Die Geschichte der Physik – Von Thales bis Cern

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Norman
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Die Geschichte der Physik – Von Thales bis Cern

von Norman am 29.11.2012 18:18

Das meiste von dem was ich hier aufführe werdet ihr sicherlich schon wissen, da es mit zur Allgemeinbildung gehört und wir alle eine Schule besucht haben. Dennoch kann man sich einen viel besseren Überblick verschaffen, wenn man die Ereignisse chronologisch sortiert. Dadurch ergeben sich mitunter ganz neue Sichtweisen.

Wie man an dieser Aufstellung sieht, sind viele aktuelle Theorien der Physik nicht die Resultate von Beobachtungen, sondern vielmehr die Konstruktionen von Gedankenexperimenten. Des weiteren fällt auf, dass die Blütezeit der Physiker um das Jahr 1990 ist. Die Physiker wetteiferten mit ihren Erfindungen, und bringen den technischen Fortschritt enorm weiter. Einhundert Jahre später scheinen Physiker in der Technik nur noch eine untergeordnete Stellung zu haben. Der Fortschritt der letzten Jahrzehnte ist fast ausschließlich den Ingenieuren zu verdanken. Es scheint fast so, als ob die Physik in einer Sackgasse steckt. Daher ist die Liste wieder in den letzten Jahrzehnten recht leer. Damit es nicht ganz so leer ausschaut, habe ich ein paar technische Entwicklungen mit aufgeführt, welche aus den Erfindungen der Physiker des 19. Jahrhunderts folgten (z.B. wurden Teilchenbeschleuniger entwickelt, um in der Kernenergie zu forschen. Obwohl diese sich als recht nutzlos erwiesen, werden sie immer noch weiterentwickelt.)

Von einem heutigen Physiker wird erwartet, dass er eine Theorie aufstellt und diese dann mit Beobachtungen überprüft. Hierin liegt die psychologische Gefahr, dass der Physiker nur das sieht was seine Theorie bestätigt. Oder er erfindet Phänomene um seine Theorie aufrecht zu erhalten.
Ich vertrete die Meinung, dass man unvoreingenommen beobachten soll, und anhand dieser Beobachtungen eine Theorie aufstellt.

Um die Zeittafel aufzuwerten habe ich Links von Videos mit reingestellt. Es handelt sich dabei um Videos der Sendereihe „Meilenstein der Naturwissenschaft und Technik". Diese bringen in 15 Minuten kurz und knapp alles zum Thema auf den Punkt. Oft werden auch andere Teilbereiche mit angeschnitten die sich mit dieser Zeittafel decken und es gibt eine Menge Hintergrundinformationen. Damit lassen sich die Gedankengänge der Physiker besser nachvollziehen. In einer dieser Folgen stellen sie fest, dass Teilchenbeschleuniger kostspielig sind und aus der Sicht eines Nichtphysiker recht sinnlos erscheinen. Dann bringen sie ein paar Beispiele an, welche Errungenschaften vom Teilchenbeschleuniger angeblich ausgegangen sind. Wenn ihr diesen Beitrag und die Videos durch habt, dann werdet ihr auch wissen, dass all diese Beispiele völlig unabhängig vom Teilchenbeschleuniger entwickelt worden sind.

Der Schwerpunkt dieses Beitrags bezieht sich auf den Elektromagnetismus, jedoch habe ich auch einige andere Bereiche mit aufgenommen, welche diese Forschungen meiner Meinung nach auch stark beeinflusst haben. Auch habe ich Theorien und Ereignisse mit aufgenommen, welche die Forschung auf diesem Gebiet behindert haben.

Ich habe alles mit Sorgfalt zusammen gestellt, jedoch sind bei der Menge der Daten auch gewisse Fehlerwahrscheinlichkeiten vorhanden. Sollte ihr irgendeinen groben Fehler entdecken oder ein wichtiges Ereignis vermissen, so lasst es mich wissen.

Mein Eindruck, dass der Buchdruck den Hauptteil an der Entwicklung der Renaissance beigetragen hat, hat sich mit diesem Beitrag weiter gefestigt.

Wann eine Abtrennung der Physik von der Religion zum ersten Mal stattfand, lässt sich nicht mehr sagen. Von den frühen Kulturen sind nur wenige Schriften erhalten, wenn überhaupt. Das es schon Kulturen vor der Griechischen gab, welche auch schon ein geozentrisches oder gar ein heliozentrisches Weltbild vertraten ist nicht ausgeschlossen.
Mit ziemlicher Sicherheit kann man sagen, dass die griechischen Naturphilosophen im Gegensatz zur ursprünglich irrationalen göttlichen Verehrung der Welt einen rationalen Erklärungsversuch suchten.

Die Physik geht einher mit der Technik, ich habe oft den Eindruck, dass viele gar nicht wissen, welche technischen Errungenschaften schon sehr alte Kulturen vorbrachten. Antike Bauwerke sind Zeugnisse, welche belegen, dass schon ein solides Wissen von Statik und Mathematik vorhanden war. Doch auch die Waffen sprechen für sich. Die Griechen benutzten Legenden zufolge bereits gebündeltes Licht um feindlich Schiffe in Brand zu stecken. Die Chinesen kannten schon vor über 2000 Jahren Methoden Metall zu galvanisieren, welche aber wieder verloren gingen. In Bagdad fanden Archäologen Tongefäße, welche als Batterien gedient haben könnten. Auch Ägyptische Fresken geben Rätzel auf. Ob und was die Menschen jener Zeit über Elektrizität wussten, ist nicht bekannt. Eine Möglichkeit wäre, dass elektrische Phänomene bei religiösen Ritualen genutzt wurden. Für eine praktische Anwendung von Elektrizität in der Antike fand man bis jetzt noch keine Beweise.

Antike.jpg

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Fragmente des Mechanismus von Antikythera

4000 Jahre v. Z. werden schon Zahlsymbole verwendet

2000 Jahre v. Z. in Babylon und Ägypten werden bereits Sonnen- und Mondkalender entwickelt beide kannten bereits schon vollständige Zahlensysteme.

1000 Jahre v. Z. arabische Zahlen ermöglichen schriftliches Rechnen

7. Jahrhundert v. Z. Thales von Milet begründet wissenschaftlicher Naturbetrachtung. Phänomene unserer Umwelt versuchte Thales als einer der ersten mit der Wechselwirkung von Materie, die bestimmten Naturgesetzen gehorcht, zu erklären. Er war vielleicht der erste Mensch, welcher eine Sonnenfinsternis voraus sagte.
Hesiod beschreibt die Erde als eine gewölbte Scheibe. Er beschreibt auch praktische Anwendungen der Astronomie bei der Navigation und in der Landwirtschaft.


