Weltpolitik
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Re: Weltpolitik
von wl01 am 09.02.2015 07:12@Alexander
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Aber hier muß man unterscheiden. Zwischen den Königen und Fürsten und dem erwachenden Bürgertum.
Für das Volk war die Idee eines Nationalstaat eine Frage der Emanzipation.
Und natürlich der Stand des "Bürgers" passte dann nicht mehr in dieses mittelalterliche Konzept und der Nationalstaat im heutigen Sinne war ein Konzept von unten, also vom Bürger her und nicht eines vom oben, vom Herrscher, was durchaus eben Konfliktpotential bot. Deutschland (und Bismark) haben auf dieser Tastatur vorbildlich gespielt und das Anliegen des Volkes zu ihrem eigenen gemacht und davon eben profitiert.
Der Reichsverweser war provisorisches Oberhaupt des Deutschen Reiches, eines Staates, der noch in der Entstehung war. Die Rolle des Reichsverwesers war es, die Reichsminister zu ernennen und zu entlassen. Außerdem unterschrieb er die Reichsgesetze.

Noch auf ein älteres Posting zurückzukommen:
Das werden die Russen nie tun. Was gäbe es dadurch zu gewinnen?
Wobei ich selbst zu Beginn des Ukrainekonfliktes sofort sagte, die sollen sobald wie möglich in Verhandlung mit Russland eintreten, um eine friedliche Übergabe der Krim und der Ostukraine zu vereinbaren, vielleicht können sie damit einen Verhandlungsspielraum für günstigere Erdgaslieferungen erhalten.
Aber der Westen hörte nicht auf mich (Scherz) und sagte den Ukrainern in Unkenntnis der wahren Gegebenheiten (und mit viel typischer westlicher Naivität) "Hilfe zu", sodass diese so agierten, wodurch die Lage so wurde, wie sie nun eben heute ist.
Und bedenke eines:
Wie ich schon öfters angeführt habe, ist die russische Armee der westlichen (in Europa stationierten) Armee um das mehrfache sowohl von der Anzahl, als auch von der moralischen Einstellung überlegen. Und im Bereich der Technik haben die Russen in den letzten 10 Jahren mehr als aufgeholt. Einige Systeme sind fortschrittlicher als die des Westens. Und eben dieses dekatente Unverständnis der westlichen Europäer gegenüber den Russen hat ihnen schon mehrmals in der Geschichte das Genick gebrochen. Ich gehe davon aus, dass das die Russen wissen, deshalb werden sie ihre Chancen zum gegebenen Zeitpunkt auch nutzen.
MfG
WL01
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?
Re: Weltpolitik
von 1Alexander am 09.02.2015 00:26@Justin
England war ein schlechtes Bespiel. Die Schlacht bei Hastings fand vor 950 Jahren statt und in der Zwischenzeit ist viel passiert. Das taugt nicht als Referenz. Aber ich verstehe was du meinst und stimme Dir auch teilweise zu.
Was ich zum Ausdruck bringen wollte war der Umstand, das Nationalstaaten sich am besten abgegrenzten Kultur- und Sprachräumen funktionieren. Mischstaaten funktionieren schlechter. Sobald der Druck weg fällt, zerfallen diese.
?Daher mein Bonmot mit den Sachsen. Ich will hier klarstellen, dass ich kein Befürworter von Nationalstaaten bin, da ich jeglichen Staat ablehne. Vielmehr plädiere ich freiwillige Gemeinschaften.
Ich perönlich finde es extrem erschreckend, wie schnell sich die Verhältnisse gewandelt habe. Jetzt ist es in Deutschland schon schick zum Krieg aufzurufen.
Re: Weltpolitik
von wl01 am 08.02.2015 23:20Hallo Alexander!
Oh, oh. Der Gesichtsunterricht an östereicherischen Schulen muß dringend neu ausgerichtet werden. Sicherlich konnten nur große Nationen Reiche und Nationalstaaten bilden. Deutschland gehörte aber über Jahrhunderte nicht dazu. Frankreich, England, Spanien und Russland schon.
Somit schaffte Deutschland die Bildung eines Nationalstaates nicht trotz des Kaiserreiches nicht sondern deswegen nicht weil es eben ein Kaiserreich gab und man sich von dem nichts sagen lassen wollte.
