Evolution

Erste Seite  |  «  |  1  ...  8  |  9  |  10  |  11  |  12  ...  13  |  »  |  Letzte [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Älteste Beiträge zuerst ]


1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 18.03.2015 14:43

@Justin

Ja, im Grund wäre eine von Haus aus geordnete Datenablage zu begrüßen.
Der Verzicht auf eine geordnete Datenablage ist ein Kapitulationserklärung. In der Vorcomputerära war das kein unlösbares Problem.
Ganz einfach aus dem Grund, weil Du niemand zwingen kannst Daten strukturiert abzuspeichern. Jeder speichert Daten so, wie es ihm eben gerade gefällt.
Im großem Maßstab hat du sicherlich recht. Allerding kann dieser Umstand eingeplant werden. Nach dem Motto: was schlecht gespeichert wird, wird mit Vergessen bestraft.
Übrigens ist Vergessen ein menschlichen Eigenschaft, welche in ein neuronales Netzwerk zu implementieren ist.
Irgend jemand hat ein mal gesagt: "Was ist flexibler als ein Bleistift und ein Blatt Papier?!" So und nun strukturiere einmal ein derartig eingescanntes Dokument!
Ganz einfach: Datum, optional Verfasser/Quelle, sowie die Wörter in Reihenfolge der statistsichen Benutzungshäufigkeit
- was/ein/als/und/ist
Außerdem widerspricht die strukturierte Dateneingabe dem normalen Ablauf in der Natur. Eine natürliche Datenablage ist immer chaotisch.
Das stimmt. Allerdings muß man sich dem nicht hilflos hingeben. Dieser Fall muß konzeptionell eingeplant sein.
Somit ist es von Haus auch aus sinnvoller die gesamte Energie in derartige Auswertungsmechanismen zu stecken, die ich für alle Daten nutzen kann, als sie in eine geordnete Datenablage, an die sich ohnedies niemand (auch nicht die Natur und die "Evolution") hält!
Auch das stimmt. Selbst mühsam ausgearbeitete Strukturen veraltern oder sind nicht skalierbar/modernisierbar. Aber man sollte deswegen nicht auf jegliche Struktur pfeifen, sondern mit dieser Tatsache vernünftig umgehen. Am Ende existieren mehrere Strukturen parallel, wobei die Fähigkeit diese zu lesen sichergestellt werden sein muß. Das geht nicht adminstrativ, sondern nur strukturell. Hier bedarf es aber einer Weiterentwicklung des Datenbankverständnisses.
Beispiel: Eine Bibliothekskartei soll von Karteikarten auf ein Computersystem umgestellt werden. Die Verschlagwortung soll in ein eine relationale Datenbank eingebaut werden. Nun besteht aber das Archiv bereits aus mehren Generationen Karteikartensystemen, welche diesbezüglich nicht deckungsgleich oder kompatibel sind. Entweder man nimmt einen Informationsverlust hin oder man scheitert an der Datenmodellierung. Die häufigest Gangart, wäre ein teilweise Volltextspeicherung und entsprechende Suchwerkzeuge. Da ist aber nur eine Hilfslösung, geboren aus der Unfähigkeit mit dem Problem umzugegehen. Auch ist es nur eine temporäre Lösung, da der Datenbestand ja immer mehr anwächst. Bei der nächsten Generation von Soft- und Hardware, steht man dann wieder vor dem gleichen Problem und alles wird noch verrückter.
Ich kann diesen Zustand nicht als gegeben ansehen, weil einem die Datenverwaltung über den Kopf wächst. Wie gesagt es geht besser. Solche Probleme kann man nur mit neuronalen Netzen lösen. Und hier ging es nur um eine besch.. Bibliothekskartei. Eine waschechte Netztwerkdatenbank wird es auf absehbarer Zeit aus verschiedenen Gründen nicht geben. Aber man kann Netzwerkstrukturen mit rationalen System abbilden, was aber selten oder überhaupt nicht gemacht wird. Die Maßgaben gehen auch noch über Systemdenken hinaus. Ein konzipiertes System muß netzwerkübergreifend und plattformunabhängig funktionieren und Replikationsprozesse beherrschen. Ebenso muß das System mit Redundanzen>>Inkonsitenzen umgehen können. Das sind aber in herkömmlichen Datenbanken Tabus. Normalisierung (Datenbank). Allerdings gibt es hier durchaus zweckdienliche Überlegungen:
Befindet sich ein Relationenschema nicht in der 1NF, so nennt man diese Form auch Non-First-Normal-Form (NF²) oder Unnormalisierte Form (UNF).
Das wird in Wikipedia aber weder erklärt, noch gibt es zu den Links Einträge. Es gibt hier als noch viel Denkarbeit zu leisten. Na wenigstens haben sie schon einen Namen dafür.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.03.2015 14:50.