6. Jahrhundert v. Z. Anaximander von Milet nimmt an, dass die Erde aus dem Wasser empor steigt. Von Anaximander ist auch eine Karte überliefert, auf der die damals bekannte Welt dargestellt ist. Im Zentrum dieser Karte liegt der Olymp.
Anaximenes von Milet schließt, dass der Ursprung alles Seins die Luft ist. Er stellt sich die Erde als flache Platte vor, die von der Luft getragen wird. Anaximenes behauptet als erster, dass der Mond sein Licht von der Sonne erhält.
Pythagoras erstellte nicht nur den Satz für das rechtwinklige Dreieck, er war auch einer der ersten, welcher die Erde nicht ins Zentrum der Welt stellte. Die Erde umkreiste ihm zufolge eine kosmisches Feuer, welches die anderen Planeten einschließlich der Sonne ebenfalls umkreisten.

5. Jahrhundert v. Z. Anaxagoras von Klazomenai stellt die These auf, dass die Sonne eine glühende Gesteinsmasse ist.

4. Jahrhundert v. Z. Demokrit stellt die Theorie auf, dass die Welt aus kleinen nicht teilbaren Objekten zusammengesetzt ist. Auch Atome genannt. Demokrit war auch einer der ersten die vermuteten, dass das Band der Milchstraße aus Zahllosen Sternen besteht, welche zu weit weg sind, als das man sie mit bloßen Augen sehen kann.
Im gleichen Jahrhundert stellt Aristoteles die These auf, dass alles in der Welt aus 4 Elementen zusammen gesetzt ist. (Erde, Feuer, Wasser, Luft) Wenn man den Gedanken auf die Aggregatszustände überträgt, waren seine Gedanken durchaus weitsichtig. (Erde = fest, Wasser = flüssig, Luft = gasförmig und Feuer ist ein Plasma). Aristoteles vertrat auch das Geozentrische Weltbild.

3. Jahrhundert v. Z. stehlt Aristarchos von Samos die Theorie auf, dass die Erde um die Sonne dreht. Außerdem berechnet er den Erdumfang und die Entfernung zwischen Erde und Sonne. Auch wenn seine Berechnungen nicht immer korrekt waren, ist dies schon eine immense Leistung.

2. Jahrhundert v. Z. Eratosthenes berechnet den Erdumfang auf 39.690 km. (Der tatsächliche Erdumfang beträgt im Mittel 40030 km.)
Hipparchos war einer der bedeutendsten Astronomen der Antike. Ihm wird die Erfindung des Astrolabiums zugeschrieben.
Claudius Ptolemäus liefert mathematische Berechnungen zum Geozentrischen Weltbild, welches nach ihm benannt wird. Dieses Weltbild sollte bis ins 1600 Jahrhundert bestehen bleiben.
Seleukos von Seleukia verteidigt das heliozentrische Weltbild und stellt die These auf, dass die Gezeiten durch den Mond verursacht werden.

Wahrscheinlich haben Chinesen schon vor 2000 Jahren Kompassnadeln zur Navigation benutzt. Zu jener Zeit gibt es in China schon Aufzeichnungen, welche die chinesische astronomische Geschichte bis in das 3. Jahrtausend vor u. Z. beschreiben. Der erste bekannte Sternkatalog mit 800 Sternen wurde in China um 350 v. Z. von Shih Shen erschaffen.

380 wurde von dem christlichen Kaiser Theodosius I. das „Dreikaiseredikt" verabschiedet. Von nun an war es in den katholisch kontrollierten Gebieten verboten Kritik an der Bibel zu üben, oder Thesen zu vertreten die in Widerspruch zu dieser lagen. Es kam in vielen Teilen des Mittelmehrraumes zu Verfolgungen und teilweise wurden auch nicht christliche Bibliotheken verbrannt. So ist viel Wissen aus der Antike für immer verloren gegangen.
Im Jahr 416 wurde die Mathematikerin, Astronomin und Philosophin Hypatia als Ketzerin ermordet. Viele weitere Menschen sollten ihr folgen. In den nächsten 1000 Jahren tat sich nicht allzu viel bei der Erforschung des Elektromagnetismus und der Astronomie.
Christliche Historiker versuchen auch heute noch die Verbrechen von Theodosius herunter zu spielen.

500 Jahrhundert Zu Chongzhi berechnet die Präzessionsperiode der Erdachse, das Umlaufverhältnis von Erde und Mond und die Umlaufzeit des Jupiters.

600 – 800 In Indien entsteht das dezimale Zahlensystem

1000 Heron von Alexandria entwirft eine Programmwalze

1054 Chinesische Astronomen beobachten eine Supernova aus welcher wahrscheinlich der Crab Nebel hervorging.

1272 Nasir ad-Din at-Tusi veröffentlicht sein Werk „Zij-Ilkhani", welches die Position der Sterne und Planeten beschreibt. Das Werk war eine der Quellen der späteren Arbeiten von Nikolaus Kopernikus.

1371 Ibn asch-Schatir führt die Einteilung des Tages in über das ganze Jahr gleiche Stunden ein

1451 beobachtet Johann Müller aus Königsberg Kometen, Konjunktionen von Planeten und Finsternisse, um die Genauigkeit der astronomischen Tafelwerke zu überprüfen.

1455 Einführung des Buchdrucks.

Johannes Gutenberg und der Buchdruck 

1499 Wiederentdeckung Amerikas durch Kolumbus. Heute weiß man, dass die Wikinger schon 500 Jahre zuvor Expeditionen entlang der Amerikanischen Küste machten. Es gibt auch Hinweise, dass die Chinesen knapp hundert Jahre zuvor Expeditionen bis an die amerikanische Westküste schafften.

1543 Nikolaus Kopernikus begründet das heliozentrische Weltbild mit der Veröffentlichung seines Werkes "Über die Umläufe der Himmelskörper"

Das Weltbild des Nikolaus Kopernikus

1585 entwickelte Brahe die Theorie des »Tychonischen Weltsystems« und verteidigte damit das „Geozentische Weltbild".