MfG
WL01
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?
Re: Weltpolitik
von 1Alexander am 08.02.2015 19:18@Justin
Sicherlich konnten nur große Nationen Reiche und Nationalstaaten bilden. Deutschland gehörte aber über Jahrhunderte nicht dazu. Frankreich, England, Spanien und Russland schon. Deutschland war über die Jahrhunderte Schauplätz vieler europöischer Auseinandersetzungen und schaffte die Bildung eines Nationalsstaates trotz Kaiserreich bis 1806 nicht.
Deutschland vollendete das erst mit der Reichgründung. Sie waren somit eher die Letzten.
Karte Europas vom Jahre 1000 bis 2013 in 11 Minuten
Insbesondere da gerade ein multikulturelles Großreich geschaffen und Nationalsstaaten abgeschafft werden. Das muß per se nichts schlechtes sein, insofern wir zu einem demokratischen Verständnis gelangen. Ich sehe aber derzeit eher das Gegenteil.
Und hier beginnt der idiologische Glaubenskampf.
Übrigens die Tendenz Östereichs sich aus den Erfahrungen des 2WK von den Deutschen abzusetzen, liegt z. T. bedeutet unaufgearbeiteter Geschichte. Ähnliches kann man bei den baltischen Ländern beobachten. Die gebären sich geradezu als historische Opfer und Aggersionssziel Russlands und bringen sich als Zielscheibe selbst in Stellung. Die Wahrheit ist viel trauriger. Ebenso scheinen sie unfähig aus der Geschichte zu lernen. Das gleiche kann man über die Polen sagen. Die Polen wurden 1939 annektiert und keiner hat einen Finger gerührt. Das zweite Mal wurden sie vom Westen 1945 im Stich gelassen. Ebenso hat 1939/1940 es niemanden gejuckt, als die Balten einverleibt wurden. Auch nach dem Krieg stand eine Forderung nach Unabhängigkeit auf keiner westlichen Liste. Wenn überhaupt wurde allenfalls betreten zur Zeit geblickt. Erwähnt wurde das nie. Wie zum Teufel kommen die darauf, dass es diesmal anders ausfallen könnte? Die baltischen Staaten waren Opfer sowjetischer Aggressionen. Die Eliten wurden danach vollständig ausgelöscht. In mehren Wellen wurde die Bevölkerung dezimiert und zerstreut. Das betraf durchaus 30 bis 50% der Bevölkerung. Waren die Balten Opfer Russland? Nein, Opfer des Kommunismus. Und diese Opfer existieren gar nicht mehr, da diese umgebracht und deportiert wurden. Es gibt gar keine große Kontuinität mit den Baltenkum vor 1939. Die heutige Staaten sind Kinder des Kommunismus und mußten ihre nationale Indentität erst neu definieren. Was übrigens auf Russland auch zutrifft. Da wird schon mal zu Übertreibung gegriffen. Russland als Feindbild aufzublasen ist historisch nicht ganz korrekt.
Sich als Kommunismusopfer historisch von der Sowjetunion abgrenzen zu wollen ist unehrlich. Als Beispiel siehe: Rote Lettische Schützen. Alle Völker der Sowjetunion haben der kommunistischen Wahnidee unglaubliche Opfer darbringen müssen. Kein Volk hat bei der Unterdrückung eine dominierende Roll gespielt. Die Russen waren einfach nur mehr.
Auch hier gilt Ockhams Rasiermesser. Die Wahrheit kann man ganz einfach erkennen. Die USA lamentiert über das arme ukranische Volk und dessen gute Regierung, welches von den bösen Russen angegriffen ist. Dadurch sehen sie akuten Handlungsbedarf. Wenn man den Amerikaner ihre Rolle als Verteidiger der Menschrechte und des Friedens abnimmt, kann man das glauben. Tatsächlich juckt die Amerikaner an unzähligen Stellen der Welt Krieg, Mord und Totschlag recht wenig. Wie paßt das zusammen? Überhaupt nicht. Kann also insgesamt nicht stimmen.
Re: Weltpolitik
von wl01 am 08.02.2015 17:20Hallo 1Alexander!