wl01

67, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Evolution

von wl01 am 18.03.2015 12:51

@Alexander

Stimmt. Die Existenz unstrukturierter Daten m . M. n. ist aber nur ein Resulatat fortwährernder Inkompetenz.
Die Intelligenz welche hier gefordert ist, ist unsere eigene.
Das Gebot der Stunde wäre doch, ungeordnete Datenbestände trivial zu ordnen. Hier zeigt sich doch eine klare Fehlentwicklung. Statt mir cleveren Algorithmen den angesammelten Datenwust zu durchstöbern - den was anderes ist das nicht - sollte doch an die Wurzel dieses Problems gegangen werden.
Das fängt aber auch in konzepzionellen Grundüberlegungen an.
Ja, im Grund wäre eine von Haus aus geordnete Datenablage zu begrüßen.

Nur wirst Du das NIE schaffen. Ganz einfach aus dem Grund, weil Du niemand zwingen kannst Daten strukturiert abzuspeichern. Jeder speichert Daten so, wie es ihm eben gerade gefällt.
Irgend jemand hat ein mal gesagt: "Was ist flexibler als ein Bleistift und ein Blatt Papier?!"
So und nun strukturiere einmal ein derartig eingescanntes Dokument!

Außerdem widerspricht die strukturierte Dateneingabe dem normalen Ablauf in der Natur. Eine natürliche Datenablage ist immer chaotisch. Auch die Datenablage im Gehirn, aber auch im Computer funktioniert so. Und die Intelligenz steckt immer in den jeweiligen Suchalogaritmen. Somit ist es von Haus auch aus sinnvoller die gesamte Energie in derartige Auswertungsmechanismen zu stecken, die ich für alle Daten nutzen kann, als sie in eine geordnete Datenablage, an die sich ohnedies niemand (auch nicht die Natur und die "Evolution") hält!

Vielleicht würden wir dann einiges mehr über die Mechanismen der Evolution entdecken...

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 18.03.2015 08:40

@Justin

Und wie ich bereits sagte, das Problem ist nicht die Speicherform sondern der schnelle Zugriff auf Informationen, die ich benötige! Und die geht bei Tabellen wesentlich rascher als beispielsweise der Zugriff auf unformatierte Daten, wie es in der Praxis jedoch eigentlich andauernd vorkommt.
Stimmt. Die Existenz unstrukturierter Daten m . M. n. ist aber nur ein Resulatat fortwährernder Inkompetenz.
Das Problem ist also immer die "Intelligenz" die ungeordneten Daten so schnell und so leicht wie möglich zu "ordnen", um sie in eine verbundene und vor allem lesbare Form zu bringen.
Stimme dir zu. Auch wenn es salopp daherkommt: die Suche nach schwacher KI, welche unsere Hausaufgaben macht ist naiv.
Die Intelligenz welche hier gefordert ist, ist unsere eigene.
Neurale Systeme, deren erster Schritt eben diese Objektorientiertheit ist, müssten also zusammenfassende (künstliche, aber flexible) Objekte schaffen, die die vorhandenen ungeordneten Datenbestände nach exakt diesen Kriterien durchsuchen und uns die Auswertung daraus präsentieren. Exakt das macht aber bereits Google und Co.
Du sprichts von vorhandenen ungeordneten Datenbeständen. Das ist ein guter Einstieg in das Thema. Das Gebot der Stunde wäre doch, ungeordnete Datenbestände trivial zu ordnen. Hier zeigt sich doch eine klare Fehlentwicklung. Statt mir cleveren Algorithmen den angesammelten Datenwust zu durchstöbern - den was anderes ist das nicht - sollte doch an die Wurzel dieses Problems gegangen werden. Wie sagte Picasso: Ich suche nicht, ich finde.
Das soll sich an dieser Stele nicht überheblich anhören, aber genau hier ist das Problem zu verorten, was ich mich sehr konkreten Praxisbeispielen untermauern kann.
Alle Daten liegen in der Praxis ungeordnet, in einem wie immer geartenden System herum (also egal wie sie auf welchem Datenträger wo auch immer gespeichert sind). Die Kunst von neuen Systemen ist es daher lediglich auf diese Daten so zuzugreifen, dass man sie lesbar und in verständlicher Form präsentieren kann
Exakt. Du kennst das Problem. Wie ich bereits feststelle: hier sind sehr grundlegende Betrachtungen notwendig, was seltsamer Weise kaum getan wird.
Aber exakt das ist m.A. eben die Leistung unseres Gehirns, also vernetzte Bezüge zu schaffen, die klar und logisch aufbereitet sind.
Analog dazu: Evolution liegt somit eine gewisse Intelligenz zugrunde aus den verschiedenen (ungeordneten) Möglichkeiten die optimalste, strukturierte, jeweils notwendige Darstellungsform zu erbringen. Also an Zufall kann ich dabei nicht unbedingt denken.
Ja genau. Das fängt aber auch in konzepzionellen Grundüberlegungen an.
Aus unserem heutigem Datenwust werden wir uns nicht herausevolutionieren.