1590 Zacharias Janssen erfindet das Mikroskop

1594 Johannes Kepler verbessert das Weltbild des Kopernikus in dem er von elliptischen Planetenbahnen ausgeht.

1600 Giordano Bruno, welcher auch die These von der Unendlichkeit des Weltalls aufstellte und behauptete dass um andere Sterne Planeten kreisen könnten, wurde am 17. Februar auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Damit er nicht noch vor seinem Tod zu dem gemeinen Volk sprechen konnte, wurde ihm Gerüchte zu folge die Zunge zugebunden.

1600 William Gilbert veröffentlicht sein Werk „Über den Magneten, Magnetische Körper und den großen Magneten Erde".

1600 Galileo Galilei erkennt das Trägheitsgesetz

1608 Hans Lippershey erfindet das holländische Fernrohr.

1609 Johannes Kepler veröffentlicht sein Werk "Astronomia nova" und ersten beiden "keplerschen" Gesetze.

1610 veröffentlicht Calileo Galilei sein Werk „Sidereus Nuncius", darin beschreibt er u.a. seine Beobachtungen der Jupitermonde und dass die Milchstraße aus unzähligen Sternen besteht. Die Kichre zwingt ihn seine Beobachtungen zu widerrufen und setzt ihn unter Hausarest.

Galileo Galilei - Die Erforschung der Milchstraße

1621 William Oughtred gestaltet den logarithmischen Rechenschieber

1621 Willebrord Snell erklärt sein Brechungsgesetz

1637 René Descartes verfasst die Theorie der Lichtbrechung und erklärt den Regenbogens

1640 Marin Mersenne und Pierre Gassendi ermitteln die Schallgeschwindigkeit in Luft.

1644 John Lightfoot behauptet anhand von biblischen Berechnungen, dass die Erde am 23. Oktober 4004 vor unserer Zeitrechnung geschaffen wurde. Es gibt tatsächlich auch heute noch Physiker die diese Behauptung ernst nehmen.

1653 Blaise Pascal veröffentlicht seine Abhandlungen über das Gleichgewicht der Flüssigkeiten und das Gewicht der Luftmasse.

Blaise Pascal und der Druck

1656 Christian Huygens baut die erste hochgenaue Pendeluhr

1665 Robert Hooke deutet Licht als Wellenbewegung

1668 Robert Hooke untersucht den Schmelz- und Siedepunkte von Stoffen

1673 Christiaan Huygens formuliert Energieerhaltungssatz für mechanische Vorgänge

1675 Ole Romer nutzt die Bahnmechanik der Jupitermonde, um die Geschwindigkeit des Lichts abzuschätzen

1679 Leibniz entwickelte das duale Zahlensystem mit " 0 " und " 1 "

1687 veröffentlicht Isaac Newton sein Werk „Mathematische Prinzipien der Naturphilosophie". Er stellt das Gravitationsgesetz auf, und hält die Gravitation für eine eigenständige Kraft. Auch Edmund Halley´s Beitrag zu diesem Werkt ist nicht zu verachten.

Isaac Newton und die Gravitation 

1704 Isaac Newton stellt die These auf, dass das Licht aus Teilchen besteht.

1709 Daniel Gabriel Fahrenheit führt das Quecksilber-Thermometer ein.

1712 Thomas Newcomen baut die erste funktionsfähige Dampfmaschine.

1716 Edmond Halley erkennt den Zusammenhang zwischen Polarlichtern und Erdmagnetismus.

1729 Stephen Gray prägt die Begriffe "Leiter" und "Nichtleiter" in der Elektronik

1738 veröffentlicht Daniel Bernoulli sein Werk Hydrodynamica.

Daniel Bernoulli und die Hydrodynamik

1752 Benjamin Franklin entdeckt, dass beim Blitz elektrische Ladungen durch die Luft fließen

1755 Immanuel Kant veröffentlicht sein Werk „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels" in dem der die Theorie aufstellt, dass die Sonne und die Planeten aus einer Staubwolke entstanden sind und das die Milchstraße eine Scheibe aus unzähligen Sternen sei.

1767 Joseph Priestley baut Elektrisiermaschine, bei der durch Reibung Funken entstehen.

1774 Philipp Matthäus Hahn entwickelt eine Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten

1776 Pierre Simon de Laplace beschreibt das Prinzip der Kausalität

1778 Wolfgang von Kempelen baut eine Sprechmaschine zur Nachahmung der menschlichen Stimme

1779 Georg Christoph Lichtenberg führt die Bezeichnungen "positive" und "negative" Elektrizität ein.

1780 entdeckt Luigi Galvani bei Experimenten mit Froschenkeln, dass es zu Muskelkontraktion kommt, wenn man diese unter Strom setzt.

1781 erste Bergwetterstation in Bayern.

1783 John Michell (im Rahmen der Newtonschen Theorie) erste dokumentierte Spekulation über kompakte Objekte, die selbst das Licht vollständig anziehen.

1783 erster Ballonflug in Paris mit Jean-François Pilâtre de Rozier und der Gardeoffizier François d'Arlandes

Die Brüder Montgolfier und der Heißluftballon

1785 Wilhelm Herschel veröffentlicht eine Sternenkarte, wonach die Sonne sich im Zentrum der Milchstraße befindet.

1796 Pierre Simon Laplace veröffentlicht seine Nebularhypothese.

De Laplace und die Entstehung der Erde

1798 Benjamin Thompson führt Experimente mit Kanonen durch, um seine Wärmelehre zu bestätigen. Er geht davon aus, dass Wärme durch die Bewegung kleinster Teile entsteht.

1798 Pierre Simon de Laplace stellt Theorie von Schwarzen Löchern auf.

1798 Henry Cavendish misst die Gravitationskonstante und bestimmt die Masse der Erde

1801 Thomas Young zeigt die Wellennatur des Lichtes und das Prinzip der Interferenz

1800 Graf Alessandro Volta baut die nachweislich erste funktionierende Batterie.

Alessandro Volta und die Batterie

1803 John Dalton veröffentlicht eine Tabelle relativen Atomgewichten.

1809 François Jean Arago entdeckt, dass Eisen magnetisch wird, wenn es innerhalb von stromdurchflossenen Leitern liegt.

1811 schickte Samuel Thomas Soemmering elektrische Signale durch einen mit Kautschuk isolierten Draht, welcher bei München durch die Isar verlegt worden war.

