von 0,5% Verlust auf 100 km.
Und wir sprechen hier von 110, 220, 380 kV Hochspannungsnetzen.

Blitzentladungen hingegen haben einen relativ hohen Widerstand (Staubteilchen und Wasserdampf) und es entstehen Spannungen von rd. 10 MV und beim Saturn werden sogar Spannungen von rd. 100 GV angenommen! Also Faktoren die um das 100 bis Millionenfache größer sind.

Also sprich in diesem Zusammenhang nicht von geringen Effekten!

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

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Hannes

67, Männlich

Beiträge: 782

Re: Elektrisches Wetter?

von Hannes am 30.08.2015 22:48

Als ich das letzte mal nachgeschlagen habe, war Gas noch ein Fluid

Diese witzige Bemerkung buche ich unter den beliebten Kategorien „ich will´s nicht verstehen" und „Plasma und elektrische Ströme spielen keine Rolle, weil wir nur neutrales Gas akzeptieren" ab. Du ignorierst geflissentlich den Unterschied zwischen neutralem Gas und Plasma. Damit schaffst Du Dir alle unbequemen Fragen und möglichen Alternativen vom Hals. Typisch Mainstream eben. Wenn „Gas" in Wirklichkeit Plasma, also „4. Aggregatzustand" (nicht 3a!) ist, dann kannst Du nicht einfach fröhlich Fluidmechanik betreiben und alles andere ignorieren. Genau dieses Verhalten beklagen alle Plasmakosmologen, nicht nur die EUler. 

Da funktioniert aber das Laborexperiment mit dem Wassertank erheblich besser. Die Sechseckige Struktur bleibt nicht stabil, wie kommt man auf die Idee, sie als Vergleich heranzuziehen, wenn sie innerhalb einer Millisekunde zusammenbricht!?

 Falls beim Wassertank-Experiment nachgeholfen wurde, wie angemerkt, dann wäre es gegenstandslos. Aber auch so ist die Aussage fragwürdig. Die sechs Wirbel des Laborversuches existieren weder um das Saturnhexagon herum noch in der Jupiterstruktur, wie Justin schon bemerkte. Und ohne dieselben würde im Versuch sicher gar kein Hexagon entstehen. Ganz abgesehen davon ist das Hexagon selbst in keiner Weise strukturiert, was völlig im Widerspruch zu den Beobachtungen steht. Erwähnt sei noch, dass die Flussbewegung mit dem Jetprofil im Experiment dadurch erzwungen wird, dass eine differentiell rotierende Ringsektion in Kontakt mit der Oberfläche des Fluids platziert wird. So eine Vorrichtung gibt es m.W. auf dem Saturn nicht. 


Und woher willst Du wissen, wie lange die sechseckige Struktur in Plasma bei entsprechender Skalierung in Planetendimensionen im Rahmen eines dauerhaften Birkeland-Stromes besteht oder vergeht und sich neu bildet?
In Auroras existieren die Diocotron-Instabilitäten auch (siehe Alvén) und deutlich länger, obwohl es auch hier Mode zu sein scheint, stattdessen Fluidmechanik mit der Kelvin-Helmholtz-Instabilität für Wirbel verantwortlich zu machen. Dann hätten sich aber auch die Experimentatoren des Videos fragen müssen, ob sie nicht Kelvin-Helmholtz-.Instabilitäten um den Saturnpol sehen. Doch dann können sie das Hexagon nicht erklären! Also musste etwas anderes her. Übrigens ist das ein Messen mit zweierlei Maß, es wird ja vom Mainstream auch behauptet, die Sonne seit Milliarden Jahren „kontrollierte" Fusion betreibt, obwohl experimentell nur Teilschritte für Sekundenbruchteile ausgeführt werden. Und wenn die Fluidmechanik die gegenläufig rotierenden Materieringe nicht erklären kann, dann platzt sie hier in jedem Fall. 

Ich sprach davon, dass der Sturm um die Rotationsachse zentriert ist. Wenn der magnetische Pol nicht genau dort wäre, dann läge eine dynamische Erklärung viel näher. Ein Elektromagnetisches Phänomen sollte sich schließlich am Magnetfeld orientieren, oder nicht?