Nationale Identität prägen sich in einem Sprachraum aus.
Das ist aber nur ein klitzekleiner Teil des ukraninischen Gebietes. Der Rest war jeher östlich geprägt. Immerhin war Kiew der Ausgangspunkt Russlands. Die beschworene ukrainische Nationalität existiert überhaupt noch nicht.
Russland geschwächt und Europa tot!
MfG
WL01
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?
Re: Weltpolitik
von 1Alexander am 08.02.2015 14:28@Justin
Sie sind natürlich auch Östereicher.
Im übrigen plädiere ich für eine Abtrennung Sachsens von der BRD, zusammen mit Thüringen und der Anhalt. Die Gebietesverluste an Preußen von 1815 werden rückgängig gemacht. Das ergibt ein durchaus lebensfähiges Gebilde. Es lebe das neutrale Großsachsen.

Produkt der westlich geprägten Teile, ausgehende vom Königreich Galizien und polnisch-litauischer-östereichischer Einflüsse.
Das ist aber nur ein klitzekleiner Teil des ukraninischen Gebietes. Der Rest war jeher östlich geprägt. Immerhin war Kiew der Ausgangspunkt Russlands. Die beschworene ukrainische Nationalität existiert überhaupt noch nicht. Wir sehen ja gerade die mühseelige Herausbildung. Ebenso waren die Ukrainer im Kommunismus keine Opfernation der Russen, wie sie sich manche heute gerne darstellen. Tatsächlich war Stalin Georgier, Chrustschow und Breschnew Ukrainer. Die Kommunisten haben zwischen Russen und Ukrainer allenfalls einen folkloristischen Unterschied gesehen. Die häßlichen Ereignisse der Holodomor war keine ethnische Verfolgung, sondern eine soziale, welche sich unterschiedslos auch gegen andere Volksgruppen gerichtet war.
Der Partisanenkrieg bis 1949 war Resulat des 2WK. Wie vielen Völkern fällt es den Ukrainern schwer die eigene Geschichte fair zu beleuchten. Das waren insgesamt tragische Ereignisse, welche ihren Ausgangspunkt bereits spätestens im Putsch von 1917 zu suchen sind. Tatsache ist, dass westukrainische Einflüsse die Politik bestimmen, was einer Ausbreitung nach Osten gleich kommt, was dort historisch keinerlei Wurzeln hat. Das fängt schon bei religösen Prägungen an. Das Land ist groß genug. Ein Miteinander ist problemlos möglich ist, wie es Jahrhundert zuvor usus war. Schwierig wird es, wenn Fremdeinflüsse massiv einwirken. Erschwerend wirkt die Korruption dere Eliten, was einer positiven Entwicklung entgegensteht. Wir sehen insgesamt eine Kolonisierungspolitik des Westens. Wer will das ernsthaft bestreiten? Die nationalen westorientierten Politiker betreiben z. T. eine Entrussifizierung der Gesellschaft. Das bedeutet aber für Millionen Russen ein gefühlten Verdrängungsdruck. Immerhin sind sie dort ja seit Jahrhunderten zu Hause.
Das ist aber so absurd, wenn man bedenkt das Klitschkow nicht mal die ukrainische Sprache beherrscht und die Hälfte des ultranationalistischen Bataillon Asow russische Muttersprachler sind.
Mit Waffen läßt sich das nicht lösen. Hilfreich wäre nichtmal eine Teilung, da es sowas wie ethnische Grenzen gar nicht gibt.
Es ist ein westlicher Irrtum Moskau immer wieder mit Russland gleichzusetzen. Es ist auch keine gewöhlich Hauptstadt im westlichen Sinn. Moskau ist seit jeher die absolute Zentrale. In Wahrheit sind das keine Sanktionen gegen Russland, sondern gegen die Stadt Moskau in der Hoffnung das die Eliten Putin rausschmeißen. Das konnte aber allenfalls in den 90igern greifen. Mittlerweile ist dort soviel Reichtum im Spiel, dass soziale Ambitionen das überhaupt nicht mehr greifen. Anders ausgedrückt die Eliten verlieren mit Putin. Die Brücke Moskau-Russland besteht in der Vorstellung, durch äußere Feinde wieder Menschen im Krieg zu verlieren. Das wirkt bis hinter ins letzte sibirische Fischerstädchen, denn alle haben im 2WK Verwandte verloren, was durchaus noch präsent ist. Betrachte man Putins Karriere, dann wird eine Tatsache später hervorgehoben werden. Er hat die Macht aus den Regionen wieder nach Moskau zurückgeholt. Tja, das scheint das funktionierende russsiche Modell zu sein.