1813 Humphry Davy erfindet den Kohlelichtbogen, welcher später die Grundlage des Lichtbogensenders wird

1814 Joseph Fraunhofer entdeckt die neue Spektrallinien im Licht der Sonne.

Joseph Fraunhofer und die Spektrallinien 

1819 Hans Oersted gelang es eine Kompassnadel mittels Strom abzulenken.

1820 Georg Simon Ohm entdeckt den elektrischen Wiederstand.

Georg Simon Ohm und der elektrische Widerstand

1820 André-Marie Ampère stellt bei Experimenten fest, dass ein Stromfluss auch ein magnetisches Feld erzeugt. Da er ein und dasselbe Prinzip hinter Elektrizität und Magnetismus vermutet, prägt er den Begriff Elektromagnetismus.

André-Marie Ampère und der Elektromagnetismus

1821 Michael Faraday baut den ersten Elektromotor. Faraday entdeckt auch die magnetischen Kraftlinien mittels Eisenspäne, bei welchen es sich meiner Meinung nach um stehende Wellen handelt.

Michael Faraday Strom aus Magneten 

1823 Der schwedische Chemiker Jöns Jakob Berzelius entdeckt das Silizium

1832 William Sturgeon erfindet den Elektromagneten

1824 veröffentlicht Nicolas Léonard Sadi Carnot sein Werk „Phänomen der Erzeugung von Bewegung durch Bewegung von Wärme"

1831 Faraday baut den ersten Stromgenerator.

1832 Carl Friedrich Gauß erfand mit Wilhelm Eduard Weber das Mangometer.

Carl Friedrich Gauß und der Erdmagnetismus 

1832 baut Alexander von Humboldt mit Gauß und Weber weltweites Netz zur Beobachtung des Magnetfeldes der Erde auf.

1832 bau der ersten Telegrafen Anlage in Göttingen.

1832 Hippolyte Pixii baut den ersten Wechselstromgenerator

1835 Samuel Finley Breese Morse erfindet den Schreibtelegraf

1835 Jean Baptiste Biot entdeckt die Polarisationsebene des Lichtes.

1835 Gaspard Gustave de Coriolis beschreibt die Corioliskraft.

Gaspard de Coriolos und die Ablenkung der Massen 

1839 William Grove entwickelte die Calvanische Gasbatterie dem Vorläufer der Brennstoffzelle. Diese verlor dann wieder an Bedeutung, ist aber inzwischen wieder Teil der modernen Forschung.

William Robert Grove und die Brennstoffzelle

1839 Gauß veröffentlicht sein Werk „Atlas des Erdmagnetismus. Nach den Elementen der Theorie entworfen"

1841 James Prescott Joule erbringt den Nachweis das die Wärmeentwicklung bei Stromflüssen mit dem elektrischen Widerstand ansteigt. Joule entwickelt Berechnungen zur mechanischen Energie.

Die Entdeckung der Energie


1842 Werner von Siemens bekommt sein erstes Patent auf die galvanische Vergoldung von Essbestecken.

1844 Die offizielle Telegrafenlinie zwischen Baltimore und Washington, von Samuel Morse und Alfred Vail gebaut.

1845 Gustav Robert Kirchhoff stellt sein Strahlungsgesetz auf. Sie beschreiben den Zusammenhang zwischen mehreren elektrischen Strömen und zwischen mehreren elektrischen Spannungen in elektrischen Netzwerken.

1847 Hermann von Helmholtz formuliert den Energieerhaltungssatz.

1848 formuliert William Thomson die drei Sätze der Thermodynamik. Später wird er zum Lord Kelvin geadelt.

1849 Johann von Lamont veröffentlicht sein Werk „Handbuch des Erdmagnetismus", darin vertritt er die Theorie, dass die Schwankungen im Erdmagnetfeld durch die Sonnenflecken verursacht werden.

1850 wurde zwischen Dover und Cap Gris-Nez bei Calais das erste Seekabel verlegt.

1851 Jean Bernard Léon Foucault demonstriert die Erdrotation mit einem Pendel

Das Foucault'sche Pendel

1855 Edouard Léon Scott de Martinville konstruierte einen Phon-Autographe

1958 erstes Seekabel zwischen Europa und Amerika erwies sich als unbrauchbar.

1860 Antonio Meucci entwickelt in den USA ein Telefongerät

1861 Philipp Johann Reis führt in Frankfurt am Main ein Gerät vor, welches er Telefon nennt

1865 James Clerc Maxwell beschreibt in die elektrischen Vorgänge mathematisch und die Wellentheorie

1866 Werner von Siemens entdeckt das Dynamoelektrische Prinzip (Stromerzeugung aus bewegten Magnetfeldern).

Die dynamoelektrische Maschine von Werner von Siemens

1866 konnte ein Seekabel verlegt werden, das langfristig die Telegrafenverbindung zwischen Amerika und Europa sicherstellte.

1869 Dimirij Mendelejew und Lothar Meyer stellten unabhängig voneinander das Periodensystem der Elemente auf.

das Periodensystem der Elemente 

1874 Karl Ferdinand Braun entdeckt den Gleichrichtereffekt bei Halbleitern, woraus er später den Kristalldetektor entwickelte.

1876 Alexander Graham Bell baut das erste praktisch verwendbare Telefon.

Das Telephon von Alexander G. Bell

1877 Thomas Alva Edison gelingt zum ersten Mal eine Tonaufzeichnung auf einer mit Stanniol bespannten Stahlwalze

1879 Thomas A. Edison entwickelt die erste kommerzielle Glühlampe.

Die Glühlampe von Thomas A. Edison 

1881 findet in Paris der erste elektrische Weltkongress statt. Es wurden einheitliche Bezeichnungen für die elektrischen Einheiten eingeführt, welche nach Wissenschaftlern auf jenem Gebiet benannt wurden. (z.B. Volt, Amper, Ohm)

1881 Bau der ersten elektrischen Straßenbahn durch Siemens.

1881 Albert Abraham Michelson misst, dass die Lichtgeschwindigkeit scheinbar unabhängig von der Erdbewegung ist.

1882 Thomas A. Edison lässt in New York die erste elektrische Zentralstation bauen.

1882 erste Versuche mit Überlandleitungen bei Gleichstromfernübertragung zwischen Miesbach-München

1883 Nikola Tesla baut in Straßburg seinen ersten Wechselmotor (Induktionsmotor)

1884 stellt George Johnstone Stoney die Theorie er Elektronen auf.