Das lässt sich aus der Beobachtung von Abbildungen sowieso nicht zuverlässig interpretieren, hier braucht es einfach belastbaren Daten. Und was die Erklärung der Magnetfelder der Planeten und speziell des Saturns betrifft, habe ich sowieso kein Vertrauen in die Standardbehauptung, dass sie „höchstwahrscheinlich (durch) Konvektionsströmungen innerhalb des metallischen Wasserstoffs im Inneren des Planeten entstehen". Das ist pure Spekulation.

Was die 15 Gegenläufigen Ringe angeht, muss ich mir das wie einen Torus vorstellen? Falls ja, bezweifle ich es ernsthaft. Wäre toll, wenn es diesen Film irgendwo gäbe. Die Behauptung ist so wild, dass ich nicht wirklich willens bin, für den Vortrag zu bezahlen.

Von einem Torus war nie die Rede! Man schaut im NASA-Film von oben auf die Struktur um den Pol. Dabei ist deutlich zu sehen, dass Materie sich in konzentrischen Ringen um den Mittelpunkt der Formation bewegt, wobei diese Ringe bzw. deren Inhalte gegenläufig rotieren. Da gibt es nichts zu bezweifeln, es ist deutlich sichtbar!

Du kannst jetzt natürlich noch die Augen verschließen und das Streaming verweigern (kann ich nichts gegen sagen, man kann nicht alle Hobbies bezahlen), aber früher oder später werden der NASA-Film und Scotts Vortrag publiziert werden, letzterer spätestens 2016. Auf Deine Einlassungen nach dessen Ansicht bin ich jetzt schon gespannt. Aber noch mehr gespannt bin ich auf die Erklärungsversuche der NASA, denn sie müssen sich jetzt erst etwas ganz tolles mechanisches ausdenken - und vorher werden sie den Film gar nicht zeigen wollen.

Justin, der von Dir verlinkte Film ist EU2014 im Frühjahr des gleichen Jahres, also früher, und nicht der, den ich meinte. Entscheidend ist außerdem der von 2015, der z.Z. nur per Streaming erreichbar ist. 

 

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Phil

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Re: Elektrisches Wetter?

von Phil am 30.08.2015 21:10

@1Alexander:

Wie immer perfekt pariert. Allerdings geht es nicht um den Blitz und die Blitzenergie an sich, auch wenn du diese Fährte gelegt hast. Es geht um Ladungen und Felder. Sicherlich ist Größe und Einfluß schwer zu ermitteln. Aber das kann man nicht, wenn man das von vornherein ablehnt, obwohl Elektizität beobachtbar ist (eben Blitze). Und darum geht es doch.
Was soll das denn heißen? Das ist doch ganz einfach:

Existiert der Effekt? Sicherlich.
Ist er so wichtig, wie das die Anhänger des Eu gerne hätten? Nein.

Ladungen und Felder enthalten Energie, aber sie setzen nur wenig davon frei. Sonst wäre die Luft um Hochspannungsleitungen z.B. immer heiß.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.08.2015 21:18.

1Alexander

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Re: Elektrisches Wetter?

von 1Alexander am 30.08.2015 11:23

@Phil

Wie immer perfekt pariert. Allerdings geht es nicht um den Blitz und die Blitzenergie an sich, auch wenn du diese Fährte gelegt hast. Es geht um Ladungen und Felder. Sicherlich ist Größe und Einfluß schwer zu ermitteln. Aber das kann man nicht, wenn man das von vornherein ablehnt, obwohl Elektizität beobachtbar ist (eben Blitze). Und darum geht es doch.

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wl01

67, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Elektrisches Wetter?

von wl01 am 30.08.2015 09:10

Hallo Rico!
Abstrakte Kunst, naja.
Aber der ist interessant:

Was hält er da in den Händen, sieht aus wie zwei Stromabnehmerbürsten und dazwischen ein Doppeltornado???

MfG

WL01 

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

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