Antworten

wl01

67, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Evolution

von wl01 am 18.03.2015 07:12

@Alexander

Daten in Tabellen:
Ebend. Das ist dann häufig weder Fisch noch Fleisch. Ich will die Objektorientierung nicht gänzlich verdammen, ist sie doch ein nützliches Tool, mehr aber auch nicht. Es ergeben sich aber auch erhebliche Schattenseiten bei der Sicherheit. Objekt lassen sich eben nicht in Tabellen abspeichern. Datenbankobjekte sind nur nützliche Dinger um Datenzugriff innerhalb des Codes prozedural zu erleichtern. 
Naja so ein von Menschen geschaffenes System hat für den Datenzugriff schon Vorteile. Denn es ist einerseits leichter lesbar und andererseits durch die Systematik leichter und durch die "Indizierung" auch wesentlich schneller auffindbar.

Und Objekte werden in der Praxis sehr wohl in Tabellen abgespeichert. Allerdings nur als Zwischenform, für einen schnelleren Zugriff. In jedem Datenverwaltungsprogramm kann man individuelle Tabellen mit den unterschiedlichsten Datenfeldern (die eben den "Eigenschaften" des Objektes entsprechen) temporär erstellen. (immerhin beschäftige ich mich mit der Programmierung von Datenbanken schon seit dem Jahre 1983).

Und wie ich bereits sagte, das Problem ist nicht die Speicherform sondern der schnelle Zugriff auf Informationen, die ich benötige! Und die geht bei Tabellen wesentlich rascher als beispielsweise der Zugriff auf unformatierte Daten, wie es in der Praxis jedoch eigentlich andauernd vorkommt.


Das Problem ist also immer die "Intelligenz" die ungeordneten Daten so schnell und so leicht wie möglich zu "ordnen", um sie in eine verbundene und vor allem lesbare Form zu bringen. Und diese Intelligenz (und nicht die Speicherform) suchen wir mittlerweile seit rund 40 Jahren. Und wie Darius es richtig sagt, die Daten liegen zumeist (ungeordnet) unten und wir müssten ein Bottom-Up System schaffen, um sie lesbar zu machen. Der Mensch ist, wie ebenso richtig gesagt, jedoch nur zur Erfassung von Top-Down Systemen geschaffen.

Neurale Systeme, deren erster Schritt eben diese Objektorientiertheit ist, müssten also zusammenfassende (künstliche, aber flexible) Objekte schaffen, die die vorhandenen ungeordneten Datenbestände nach exakt diesen Kriterien durchsuchen und uns die Auswertung daraus präsentieren. Exakt das macht aber bereits Google und Co.

Ich habe mich beispielsweise in letzter Zeit beispielsweise viel nach Smartwatches umgesehen und tatat hier im Forum wird rechts eine Werbung von Smartwatches eingeblendet.

Also zusammenfassend:
Alle Daten liegen in der Praxis ungeordnet, in einem wie immer geartenden System herum (also egal wie sie auf welchem Datenträger wo auch immer gespeichert sind). Die Kunst von neuen Systemen ist es daher lediglich auf diese Daten so zuzugreifen, dass man sie lesbar und in verständlicher Form präsentieren kann. Dies nennt man in der Datenverwaltung schlicht und einfach "Auswertung (Query)". Und dafür benötige ich die Rechenleistung, nicht für die Speicherungsart der Daten. Aber exakt das ist m.A. eben die Leistung unseres Gehirns, also vernetzte Bezüge zu schaffen, die klar und logisch aufbereitet sind.