1886 Heinrich Hertz gelingt in einem Experiment in Karlsruhe die Übertragung elektromagnetischer Wellen von einem Sender zu einem Empfänger

Heinrich Hertz und die elektromagnetischen Welle

1887 Nicola Tesla entwickelt den mehrphasigen Wechselstrominduktionsmotor.

Tesla Teil 1

Tesla Teil 2

Tesla Teil 3

Tesla Teil 4

Tesla Teil 5

1887 Emil Berliner baut ein ein Grammophon

1887 Albert Michelson und Edward Morley können nicht die vorausgesagte Ätherbewegung des Lichtes messen.

1889 veröffentlicht Otto Lilienthal sein Werk „Der Vogelflug als Grundlage der Flugkunst" 1891 testet er erfolgreich die ersten Fluggleiter.

1889 Herman Hollerith meldet ein Patent für die Verarbeitung von Lochkarten an und begründet so die maschinelle Datenverarbeitung.

1889 Théodore Puskas installiert in Budapest den ersten Telefonrundspruch bei dem zu bestimmten Zeiten Nachrichten und Musik gesendet wird.

1890 Otto Wiener weist stehende Lichtwellen nach.

1891 Oskar von Miller stellte auf der Internationalen elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main eine Übertragungsanlage für Drehstrom vor, welche auf den Ideen Nikola Tesla beruhten.

1892 Desider Korda erhält das deutsche Patent für den Drehkondensator.

1894 Guglielmo Marconi baut die erste drahtlose Funkstrecke der Welt - ganze neun Meter lang

Guglielmo Marconi und die drahtlose Telegraphie

1895 Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die nach ihm benannten Röntgenstrahlen.

Die Röntgenstrahlen

1895 Carl von Linde entwickelt ein Verfahren mit dem man Gase verflüssigen kann.

1895 Alexander Stepanowitsch Popow baut ein Gewitterwarngerät. Einen Tag später sendete er Signale die man acht Kilometer entfernt empfangen konnte. Daher feierte man den 7. Mai als Tag des Radios in der Sowjetunion.

1896 Inspiriert durch Röntgens Enddeckung entdeckt Antoine Becquerel eine unbekannte Strahlung durch Schwärzung von photographischen Platten.

1896 Alexander Popow gelingt die drahtlose Übertragung der in Morseschrift kodierten Worte "Heinrich Hertz" über eine Entfernung von 250 m

1896 das Kraftwerk bei den Niagarafällen wird mit Tesla´s Wechselstromgeratoren betrieben.

1897 Karl Ferdinand Braun entwickelt die Kathodenstrahlröhre.

Karl Ferdinand Braun und die Kathodenstrahlröhre

1897 Guglielmo Marconi erhält die Patente für das Radio. Nikola Tesla wirft ihm Patentdiebstahl vor. Es kommt zwischen beiden zu einem langen Rechtsstreit. Erst 1943 wenige Monate nach Tesla´s Tod, beschließt der Oberste US-Gerichtshof, dass Tesla und nicht Marconi der Erfinder des Radio ist.

1897 glaubte Joseph John Thomson bei Untersuchung von Kathodenstrahlung den Beweis für die Existenz der Elektronen gefunden zu haben.

1898 Valdemar Poulsen meldet ein Patent für das "Telegraphon" an, dem Vorläufer des Tonbandes.

1898 Reginald Fessenden baut eine der ersten Hochfrequenzmaschinen, die 15 kHz erzeugt

1898 Tesla führt bei einer Ausstellung im Madison Square Garden ein ferngesteuertes Boot vor.

1899 Nikola Tesla entwickelt einen HF-Generator, der kontinuierlich eine bestimmte Frequenz erzeugen kann und experimentiert mit einem Verstärkungs-Sender in Colorado Springs mit einer Spannung von bis zu 12 Millionen Volt. Damit konnte er Radiosignale aus dem All empfangen, und Signale über 1000 km weit schicken. Als ein Gewitter über die Sendeanlage hinweg flog, konnte er stationäre Wellen messen. Tesla hielt dies für eine der bedeutendsten Beobachtungen in der Menschheitsgeschichte.

1899 Marconi überbrückt den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich

1900 Marie und Pierre Curie stellen auf der Pariser Weltausstellung ihr Forschungsergebnisse über die Radioaktivität vor.

Radioaktivität

1900 am 14. Dezember präsentiert Max Planck sein „Plancksches Strahlungsgesetz und Wirkungsquantum" und begründet damit die Quantenphysik.

Max Planck und die Quantenphysik

1900 Ferdinand Graf von Zeppelin unternimmt die erste Versuchsfahrt mit dem lenkbaren Luftschiff

1901 Eröffnung eines drahtlosen Wirtschaftsrundfunks auf Hawaii.

1901 Marconi sendet mit einer Hochfrequenzanlage nach Teslas Vorbild ein Signal über den Atlantik und stellt die erste internationale Funkverbindung her und kommt somit Tesla zuvor, der bereits an den Wardenclyffe-Turm arbeitet.

1902 Léon-Philippe Teisserenc de Bort und Richard Adolph Aßmann entdecken unabhängig voneinander, dass die Temperatur in der Atmosphäre nicht mehr kontinuierlich bei steigender Höhe absinkt, sondern eine Temperaturkonstanz aufweist und teilweise wieder ansteigt.

Teisserenc, Piccard und die Erdatmosphäre

1903 hebt eine Maschine der Gebrüder Wright aus eigener Kraft vom Boden ab und begründet damit die Flugzeugentwicklung.

Das Flugzeug der Gebrüder Wright

1903 Valdemar Poulsen konstruiert einen Lichtbogensender für ungedämpfte, kontinuierliche Schwingungen.

1904 Christian Hülsmeyer entwickelt das Telemobiloskop

1904 Erstes Erdwärmekraftwerk der Welt

1904 Da die Zahl der Sendestationen immer weiter zunahm , stellte der englische Postminister die drahtlose Telegraphie unter Lizenzpflicht

1905 Albert Einstein veröffentlicht seine spezielle Relativitätstheorie

Albert Einstein

1905 John Ambrose Fleming erhält in Großbritannien ein Patent auf die Röhrendiode, die er Kenotron nennt.

1906 Lee de Forest entwickelt die Dreielektrodenröhre

1906 Die erste Welt-Funkkonferenz tagt in Berlin

1908 Ferdinand Braun konstruiert eine Rahmenantenne und führt der Kristalldetektor ein.

1909 Der Nobelpreis für Physik wird Guglielmo Marconi und Ferdinand Braun zugesprochen für ihren Beitrag in der Funktechnik.

