Das Ende der Gravitationskonstante?

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Spacerat
Gelöschter Benutzer

Das Ende der Gravitationskonstante?

von Spacerat am 07.03.2016 17:28

Hallo
Ich will mal eure Meinung zu folgender Überlegung hören.
Gravem.png
Demnach geht die Gravitationskraft in der Ferne in die Coulombkraft über, was aber nicht heißt, das Gravitation dort plötzlich polarisierbar ist. Es geht eben nur um die Kraft, die im Kosmos beobachtet wird, welche sich ja bekanntlich nicht an das Gravitationsgesetz hält und das legt mMn den oben genannten Verdacht nahe. Die blaue Linie errechnet sich in etwa mit

wobei G der Wert ist, der die Gravitationskonstante ersetzt,
k_c die coulombsche Kraftkonstante,
e eine (bzw. mehrere für verschieden dimensionierte Abstände) Eichkonstante und
r der Abstand

1-e^-r sorgt dafür, dass k_c anfangs 0 ist und in der Ferne mehr und mehr 1 wird. Die Werte für e müssen natürlich noch ermittelt werden.

Was meint ihr, könnte das funktionieren?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.03.2016 23:25.

Bambi

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Beiträge: 320

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von Bambi am 08.03.2016 00:42


Hier wäre G(r=0)=0. Das sieht mir in dem Funktionsgraph ganz ander aus.

Was soll das eigentlich für eine kosmologische Beobachtung sein? Verstehe nicht auf was sich diese bezieht.

Grüße
Bambi 

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Spacerat
Gelöschter Benutzer

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von Spacerat am 08.03.2016 01:15

Ja, das ist korrekt. Das liegt aber daran, dass ich die Hyperbeln von G (grün) und k_C (rot) nur skizziert habe und dann den Startpunkt (nahe 0) von G mit dem Endpunkt (gegen unendlich) von k_C verbunden habe und erst dann nach einer Gleichung gesucht habe die abhängig von einem von 0 gegen unendlich gehenden x (Abstand) Werte zwichen 0 und nicht ganz 1 liefert. Letztendlich lieferte die Ladekurve eines Kondensators diese ad hoc Idee. Ich habe es mir jedoch erspart, die Skizze entsprechend zu ändern. Dass bei Ladungen jemals ein Abstand von 0 erreicht werden kann, ist höchst unwahrscheinlich, deswegen ganz zu schweigen bei Massen.

Und was die Beobachtungen angeht... Warum bewegen sich Galaxien an den äußeren Rändern wohl zu schnell? Ein Grund wäre, wenn Masse fehlt, die Folge DM/DE. Ein anderer Grund wäre - btw. ein für mich sehr viel einleuchtenderer, dass die Gravitation in der Ferne stärker wirkt als gedacht, eben gemäß der blauen Kurve (ok, nicht gemäß dieser blauen Kurve, weil skizziert, aber einer korrekt hergeleiteten ;) ).

Wenn du gut rechnen kannst, kannst du ja spaßeshalber mal Flächenintegrale der türkisen Fläche bei kleinen und bei großen r berechnen, was für Verhältnisse würden da wohl heraus kommen? Nicht etwa von kleinen r ausgehend kleine bis gegen unendlich gehend große? Ganz wie es in der Kosmologie beobachtet wird und mit DM/DE ausgeglichen wird?

Außerdem erwarte ich auch nicht, dass die Gleichung auf Anhieb ein Volltreffer war. Aber so ganz abwegig ist die Überlegung dennoch nicht, oder siehst du (oder irgend jemand anderes) das anders?

(Wenn jetzt noch kommt, dass in der Grafik von dunkler Energie gar nicht die Rede ist... Mein Gott, was solls - Der Begriff hat halt nicht mehr da rein gepasst ohne lesbar zu bleiben. Wer achtet bei aller Euphorie denn schon auf Einzelheiten? )

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.03.2016 08:59.

wl01

59, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von wl01 am 08.03.2016 07:08

Hallo Spacerat!
Nur für einen, der dieser Formeln und Funktionen nicht so mächtigen:
Du sprichts nicht von der Tensor-Vektor-Skalar-Gravitationstheorie?
Die eine ähnliche (aber komplexere) Formel verwendet:


Wobei sich nach der Mond-Theorie für die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxienränder nur:

ergibt.