Auf die kriegsbedingten Befindlichkeiten des Hinterlandes muß Putin absolut Rücksicht nehmen. Spätestens seit dem Afganistaneinsatz ist die russsiche Bevölkerung nicht mehr bereit ihre Söhne zu opfern. Putin ist nicht Stalin und kann das mit harten Maßnahmen nicht durchpeitschen. Die Russen werden Putin zum Zaren krönen, solande er den Frieden und den sozialen Frieden garantiert. Insofern ist Putin innenpolitisch nicht in der Lage die Nachbarn zu überfallen oder das Land dem Ausverkauf preiszugeben. Die russische Bevölkerung schaut sich auch den sozialen Verfall in der Ukranine genau an, was den Rückenhalt von Pution nochmals stärkt.
Die Verkleinerung und völlig andere Ausrichtung der Armee steht in diesem Zusammenhang. Wenn man ein so großes Land ist, dann geht es neutral betrachtet nie um Expansion, sondern um Verteidigung.
Es gibt soviel einfachere Erklärungen: Die Amerikaner mit den Europäern im Schlepptau wollen Rohstoffe klauen, um die Wahnsinnsmaschine am Laufen zu halten.
Re: Weltpolitik
von wl01 am 08.02.2015 12:431Alexander!
Das hätte aber unter anderen Umständen auch Sachsen oder Bayern sein können.
Sachsen oder Bayern waren militärisch viel zu schwach um hier etwas sagen zu können (siehe Deutsch-Französischer Krieg, bei dem Bayern auf Seiten der Franzosen stand).
Im Endeffekt gab es sogar das Angebot, dass Österreich die Führung übernehmen sollte, wenn es auf die slavischen/ungarischen Teile seines Reiches verzichten würde, was es natürlich nicht tat.
Deshalb kam es schließlich zur Entstehung des Norddeutschen und des Süddeutschen Bundes. Die Entscheidung erfolgte dann in Königgrätz, womit Preußen die Führung der Deutschen übernahm. Womit wieder eines bewiesen ist. Diplomatie bringt nichts und wie Napoleon angeblich sagte: "Gott ist stets auf Seiten der stärkeren Bataillone!"
Immerhin haben die sowjetischen Führer ab Gorbatschow das russische Reich immer weiter abgewirtschaft (nicht im ökonomischen, aber im moralischen Sinne) und die russische Seele möchte diesen Schmach endlich vergessen lassen.
Diese Armee glaubt an sich, hat das modernste Material zur Verfügung, ist optimal auf ihren Feind eingestellt und ist motiviert.
Der Bär ist bereit, es nicht die Frage ob, sondern wann er zuschlagen wird!
MfG
WL01
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?