1910 Joseph John Thomson bestimmt Atommassen mittels Ablenkung ionisierter Atome durch elektrische und magnetische Felder

1911 Heike Kamerlingh Onnes entdeckt die Supraleitung.

Supraleiter

1911 Ernest Rutherford widerlegt das Atommodell von Thomson bei einem Streuversuch von Alphateilchen mit Goldfolie.

1912 Alfred Wegener hält er einen Vortrag über die Kontinentalbewegungen.

Alfred Wegener und die Plattentektonik

1913 Neues Atommodell von Nils Bohr. (Elektronen bewegen sich auf festgelegten Bahnen)

Das Atom John Dalton und Niels Bohr

1915 Harlow Shapley entdeckt andere Galaxien, denkt aber es seien Sternenhaufen am Rande unserer Galaxie. Auch stellt er die These auf, dass die Sonne um das Zentrum der Galaxie kreist.

1915 Arnold Sommerfeld bessert das Atommodell von Nils Bohr aus

1915 Albert Einstein veröffentlicht die allgemeine Relativitätstheorie.

1915 Marconi experimentiert mit Kurzen und Ultra-Kurzen-Wellen

1916 Schwarzschild-Lösung (Karl Schwarzschild) Einfaches statisches metrisches Element: M.

1917 Der Wardenclyffe-Turm wird gesprengt.

1918 Edwin Howard Armstrong erhält das deutsche Patent für den Superheterodyne

1921 Tesla meldet ein Patent für senkrecht startende Flugzeuge an.

1922 Alexander Friedmann stellt die Urknall-Theorie auf, wahrscheinlich inspiriert durch Einsteins Relativitätstheorie.

1923 Edwin Hubble kann andere Galaxien nachweisen.

Edwin Powell Hubble

1923 Hermann Oberth veröffentlicht sein Werk „Die Rakete zu den Planetenräumen"

1923 Vladimir Kosma Zworykin entwickelt Ikonoskop-Röhre für die elektronische Aufnahme von Bildern.

1924 Edward Victor Appleton weist die Existenz der Ionosphäre nach.

1926 Erwin Schrödinger stellt eine Wellengleichung auf. (Schrödinger-Gleichung) Es wird gemunkelt, dass Herr Schrödinger ein Tierquäler war, welcher keine Katzen mochte.

1926 Robert Goddard testet erfolgreich die erste Rakete mit Flüssigtreibstoff.

1927 Albert Abraham Michelson bestimmt die Lichtgeschwindigkeit auf 299798 km/s

1928 kommt der erste Fernsehapparat auf dem Markt.

Die Entwicklung des Fernsehens

1929 wird das erste Zyklotron (Teilchenbeschleuniger) von Ernest Lawrence in Berkeley gebaut.

1930 Paul Adrien Maurice Dirac stellt die These Antimaterie auf

1930 veröffentlichte Werner Heisenberg sein Werk „Physikalische Prinzipien der Quantentheorie". Heisenberg verbannte in Gedankenexperimenten den Äther aus der Physik, selbst Alber Einstein hielt eine solche Säuberung einer physikalischen Theorie für absurd. Er stellt auch die Theorie von Protonen und Neutronen auf.

1931 Tesla veröffentlicht Pläne für ein geothermisches Kraftwerk.

1931 Auguste Piccard erreicht als erster Mensch in einen Gasballon die Stratosphäre.

1932 Der erste komplette Rechner mit Lochkartensteuerung DEMOMAG D 11 wird zusammengebaut. Mit ihm können Kettenaufgaben mit immer wiederkehrenden Operationen ausgeführt werden

1932 Sydney Chapman leitet eine Verteilungsfunktion der Ionisation in der Ionosphäre unter der Annahme monochromatischer ionisierender Strahlung der Sonne ab.

1932 James Chadwick glaubt das Neutron entdeckt zu haben.

1933 Ernst Ruska erfindet das Elektronenmikroskop.

1933 Robert Jemison van de Graaff entwickelt den nach ihm benannten Bandgenerator zur Erzeugung hoher Spannungen

1933 Wolfgang Pauli schlägt die Existenz der Neutrinos vor, damit die Standarttheorie aufrecht erhalten werden kann.

1934 Marcus Laurence Elwin Oliphant stellt künstlich das Wasserstoffisotop Tritium her

1935 Albert Einstein, Boris Podolski und Nathan Rosen formulierten den EPR-Effekt. Einstein glaubt an eine spukhafte Fernwirkung.

1935 Robert Watson-Watt  konnte einen Bomber mittels einer Radaranlage aufspüren.

Radar- Robert Watson-Watt

1938 gelingt Otto Hahn die erste Kernspaltung.

Otto Hahn und die Kernspaltung

1938 Hans Albrecht Bethe und Carl Friedrich von Weizsäcker stellen Theorie der Kernfusion der Sonne auf

1939 Linus Pauling veröffentlicht sein Buch „Die Natur der chemischen Bindungen"

Vom Atom zu Molekül

1939 Igor Iwan Sikorsky baut den ersten flugtauglichen Hubschrauber.

1939 Edwin Howard Armstrong entwickelt die Frequenzmodulation für den Rundfunk

1941 Konrad Zuse baut mit der Z3 den ersten zuverlässig funktionierenden elektromechanischen Computer

1942 hob die erste gesteuerte und flugstabilisierte Großrakete, das deutsche Aggregat 4, in Peenemünde ab.

Hermann Oberth, Wernher von Braun und die Rakete

1942 erster Kernreaktor in Chicago.

1944 Carl Friedrich von Weizäcker erweitert die Nebularhypothese, welche heute noch von den meisten Physikern anerkannt wird.

1945 Am 16. Juni erfolgte erste Atombombenexplosion in der Wüste von Nevada.

1946 Am 10. Januar gelingt John Hibbett DeWitt zusammen mit seiner Forschungsgruppe im Rahmen des Project Diana der Nachweis, dass Funkwellen die Ionosphäre durchdringen können. Er nutzt hierzu den Mond als Reflektor und stellt somit die erste Erde-Mond-Erde-Verbindung her.

1946 In den USA wird das weltweit erste Mobilfunknetz gestartet

1947 Entwicklung des Transistor.

Der Transistor

1948 George Gamow entwickelt eine Urknall-Theorie zur Entstehung des Kosmos

1951 entdeckt Walter Baade, dass besonders hell leuchtende Sterne nur in den Spiralarmen der Galaxien vorkommen. Anhand dieser Enddeckung untersucht William Wilson Morgan die Sterne unserer Galaxie und findet heraus, dass sie auch eine Spiralgalaxie ist.