MfG

WL01
 

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

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Spacerat
Gelöschter Benutzer

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von Spacerat am 08.03.2016 08:58

Hallo wl01
Von der Theorie höre ich grad zum ersten mal, welch Schande. (Von MOND habe ich allerdings schon gelesen, bei A. Unzicker)
Aber nein, ich denke, von der rede ich nicht. Solange in einer bereits vorhandenen Theorie nicht die coulombsche Kraftkonstante auftaucht, hat sie mit meiner Idee nichts zu tun und bei dem Wikipedia-Artikel finde ich keinen einzigen Hinweis darauf.

BTW habe ich noch eine Kleinigkeit vergessen zu erwähnen... Meine Idee würde nicht nur DM/DE erklären, sondern sehr wahrscheinlich auch den festgestellten Massendefekt bei Atomen. Newton hat eben nur auf der Erde mit simplen Mitteln gemessen bzw. messen können. Da war in dieser Hinsicht weder von Kosmologie noch von Atomen die Rede, auch wenn beide Wissenschaften schon existiert haben.

Wenn man sich den Geschichtlichen Verlauf von Newton über Coulomb über Mach zu Einstein ansieht, gibt es nur einen, der es gewagt hat, Newton in Frage zu stellen und das war Ernst Mach. Ich würde sagen, hätte Coulomb bei seinen Experimenten nicht auf Newton vertraut und die Beschleunigung mit

die Beschleunigung berechnet, sondern diese selbst gemessen, wäre es längst aufgefallen, dass bei Newton etwas nicht stimmt. Außerdem: Die von Coulomb verwendeten Ladungen hatten doch sicher auch Masse. Hätte es sich deswegen bei Coulomb nicht ergeben müssen, dass die Gravitationskraft einmal additiv und einmal subtraktiv dazwischen funkt, sprich: Das coulombsche Gesetz gar nicht hätte gefunden werden können? Das mögen jetzt auf den ersten Blick völlig abwegige Gedanken sein, aber wer weiß, abwegiger als die Invarianz der Geschwindigkeit eines gewissen Objektes in allen Bezugssystemen ist das sicher nicht. Ich wage sogar zu Behaupten, dass diese Idee einen eindeutigen Hinweis auf "Gravitation als Folge der EM-WW" geben würde, nur muss man sich etwas einfallen lassen, wie das gehen soll - Ich denke da z.B. an EM-Wellen als Federn bzw. Spiralen, die sich ineinander (Anziehung) oder gegeneinander (Abstoßung) verdrehen und so ihre Polarisierbarkeit einbüßen. Im Übrigen müsste sich keiner mehr steiten, welche Kraft wo und wie wirkt, wie es Vertreter des elektrischen Universums mit jenen des Standardmodells tun.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.03.2016 09:07.

Bambi

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Beiträge: 320

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von Bambi am 08.03.2016 22:27


Ok, also nochmals ein wenig ausführlicher.
1. Kc hat ganz andere Einheiten als G. Die Gleichung passt also von den Einheiten her nicht.
2. eine Potenz sollte immer ohne Einheit sein. Denn die Einheiten müssen in einer Gleichung immer stimmen und das funktioniert nicht, wenn man eine Einheit in der Potenz hat.
3. Mit der Formel kannst du experimentelle Ergebnisse nicht erklären. Nach deiner Formel wäre die Gravitationskonstante für 1m Entfernung und für 2m Entfernung eine unterschiedliche. Dies beobachtet man in keinen Experimenten.
4. Sieht der Funktionsgraph anders aus als die von dir gezeigte, auch wenn man einen Abstand von 0 ignoriert. Solltest du vielleicht mal plotten um dir das Ergebnis zu veranschaulichen.
5. Die Coulombsche Konstante ist viel größer als G und damit meine ich viele Größenordnungen. Eine solcher Unterschied ist viel zu groß, auch wenn man auf galaktische Skalen geht. Passt also nicht um die galaktische Rotation im Außenbereich zu erklären.