Re: Weltpolitik
von 1Alexander am 07.02.2015 22:38@Justin
Das werden die Russen nie tun. Was gäbe es dadurch zu gewinnen? Man sollte die Lernfähigkeit und Beharrlichkeit der Russen nicht unterschätzen. Die haben sich das Vorgehen der Amerikaner im Irak, Afganistan und auch Vietnam genau angeschaut. Die Russen lernen ihre Lexionen. Das hat man in den dreißiger Jahren gesehen, als sie eine der modernsten und inovativsten Armeen aufbauten. Der beispiellose Enthauptungsschlag Stalins gegen seine militärische Führung hat das fast vollständig zunichte gemacht. Die anfänglichen Katastrophen in den Abwehrschlachten 1941/42 lag alleinig in der Unfähigkeit Stalins. Seine Militärs und Strategen haben es von Anfang an besser gewußt. Es dauerte nicht lang, da haben die gelehrigen Schüler die Operationen der Deutschen kopiert und angepaßt hatten. Der Afganistankrieg wurde von Männern in Agonie dirigiert. Aber auch hier zeigten sich die Russen in militärischen Einzelfragen erstaunlich anpassungsfähig. Eine Erfahrung haben die Russen dort ganz sicher gemacht, dass besetzes Land nur mit sehr harte Hand und unter unakzeptablen hohen Kosten zu halten ist. Sie habe somit auch die andere Seite eines Partisanenkriegs erlebt. Ein Manko der Sowjetarmee war sicher der bedenkenlose Umgang mit Menschenmaterial und systembedingte Führungschwäche auf mittlerer und unterer Ebene. Das schwächte nicht unwesentlich die Kampfkraft der Truppe und prägt auch unser heutiges Bild. Genau daran hat Putin massiv rumgeschraubt. Man kann davon ausgehen, dass die Strategie der Russen cleverer, resourcenschonender und zielorientierter ausfallen dürfte. Man darf die Wirkung der nationalen Erfahrung des 2.WK auf die Russen nicht unterschätzen. Die Russen möchte nie mehr so am Abgrund stehen. Mit dem Russlandfeldzug der Deutschen assozieren sie den absoluten Vernichtungswillen des Gegners. Sie waren nur ja die Untermenschen. Wenn man Menschen auf dieser Ebene bedroht, entwicklen sie erstaunliche Energien. Ein weiteres kollektives Trauma sind die 90iger Jahre. Die Bekanntschaft mit dem Raumtierkapitalismus. Da hat sie nebenbei von dem hinderlichen Dünkel des Weltkriegssiegers kurriert. Gegen diese Motivation kann Europa gar nicht anstinken. Die Russen werden auch nie die Nachbarn annektieren. Wozu auch? Die machen es in ihrer Einflußbereich einfach den Amis nach. Kauf dir die Eliten. In den ganzen ehemaligen Republiken, bis hin zu Tschetschenien herrscht Ruhe. Bei Putins Machtanstritt wurde im Tschetschenienkrieg gekämpft. Nur 10 Jahre später stehen die voll auf Russlands Seite. Wie bitte schön geht sowas? Das sollte man mal zur Kenntnis nehmen. Oder Georgien. Der damalige krawattenfressende Präsident ist im Exil. Auch hier haben die Russen wieder Boden gut gemacht, obwohl dort gekämpft wurde.
Die russischen Eliten sind exzellente Kenner der eropäischen/westlichen Kultur. Was wissen wir von Russland? Fast nichts. Die Russen haben in den letzten hundert Jahren extreme Erfahrung gemacht und unvorstellbares Leid erfahren. Die haben nur ein Interesse. Ihre Ruhe haben.
Re: Weltpolitik
von 1Alexander am 07.02.2015 21:34@Justin
Das Selbstverständnis der Östereicher ist zum lieb haben.
Die deutliche Trennung von Deutschland und Östereich ist ein Produkt des 20. Jahrhundert. Wohlgemerkt entstand der deutsche Nationalstaat erst seit 1871. Davor gab es lange Zeit nur Flickenteppich. Das Östereich nicht dazukam, lag salopp gesagt an den Eigenarten, der Stärke und den Anhängseln der Donaumonarchie. Das hätte aber unter anderen Umständen auch Sachsen oder Bayern sein können. Nach dem ersten Weltkrieg wurde eine Vereinigung von Restöstereich mit dem Reich durch die Allierten verboten. Das hätte sicher auch Anhänger gefunden. Den Anschluß kann man durchaus mit gemischten Gefühlen sehen. Gegen einen breiten Wiederstand der Bevölkerungen wurde er nicht durchgesetzt. Danach haben die Östereicher das einzig Richtige getan, sich für neutral erklärt. Das ist m. M. n. die wahre Geburt des modernen Östereichs.
Das hätte Deutschland nach den Lehren des 2 WK ebenso gut getan. Ich sehe es mit Betrübnis, wie Östereich diese Neutralität nach und nach verloren hat.
Re: Weltpolitik
von inductor am 07.02.2015 18:36Öl ist nicht fossilen Ursprungs und die Förderung kann von denen die's wissen jederzeit erhöht werden wenn sie es denn wollen.


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