Analog dazu: Evolution liegt somit eine gewisse Intelligenz zugrunde aus den verschiedenen (ungeordneten) Möglichkeiten die optimalste, strukturierte, jeweils notwendige Darstellungsform zu erbringen. Also an Zufall kann ich dabei nicht unbedingt denken.

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten

Darius

49, Männlich

Beiträge: 249

Re: Evolution

von Darius am 17.03.2015 21:16

@1Alexander & @all:

Diesen Gedanken will ich noch loswerden: Evolution verläuft meiner Meinung nach nach dem Bottom-up-Prinzip, wogegen wir Menschen sie nur nach dem Top-down-Prinzip verstehen können. Induktion auf Seite des evolutionären Prozesses, Deduktion auf der des Menschen. Mehr ist für uns naturgegeben nicht drin. Biologische Evolution geschieht einfach. Es interessiert sie nicht, was wir als Niederes oder Höheres bewerten.

Das Menschengemachte kann sowohl top-down, wie auch bottom-up erforscht werden (betrifft auch Künstliche Intelligenz). Dagegen ist die ohne menschliche Beteiligung entstandene Natur nur top-down erforschbar (dekompilierbar).

Apropos KI: Ohne eine Neue Physik wird es KI nicht geben: Roger Penrose´s "Schatten des Geistes". Gödel und Turing werden erhellend darin behandelt.

1Alexander schrieb:

[...] in Punkto Datenhaltung bewegen wir uns immer noch auf dem Niveau der 60iger/70iger/80iger Jahre.

So ist es! Es lebe das A20-Gate und möge es endlich sterben!

Antworten

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 17.03.2015 14:00

@Justin

Grundsätzlich sind jedoch die Speicherung der Daten in diversen Tabellen gleichgeblieben.
Ebend. Das ist dann häufig weder Fisch noch Fleisch. Ich will die Objektorientierung nicht gänzlich verdammen, ist sie doch ein nützliches Tool, mehr aber auch nicht. Es ergeben sich aber auch erhebliche Schattenseiten bei der Sicherheit.
Objekt lassen sich eben nicht in Tabellen abspeichern. Datenbankobjekte sind nur nützliche Dinger um Datenzugriff innerhalb des Codes prozedural zu erleichtern. Geht aber mit T-SQL aber auch.
Der Begriff Expertensystem ist lustig. Wurde oft als Marketingschlagwort missbraucht. Allerdings gibt es bei Wikipedia einen schönen Hinweis:
Ein weiterer Ansatz, der insbesondere bei Klassifizierungsproblemen eingesetzt werden kann, besteht in Systemen, die mittels Entscheidungsbäumen eigenständig zu Lernprozessen in der Lage sind. Dabei handelt es sich um eine Form des induktiven Lernens auf der Basis einer Beispielmenge. Ein Beispiel kann etwa aus einer Reihe von Attributen (eines Objektes, z. B. eines Patienten) und deren konkreten Ausprägungen bestehen. Bei der Verarbeitung solcher Beispiele durchläuft das System einen Pfad (siehe auch Suchbaum): Die einzelnen Attribute sind dabei Knoten, die von ihnen ausgehenden möglichen Ausprägungen Kanten. Das System folgt jeweils derjenigen Kante, die im vorliegenden Beispiel zutrifft, setzt diesen Prozess Attribut für Attribut fort und gelangt schließlich zu einem Endknoten (Blatt). Dieser gibt schließlich die Klasse an, welcher das beschriebene Objekt zuzuordnen ist. Beim Aufbau von Entscheidungsbäumen ist das Ziel, mit möglichst kleinen Bäumen zu möglichst guten Klassifizierungsergebnissen zu gelangen. Die Schwierigkeit besteht hier in der Auswahl der Attribute.