Also wenn du mich fragst musst du da leider zurück ans Reißbrett.

Grüße
Bambi 

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Spacerat
Gelöschter Benutzer

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von Spacerat am 08.03.2016 23:17

Hallo Bambi
Ich könnte jetzt einen Text schreiben, der dich darüber aufklärt, dass ich nicht nach Einzelheiten gefragt habe, sondern prinzipiell lediglich danach, ob es sein kann, dass die Gravitationskraft in der Ferne fließend in die Coulombkraft übergehen kann. Leider will Hinz und Kunz ja immer Skizzen und Formeln sehen. Dass das Ganze noch nicht ausgereift ist, weiß ich bereits, aber dafür gibt es ja die Schwarmintelligenz des Internets.

Aber um das abzukürzen: Ich verbuche mal, dass du diese Überlegung schon mal für grundlegend unmöglich hälst.

Edit:
Aber den Hinweis auf die Einheiten nehme ich dankend an. Es ist einfacher, sich darüber Gedanken zu machen, als über die Konstruktion der blauen Linie (und damit über den Betrag von e). Zu letzterem müsste ich sehr viele Daten recherchieren, wobei ich nicht mal weiß, ob man da ohne weiteres ran kommt. Für die Einheiten hingegen genügt es, wenn der Faktor (also alles was in der Klammer steht) das Verhältnis

bekommt (ist nicht wirklich ein Problem). Bei dem Abstand in der Potenz genügt es, wenn man diesen durch 1m teilt. Für Meilen und andere exotische Längenmaße ist im SE-System ohnehin kein Platz. Darüber können sich dann jene den Kopf zerbrechen, die sie verwenden.

Und e ändere ich natürlich auch noch, wenn es sein muss.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.03.2016 10:52.

wl01

59, Männlich

Beiträge: 1162

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von wl01 am 09.03.2016 12:12

Hallo Bambi und Spacerat!
Grundsätzlich ist Gravitation laut Einstein eine Scheinkraft, die sich aufgrund der massenbedingten Krümmung der Raumzeit ergibt. 
...
Da wir hier bei der EU jedoch diese Annahme bestreiten und diese Kraft als Auswirkung einer EM-Strahlung definieren wollen, darf sie keine Scheinkraft, sondern muss eine real Kraft sein, die auf jeden massenbehafteten Körper wirkt.
Zusätzlich müssen wir die newtonsche Berechnung der Schwerkraft, also   in einen Zusammenhang mit der elektrischen Kraft, also  bringen.

Sprich die Kraft wäre ident, mit der Coulomb-Konstante bzw. der Gravitationskonstante als zusätzlichen Faktor, wenn..., ja wenn die Ladungen über die selbe Distanz die selbe Kraft wie die Massen verursachen würden. Wie wir bekanntlich wissen, ist dies jedoch nicht so! Während die elektrische Kraft in der Nähe viel größer ist und nach der 1/r² Regel stark abnimmt, nimmt die Gravitation jedoch nicht im gleichen Umfang ab. Sprich es wäre ein zusätzlicher Faktor notwendig. Oder aber ist die elektrische/magnetische Feldkonstante der auslösende Faktor?
Während die Gravitationskonstante: beträgt, wobei bereits die vierte Stelle nach dem Komma unsicher ist!!
ist die Coulomb-Konstante: , wobei eben die LG der Unsicherheitsfaktor ist, da sie eben vom umgebenden Medium abhängig ist.

Womit sich für mich die Frage stellt, ob nicht auch bei der Gravitation die LG eingebunden werden sollte und somit der bestimmende Unsicherheitsfaktor ist.
Demnach wäre G=(2,797567*c)/(4*Phi) *10^-15 bzw. G=(9,331679*c²)/(4*Phi) *10^-16.