1951 Serienbau eines elektronischen Rechners ( UNIVAC I)

1952 Die erste Wasserstoffbombe wird auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifik getestet

1954 erste Solarzelle entwickelt

1954 IBM stellt erstmals Computer in Serie her

1955 erste Fernsehübertragung über den Atlantik.

1955 Die Schumann-Resonanzen werden von dem Winfried Otto Schumann nachgewiesen

1955 TRADIC ist der erste Computer, in dem Transistoren verwendet werden

1956 erstes Atomkraftwerk in Großbritannien.

1956 erster Computer mit Magnetplattenspeicher

1957 Das Synchro-Zyklotron wird in Cern in Betrieb genommen. Es kann Protonen auf bis zu 600 MeV beschleunigen. 1990, nach über 33 Jahren Betrieb wird es abgeschaltet.

1957 schießt die Sowjetunion den ersten Satelliten ins All, nur 80 Tage später schießen die USA ihren ersten Satelliten ins All.

Der erste Satellit im All

1958 Im August und September 1958 führt die US Navy während der Operation Argus drei geheime Atombombentests in der Ionosphäre durch

1958 Entwickelt Jack Kilby den Flipflop, ein Vorläufer des Mikrochips.

1958 James Alfred van Allen entdeckt den nach ihm benannten Strahlungsgürtel der Erde

1960 Theodore Maiman entwickelt den ersten Laserstrahl.

Lasertechnik

1960 da die beobachteten Bewegungen von Sternen im Widerspruch zu der gängigen Standarttheorie standen, erfanden Physiker die „Dunkle Materie".

1961 Zündung der Zar-Bombe in der Mitjuschikabucht.

1961 Juri Gagarin ist der erste Mensch im Weltall. John F. Kennedy leitet mit seiner berühmten Rede das Apollo-Programm ein.

1961 hält Andy Nimmo einen Vortrag in dem er den Begriff des Multiversums prägt. Immer mehr Physiker neigen wieder zu einer religiösen Weltanschauung in der sie an eine Schöpfung (Urknall) und ein Jenseits (Dimensionen) glauben.

1963 Roy Kerr stellt die These der rotierende Schwarze Löcher anhand der Einstein-Gleichungen auf.

1964 Arno Penzias und Robert Woodrow Wilson entdecken beim Test einer neuen empfindlichen Antenne eine kosmische Hintergrundstrahlung. Physiker jener Zeit feiern dies als Beweis der Urknalltheorie. Kritik ist unerwünscht, obwohl es auch andere Theorien gab, welche ebenfalls eine Hintergrundstrahlung voraussagten. So ging Nikola Tesla bereits Ende des 1900 davon aus, dass Plasma im Weltall eine Hintergrundstrahlung verursachen müsste.

1965 erster kommerzieller Nachrichtensatellit

1966 Halton Arp veröffentlicht sein Werk „Atlas of Peculiar Galaxies". Arp ist einer der noch wenigen Physiker, welche der Urknalltheorie kritisch gegenüber stehen. 1982 schrieb die Los Angeles Times »Ketzer-Astronom soll Zugang zur Sternwarte verlieren«

1967 Heisenberg veröffentlicht sein Werk „Einführung in die einheitliche Feldtheorie der Elementarteilchen", von nun an sollte alles in der Physik nur noch eine Frage der Wahrscheinlichkeit sein.

1967 David L. Noble entwickelt die Idee flexibler Magnetplatten zum Speichern von Daten

1967 um nicht erklärbares Flimmern von Sternen zu erklären, werden Neutronensterne erfunden.

1969 Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond.

1970 China startet ersten Weltraumsatelliten

1970 interpretierten Yōichirō Nambu, Holger Bech Nielsen und Leonard Susskind eine Formel von Gabriele Veneziano so, dass daraus eindimensionale Fäden entstanden. Sie begründeten damit die String-Theorie und entzogen der Physik jeglichen Bezug zur Realität.

1971 Physiker behaupten ein „Schwarzes Loch" entdeckt zu haben. Seit her haben sie scheinbar viele entdeckt, aber die Beweise stehen noch aus.

1972 Intel bringt den Mikroprozessorchip 8008 auf den Markt, dem ersten Prozessorchip der Welt

1976 Die Sowjetunion nimmt eine Radaranlage in Betrieb „Woodpecker". Bei derr bis Dezember 1989 weltweit eine kurzwellige Radiofrequenz zu hören war. Die zufälligen Frequenzwechsel störten den öffentlichen Rundfunk sowie Funkamateure, was weltweit zu tausenden Beschwerden führte. Das Signal hörte sich wie ein scharfes Klopfen an, das sich in der Regel mit einer Frequenz von 10 Hz wiederholte. Die Ähnlichkeit mit dem Klopfen eines Spechtes führte zu seinem Namen.

1977 schwerer Atomunfall in Belojarsk

1979 schwerer Atomunfall in Pennsylvania

1979 das Usenet entsteht aus der Vernetzung zweier Unix-Computern der Universität von North Carolina bzw. der Duke University

1983 erstes deutsches Solarkraftwerk auf der Insel Pellworm

1986 schwerer Atomunfall in Tschernobyl

1990 Start des Weltraumteleskops HUBBLE

1992 Die als Elves bezeichnete Leuchterscheinungen werden mit Hilfe von Aufnahmen von Bord des Space Shuttles aus erstmals nachgewiesen.

1993 wird die Phased-Array-Kurzwellensendeanlage (HAARP) mit einer Sendeleistung von 3600 kW in Betrieb genommen. Basierend auf den Forschungsgrundlagen von Nikola Tesla.

1995 Entdeckung erster Planeten fremder Sterne

1997 Anton Zeilinger glaubt Photonen teleportiert zu haben

1998 Über zehn Millionen Teilnehmer nutzen Mobilfunk

1998 da astronomische Beobachtungen sich nicht mit den Theorien der Physiker vereinbaren ließen, erfand man nun auch noch die „Dunkle Energie"

2001 590 Millionen Teilnehmer nutzen Mobilfunk

2008 100 Millionen Teilnehmer nutzen Mobilfunk in Deutschland

2008 das LHC in Cern wird in Betrieb genommen

2010 Weltweit werden 1,6 Milliarden Handys verkauft, die Zahl der verkauften Smartphones steigt auf knapp 300.000 Millionen, erstmals werden in Deutschland über 41 Milliarden SMS verschickt

2011 schwerer Atomunfall in Fukushima

2012 Physiker in Cern glauben, dass sie das Higgs-Teilchen auch Gottesteilchen genannt entdeckt haben.

Amen 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.11.2013 16:28.