Verzeih mir meinen Sarkasmus: Hurra, sie haben das treeview-Objekt entdeckt! Leider können sie noch nicht damit umgehen. Der Ansatz ist aber richtig: Hierarchische Strukturen lassen sich am besten auch visuell hierarchisch darstellen. Wenn man dann noch erkennt, dass sich jede beliebige Netzstruktur in Hierachien auflösen läßt, ist man dem Netztwerksystem schon einen Schritt näher. Der nächste Schritt ist die Erkenntniss, dass ich Bäume von jedem beliebigen Knoten lesen kann. Für die Aggregation benötigt man nun noch ein fetziges Ordnungssystem, was aber keine Hürde ist. Natürlich kommt dann bei der Fülle der Möglichkeiten allerhand Unsinn raus, womit wir beim selbstlernenden System sind. Im Gegensatz zum festgezurrten Interface und SQL braucht sich der Programmierer darüber keine Gedanken machen, was meistens ohnehin schief geht. Das übernimmt alles der User, indem er es benutzt. Das Google-Prinzip deLuxe. Und Dada! fertig ist das neuronale Netzwerk für Arme! Der feuchte Traum jedes Geheimdienstlers. Das SuperDuppa Zugriffstool. Damit lassen sich sogar unstrukturierte Daten ausmisten, weil die Struktur beliebig ist.
Selbstlernende neuronale Netzwerke lassen sich sehr wohl mit heutigen Mitteln auf jedem PC in Betrieb setzen. Aber dann hat man nur ein selbstlernendes neuronales Netzwerk, was ebensowenig wie der Röhrenrechner zu Wundertaten fähig ist.

Ich hoffe, dass ich mit diesen Worten Dir klargemacht habe wo das heutige Problem mit den Quantencomputer liegt und dass derzeit es sehr wohl primär technische Probleme sind.
Dann verbraten sie derzeit nur Geld.

Informatiker kann man im Grunde nur werden, wenn man ein Lebenserwartung von 200 Jahren hat, andernfalls ist das intellektuelle Schneckentempo gar nicht zu ertragen. Es gibt kaum eine besch... Branche. Es gibt einen gigantischen Ausstoß an warmer Luft. Die wirklichen Innovationen kann man an einer Hand abzählen. Nirgendwo wird ungestraft dermaßen gefuscht und das Ganze als Markenzeichen verkauft.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.03.2015 14:11.

wl01

67, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Evolution

von wl01 am 17.03.2015 12:15

@Alexander

   
Wie Du selbst sagts, das Problem ist das Auslesen von Daten. Ja irgendwas kann man immer auslesen. Allerdings gibt es eine Interaktionsschnittstelle. Die Daten müssen so ausgelesen werden, dass Aggregate an der Schnittstelle eine Sinn ergeben. Das ist das Problem.
Exakt das meinte ich. Derzeit gibt es eben keine definierte Interaktionschnittstelle zu einem Quantencomputer. Das Problem ist eben die Quantifizierung, die einen Informationsquant "irgenwohin" transferieren kann. Also wo lese ich dann die Daten aus? Sprich, wenn ich mich auf eine Stelle setze und dort die Daten auslese, stimmen die Ergebnisse manchmal und manchmal eben nicht. Weshalb? Weil man sie an einer anderen Stelle hätte auslesen müssen und die Werte an dieser Stelle nur ein Zwischenergenis liefern.
Ich hoffe, dass ich mit diesen Worten Dir klargemacht habe wo das heutige Problem mit den Quantencomputer liegt und dass derzeit es sehr wohl primär technische Probleme sind.

Bei relationalen Datenbanken (übrigens es gibt/gab sehr wohl auch ein "hirarchische Datenbankmodell" -IMS/DB der Firma IBM) hingegen ist die Schnittstelle(n) eindeutig definiert. Und die Entwicklung zur Objektdatenbank ist sehr wohl ein zusätzlicher Schritt in die (richtige) Richtung. Wo eben einem Objekt verschiedene zusätzliche Eigenschaften durch "Kapselung" angeheftet werden können. Grundsätzlich sind jedoch die Speicherung der Daten in diversen Tabellen gleichgeblieben. Aber um den Speicherort (ob als im Hirn oder "ausgelagter") geht es eben nicht, sondern wie ich zu den von mir gewünschten Daten gelange!
Und da sind eben die sog. "Expertensysteme" hilfreich. Diese wählen nach bestimmen Alogerismen Informationen aus und führen sie zu EINER Auswertung zusammen. Ebenso gibt es bei uns (in der Verwaltung) nun ein Projekt in dem anonymisierte Datenbestände in einer ganz bestimmten Form zur Verfügung gestellt werden sollen, die dann andere Programmierer als "Apps" auswerten können sollen. Natürlich kann man alle Auswertungen mit SQL bekommen, aber wer versteht das schon aus der Hüfte heraus. Und daher gibt es eben die schönen Bildchen.... und SAP-Techniker sind eines der bestbezahltesten Programmierer die es gibt...
Ich bin zwar jetzt auch abgeschweift, aber ich denke, die Zusammenhänge werden dadurch klarer (O-Ton Rico, "alles hängt zusammen").
Ich vertrete die Auffassung, dass Quantencomputer nicht irgendwie zu denken anfangen.
Stimmt, wenn man ein "ausgelagertes Bewußtsein" postuliert, geht es auch gar nicht anders. Das was wir sehen/erkennen/denken/fühlen.... ist immer nur die "Auswertungen" irgendeines Expertensystems....