Und wenn man postulieren würde, dass c am Rande der Galaxie einen größeren Wert hätte, würde das Problem der schneller rotierenden Galaxienarme nicht mehr existieren. Aber das verbietet der gute Einstein ja!

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.03.2016 13:13.

Spacerat
Gelöschter Benutzer

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von Spacerat am 09.03.2016 12:55

Hallo wl01

Zusätzlich müssen wir die newtonsche Berechnung der Schwerkraft...in einen Zusammenhang mit der elektrischen Kraft...bringen.

Eben. Genau dies beinhaltet meine Überlegung. Die Einheit für den Faktor, also den Term , sollte wie aus meinem vorigen Beitrag hervor geht, klar sein (für k_C existieren auch noch andere Einheiten). Für den Betrag von e habe ich aber vorerst nicht an einen bestimmten gedacht (obwohl ich da meine Pappenheimer im Mahag gründlich mit auf die Schippe genommen habe ), auch nicht an die Lichtgeschwindigkeit und schon gar nicht ernsthaft an die eulersche Zahl. Ich suchte nach einer Formel, die den Faktor in einer ähnlichen Weise ansteigen lässt, wie die Spannung beim Ladevorgang eines Kondensators ansteigt. Nun stellen sich mir eigentlich nur noch die Fragen:
1. Wie hoch muss e sein, damit sich bei Erdradius etwa ein Faktor von 1e-20 (Exponentialschreibweise! Nicht verwechseln mit der Eichkonstante ) ergibt?
2. Kann der Teiler 1m so stehen bleiben, oder ergeben sich bei bekannten Objekten in der Nähe, deren Abstände per Parallaxe-Messung und Massen per Rotations-Messung bekannt sind andere Verhältnisse?

Ausserdem wären da noch in Richtung "weitaus geringere Abstände" die Unterschiede der Massendefekte bei Atomen. Bei diesen Fragen ist mir auch ganz beiläufig eine Methode eingefallen, wie man Entfernungen sehr viel weiter entfernter Objekte bestimmen kann. Denn wenn die blaue Linie über Objekte in der Nähe hinreichend exakt konstruiert wurde, muss man nicht mehr sagen, dieser Pulsar dreht zu schnell und der andere zu langsam, sondern eher, dieser ist für seine Rotation zu nah und der andere zu fern. Schon schwankt nicht nur das Konzept ART/SRT sondern auch jenes des Urknall-Universums. Ich (ok, ich bin nicht allein) habe jedenfalls recht konkrete Vorstellungen davon, wie sich diese blaue Linie konstruieren ließe und nur genau zu diesem Zweck, würde ich noch mal ans Reißbrett gehen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.03.2016 12:59.

Bambi

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Beiträge: 320

Re: Das Ende der Gravitationskonstante?

von Bambi am 09.03.2016 15:31

Spacerat: ob es sein kann, dass die Gravitationskraft in der Ferne fließend in die Coulombkraft übergehen kann.
Siehe Punkt 5:
5. Die Coulombsche Konstante ist viel größer als G und damit meine ich viele Größenordnungen. Eine solcher Unterschied ist viel zu groß, auch wenn man auf galaktische Skalen geht. Passt also nicht um die galaktische Rotation im Außenbereich zu erklären.

Also nein, sie kann nicht in die Coulombkraft übergehen. Sie muss auch für sehr große Entfernungen viel kleiner sein als die Coulombkraft

Spacerat: 1. Wie hoch muss e sein, damit sich bei Erdradius etwa ein Faktor von 1e-20 (Exponentialschreibweise! Nicht verwechseln mit der Eichkonstante ) ergibt?
10^-20=1-e^(-r/1m) mit r= 6370000m
-> 1-10^-20=e^(1/6370000)
-> e = (1-10^-20)^6370000 = 0,9999999999999363  -->WolframAlpha

Grüße
Bambi

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