Slim_Jim

39, Männlich

Beiträge: 351

Re: Die Geschichte der Physik – Von Thales bis Cern

von Slim_Jim am 29.11.2012 18:40

hey norman,

sehr schöne zusammenfassung, ich bin beeindruckt! ich habe auch immer wieder mal meine sammlung ein wenig mehr vervollständigt, aber der prozess hat zu lange gedauert ;) danke dafür, ich hab´s sofort archiviert :)

aristarch find ich besonders interessant, er scheint seiner zeit um jahrtausende voraus gewesen zu sein.
hingegen war für mich neu, dass ja kaiser theodosius I. das größte arschloch überhaupt war. wo würden wir jetzt nur stehen, wenn diese immensen ansammlungen von wissen nicht verschwunden wären...? schade, aber weiter geht´s :)

tipp für wissensmanagement:
eine andere sehr übersichtliche darstellungsform ist eine mindmap (xmind, freemind, mindmanager). damit können sogar querverbindungen dargestellt werden.

ein noch besseres, aber leider kostenpflichtiges, programm ist "personal brain", bei dem man ähnlich wie die denkstruktur im gehirn verweise anlegen kann. ein weiterer vorteil ist die sehr schnelle suchfunktion.

ps: die physiker von CERN halten sich mit dem begriff gottesteilchen eher zurück, was auch gut und richtig ist, da es die welt der esoterik zu sehr fördern würde. außerdem find ich komisch, dass das n teilchen ist das anderen teilchen masse gibt. hängt dieser versuch den higgs-mechanismus zu finden eig auch mit dem urknall-postulat zusammen, da dort ja zeit und raum und masse entstanden sein soll...?


Wer nur so tut als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. - Aldous Huxley

Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andre ihn begehen. - Georg Christoph Lichtenberg

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Norman
Gelöschter Benutzer

Re: Die Geschichte der Physik – Von Thales bis Cern

von Norman am 29.11.2012 22:37

Hallo Slim Jim,

ich denke nicht, dass Menschen ihrer Zeit voraus sein können. Wie du an dieser Liste auch erkennen kannst, wurden viele Entdeckungen parallel entdeckt. Das Wissen jener Zeit bringt die Menschen früher oder später zwangsläufig zu jenen Erkenntnissen. Das Problem ist die Masse, welche sich schwertut alte Vorstellungen zu Gunsten neuer Erkenntnisse zu verwerfen.

Du hast es richtig erkannt, dass dieser Beitrag für mich in erster Linie eine Gedächtnisinventur ist. Das trifft auch auf einige andere Beiträge hier im Forum zu.

Das du dich mit „Mindmap" befasst ist sehr gut, einer meiner Mentoren hier im Ort hält auch Mindmap-Seminare, welche ich aber bisher nicht in Anspruch genommen habe.

Es gibt auch neben den „Personal Brain" und „Mindmap" auch noch viele Techniken andere gute Techniken. Ich habe inzwischen einige eigene Techniken für mich entwickelt. Wen ich dir empfehlen kann, ist Vera F. Birkenbihl. Sie macht auch viel mit gehirngerechtes Lernen. Ich habe sogar alle von ihr erhältlichen DVD bei mir im Regal stehen und schaue mir von Zeit zu Zeit ihre Vorträge immer wieder mal an.

Es gibt inzwischen einige Videos von ihr auf Youtupe, leider fand ich jetzt keinen Vortrag über Gedächtnistraining von ihr. Aber dieser Vortrag könnt dich auch interessieren.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Ich weiß, dass mit den Gottesteilchen wird von der Presse aufgebauscht, dennoch sind es jene Informationen, welche die Masse konsumiert. Die Physiker in Cern sind selber Opfer des Systems, ich gehe davon aus, dass die meisten von ihnen die besten Absichten verfolgen. Was sich hinter dem Higgs-Teilchen verbirgt, kann ich dir auch nicht sagen, inzwischen gehen die Physiker von mehreren Higgs-Teilchen aus. Hier geht es wohl in erster Linie um Formeln, und sie benötigen Werte um die Variablen in den Formen erklären zu können.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.11.2012 23:34.

ar-iomar

55, Männlich

Beiträge: 126

Re: Die Geschichte der Physik – Von Thales bis Cern

von ar-iomar am 03.12.2012 15:29

Hast du gut gemacht, Norman. Danke für die Zusammenfassung. Ich habe im Netz selten eine so vollständige Liste gesehen. Auch deine Schwerpunktlage ist in Ordnung. Ach ja, und natürlich der unterschwelliger Humor, da steh´ ich drauf.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.12.2012 15:33.

Slim_Jim

39, Männlich

Beiträge: 351

Re: Die Geschichte der Physik – Von Thales bis Cern

von Slim_Jim am 27.12.2012 11:38

danke für den tipp, bei birkenbihl guckt ich immer mal wieder rein. lernen mit emotionen, bildlichen vorstellungen scheint ne gute methode zu sein, so festigt sich das besser. ähnlich hatte auch mal gregor staub seine technik erklärt... aber non-learning learning-strategies (NLLS) hört sich lustig an :)

mit "ihrer zeit voraus" meinte ich, das sie dem allgemeinen wissensstand ihrer mitmenschen voraus waren. so wie nikola tesla z.b.. n anderes bsp wäre orwell der genauer als alle anderen, die zukunft "erahnen" konnte. man könnte doch sagen, er war seiner zeit voraus oder? bin mir nicht sicher, da ich hier den begriff zeit verwende, der schwer zu interpretieren ist, weil er so mannigfaltige bedeutungen hat.

die erfindungen die weltweit gleichzeitig gemacht wurden finde ich auch interessant, da man (wenn man esoterisch denkt) ja eine gedankliche verlinkung zwischen diesen menschen vermuten könnte ;) (ähnlich wie verschränkte teilchen, hehe) 

Wer nur so tut als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. - Aldous Huxley

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Darius

47, Männlich

Beiträge: 249

Re: Die Geschichte der Physik – Von Thales bis Cern

von Darius am 23.08.2014 14:48

Hallo Leute,

passend zu Normans Arbeit füge ich eine Animation von Cary und Michael Huang "The Scale of the Universe 2" hinzu. Oft reicht unsere Vorstellungskraft nicht aus, um die Größenordnungen der Natur zu erfassen, die wir zu erforschen versuchen.

The Scale of the Universe 2: skalierbar oder als Video

Darius grüßt

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