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 17.03.2015 09:26

nochmal zum Quantencomputer

@Justin

Das Problem des Quantencomputer sind weniger seine Möglichkeiten, sondern eher das Auslesen der Daten. Das Ergebnis ist bei den derzeitigen Versuchen eher zufallslastig.
Mir ist nicht ganz klar was Du mit auslesen meinst? Ich gehe aber mal nicht von technischen Schwierigkeiten aus.
Um Daten aus Datennetzen auszulesen, selbst wenn dieser einfachster 1/0-Struktur sind, bedarf es eines höheren Verständnisses der Materie. Ich behaupte mal frech, der theoretisch/praktische Unterbau ist hierfür noch gar nicht verhanden. Gottseidank möchte ich meinen, sonst hätte wir die totale Totalüberwachung. Wenn der NSA sich riesige Gebäude baut, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass sie gerade an ihrer eigenen Inkompetenz scheitern. Was nützen riesige Datenmengen, wenn diese nicht strukturiert und auslesbar sind. Oder ebend nur mit enormen Rechenaufwand und der Holzhammermethode. Bill Gates wird das Zitat zugeschrieben, mehr als 64k Hauptspeicher (MS-DOS) braucht kein Mensch. Und der Mann hatte recht! Mit 64K läßt sich bereits eine Menge veranstalten. Es ist die Ironie, dass gerade Gates mit Windows 3.0 ein System auf den Markt geschmissen hat, was im Grunde nichts konnte, außer bunt zu sein und Rechenleistung gefressen hat. Nun gut, man konnte Bildchen anschauen und Texte schreiben. Mit der objektorientierten Programmierung kam dann zu einem Produktvitätsgewinn in der Softwareerstellung um den Faktor 100. Vielleicht beträgt der Faktor heute sogar 1.000. Auf diese Weise kann man schnell was zusammenschustern und das wird auch ausgiebig getan. Mit Rechenleistungen und massig Speicher täuscht man sich hinweg, dass in den letzten 20 Jahren an den wirklichen Grundlagen nicht gearbeitet wurde. Der letzte Knüller war die AS/400 System i von 1986, was wiederum auf DB2 von 1970 basiert. Hierfür haben sich in den 60iger 10.000 fleißige IBM-Ingenieur den Kopf zerbrochen. Das gleiche betrifft den Bereich der DBS/DBMS, wo der Ofen seit 1989 aus ist, mit dem MSSQL-Server von Sybase/Microsoft. Danach kommt nur noch heiße Luft. Der ganze objektorientierte Datenbankquatsch hat alles nur noch verschlimmert. Der letzte Lichtblick war XML, aber auch das wurde versaut. Heute taugt es allenfalls zur Speicherung von Word-Dokumenten. Microsoft hat gigantische Projekte angeschoben umd dem Datenwirrwar Herr zu werden, welche dann regelmäßig in der Versenkung verschwunden sind und sich allesfalls in PowerPoint gut gemacht haben.
Und hierbei handelt es sich nur um das Handling von relationalen Datenbanken. Das Problem von Netzwerkstrukturen wurde dabei noch nicht mal angekratzt, obwohl es als böser Geist hinter jeder Anwendung schwebt.
Relationale Datenbank lassen sich grundsätzlich mit SQL prima bearbeiten, aber schon daran scheitert es. Das führt dann zu solchen Missgeburten wie SAP. Wo das Problem liegt kann jeder ausprobieren. Man probiere mal eine normaliserte Datenbankstruktur für unser schönes Bundesland/Postleitzahl/Stadt/Straßen-System zu erstellen und das vernünftig auf den Bildschirm zu bringen. Aber Vorsicht, es gibt keine klare Hierachie, was im Grunde auf eine Netzsystem erfordert. Aber eine vernünftige Struktur braucht heutzutage keiner, wir haben ja Rechenleistung.
Was ich damit sagen will, in Punkto Datenhaltung bewegen wir uns immer noch auf dem Niveau der 60iger/70iger/80iger Jahre. Heute tragen die Leute ihre Supercomputer in der Hosentasche und was machen sie, sie schreiben sinnlosen Quatsch und schauen sich bunte Bilder an. Das nenne ich mal ein Innovation.

Aber ich bin abgeschweift.

Ich vertrete die Auffassung, dass Quantencomputer nicht irgendwie zu denken anfangen. Das hat man von den Röhrenrechnern auch mal gedacht. Das ist völliger Blödsinn. Quantencomputer sind nur viel schneller. An den grundsätzlichen Problemen der Datenhaltung kommen auch Quantencomputer nicht vorbei.

Wie Du selbst sagts, das Problem ist das Auslesen von Daten. Ja irgendwas kann man immer auslesen. Allerdings gibt es eine Interaktionsschnittstelle. Die Daten müssen so ausgelesen werden, dass Aggregate an der Schnittstelle eine Sinn ergeben. Das ist das Problem.

Antworten

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Evolution

von 1Alexander am 17.03.2015 08:11

@Justin

Und das Prinzip menschliche Hirne upzuloaden geht von der Vorstellung aus, dass es keinen Unterschied zwischen Hardware und Software gäbe. Eine derzeitige Hardware würde nämlich von der Datenmenge schlicht und einfach damit überfordert sein.
Gut, das war dann eine etwas unglückliche Formulierung. Es dürfte aber ein Tatsache sein, dass Medien eine große Rolle spielen.
Marshall McLuhan, Das Medium ist die Massage, Propaganda: Die Kunst der Public Relations
und das Buch was mich vom fernsehen abbrachte: Illusion und Manipulation: Die Wirkung von Film und Fernsehen auf Individuum und Gesellschaft. Das Unterbewußtsein macht keinen großen Unterschied zwischen einem Film und tatsächlichem Geschehen.
Leute akzeptieren Dinge, welche sie normalerweise ablehnen würden, wenn sie durch Medien bereits daran gewöhnt wurden.
Es wäre völlig naiv anzunehmen, dass diese Mechanismen nicht ausgenutzt werden. Hollywood mischt dabei ganz vorne mit.
Gesellschaftliche Entwicklungen werden in Filmen schon mal vorweggenommen und keineswegs nur aus visionären Motiven.

Manche Theoretiker meinen ja ohnedies, dass das Gehirn nur ein jeweils besserer oder schlechterer Empfänger/Sender für einen übergeordneten BewußtseinCubus sei.
Das ist eine durchaus berechtigte Sichtweise. Ich tendiere ebenso zu einer solchen Ansicht.

Antworten

wl01

67, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Evolution

von wl01 am 17.03.2015 06:39

@Alexander

Interessanter Artikel aus der Computersteinzeit (1998).
Aber...
Manche ... waren blind, anderen fehlte ein Bein oder ein Arm. Da gingen ihre Schöpfer stillschweigend hin und bauten Sicherungen ein gegen die schwersten Mutationen.
...genau das sind diese im genetischen Code möglicherweise vorhandene Maßnahmen (ich bezeichne sie als Negativinput), die eben zukünftige Negativmutationen ausschließt!

Das Hollywood entsprechendes Gedankengut vorsorglich schon mal in die Hirne uploadet ist offensichtlich: Chappie
Also das Thema "Evolution" besser getroffen hat m.A. der Film Nummer 5 lebt!

Und das Prinzip menschliche Hirne upzuloaden geht von der Vorstellung aus, dass es keinen Unterschied zwischen Hardware und Software gäbe. Eine derzeitige Hardware würde nämlich von der Datenmenge schlicht und einfach damit überfordert sein.

Manche Theoretiker meinen ja ohnedies, dass das Gehirn nur ein jeweils besserer oder schlechterer Empfänger/Sender für einen übergeordneten BewußtseinCubus sei.

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  ...  8  |  9  |  10  |  11  |  12  ...  13  |  »  |  Letzte

« zurück zum Forum