Konzepte existieren, also existiert Gott
Erste Seite | « | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | » | Letzte
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Älteste Beiträge zuerst ]
Ste.fan
Gelöschter Benutzer
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Ste.fan am 19.04.2013 21:27Hallo Norman,
danke für die Antwort.
Eine schlechte Erfahrung habe ich bisher noch nicht gemacht, aber als sich mein christliches Weltbild formte ( nicht durch Erziehung sondern viel später, als erwachsener ) stellte ich fest, dass es mitunter schwierig ist einen Einstieg in dieses Thema zu finden, wenn man merkt, das der Gesprächspartner sich damit nie beschäftigt hat, oder aber ein anderes Weltbild hat.
Ich habe natürlich kein Problem mit Gott. Aber ja, in der Tat das atheistesche Weltbild hat per Definition ja ein Problem damit.
Daher meine Formulierung in diesem Forum.
Wobei man auch das Wort "Problem" definieren müsste ( ! ).
Die Sprachmuster, die Du zitierst sind sicher häufig gebraucht bei gläubigen Menschen, da hast Du Recht.
Das soll aber nie eine Provokation sein ( falls das jemand so auslegt ) sondern es bringt zum Ausdruck, dass es bei einem Menschen der in meinem Sinne zum Glauben gefunden hat eines Tages stets einmal "Klick" gemacht hat, und der "Groschen des Glaubens" ist plötzlich gefallen.
Mit den genannten Formulierungen "Steht fest" "eindeutig"...etc. soll zum Ausdruck gebracht werden, wie unverrückbar und "tröstend" das christliche Weltbild ist.
Man wüscht quasi dem anderen Menschen sehr, dies ebenso zu verstehen und zu empfinden, und dazu beizutragen auch bei Ihm den "Groschen" zum fallen zu bringen.
Dies ist dann ein so eindeutig und schlüssiges Weltbild, dass man viele Sinnfragen die im Leben auftauchen mit Hilfe des Glaubens quasi automatisch erklärt bekommt.
Solche Äusserungen werden dann von Menschen die eine derartige Form von Religion ablehnen oft als naiv abgestempelt.
Ich wage zu behaupten, dass dieses "Klick" Ereignis dazu führt, dass der Glaube auch ein Leben lang hält. Dies ist nämlich wiederum Teil des Glaubens.
Wenn man Gottes Angebot an den Menschen begriffen hat, ist es in sich selbst unlogisch, dieses Angebot später wieder abzulehen. aber das führt schon recht weit...
Meine persönliche Ausprägung des Glaubens beinhaltet übrigens keine Notwendigkeit einer Kirche ( als Institution ).
Im Gegenteil, die Kirche so wie wir sie heute kennen ist eine Erfindung des Mittelalters.
Niemals würde ich im Namen des Glaubens Geld an eine Institution oder gar an eine Person zahlen.
Daher bin ich schon vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten ( Kirchensteuer ).
Ich glaube sozusagen für mich allein, ohne einer Glaubensgemeinschaft anzugehören.
Um es nochmal zu verdeutlichen: Die überzeugenden Darstellungen vom Plasmauniversum bei ViaVeto sind für viele sicher auch logischer und wahrscheinlicher als andere Theorien. Bei denen, die nun das nukleare Universum mit Urknall ablehenen hat es in selben Sinne "Klick" gemacht, wie bei mir beim christlichen Weltbild.
Gruss,
Stefan
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Norman am 19.04.2013 20:36Hallo Stefan,
Ich fange mal mit deinen letzten Absatz an, da dieser zwei Annahmen implizierst du, welche ich zuerst einmal hinterfragen möchte.
Wenn du schreibst, dass du hoffst dir nicht allzu viele Feinde zu machen, implizierst du, dass du dir Feinde machst. Womöglich hast du hier auf Grund schlechter Erfahrungen dies verallgemeinert. In meiner Welt sind Feindschaften auf Grund verschiedener Weltbilder/Religionen unnötig.
„Das Problem Gott“ impliziert, dass es ein Problem mit Gott gibt. Hier fehlt der Referenzindex. Wer hat ein Problem mit Gott? Ich kann anhand deiner Aussage nicht heraus lesen, ob du ein Problem mit Gott hast, und dies generalisierst. Oder ob du glaubst, dass andere(Atheisten) ein Problem mit Gott haben.
Ich persönlich habe festgestellt, dass der Begriff „Gott“ ein sehr weit gefächertes Wort ist, das selbst von gläubigen Menschen sehr unterschiedlich interpretiert wird.
Das du dich in diesem Forum zum Christentum bekennst, sehe ich nicht als Problem. Ich gehe davon aus, dass du dich mit verschiedenen Weltbildern auseinander gesetzt hast, und für dich das Beste heraus gesucht hast, was für dich am logischsten ist. Dafür brauchst du dich nicht zu rechtfertigen, denn diese Strategie macht nahezu jeder Mensch.
Da jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen macht und diese teils recht verschieden sind glaub jeder auch an etwas anderes. Wir können unser Wissen austauschen und versuchen verstehen, warum der eine oder andere zu jener Schlussfolgerung gekommen ist.
Anhand deiner Ausführung kann ich sogar nachvollziehen, warum du an Gott glaubst. Du lehnst ein Weltbild ab, welches ich auch ablehne. Du bietest deinen Lesern hier zwei Weltbildern an, und wenn ich mich für eines von beiden entscheiden müsste, dann würde ich mich auch für das mit dem Schöpfer entscheiden.
Sicherlich bist du dir jedoch bewusst, dass es noch sehr viel mehr Weltbilder gibt. Mein Weltbild ist keines von beiden. Vielleicht würde es dich sogar verwundern, dass ich in meiner Welt nicht zwischen belebter und unbelebter Materie unterscheide.
Mir ist aufgefallen das gläubige Menschen, seien sie Anhänger von Religionen oder Anhänger von wissenschaftlichen Theorien bestimmt Sprachmuster immer wieder verwenden. Ich erlaube mir mal einige aus deinen Text als Beispiel zu nehmen:
Impliziert, dass jeder der sich die Frage nicht stellt, kein logisch denkfähiger Mensch ist.
Um Missverständnisse vorzubeugen, möchte ich erwähnen, dass ich viele religiöse Menschen kenne, welche ich für sehr intelligent und gebildet halte und der Glaube war nie ein Problem.
Ste.fan
Gelöschter Benutzer
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Ste.fan am 18.04.2013 22:40Hallo,
auch ich bin hier neu und bin kein Atheist, sondern aufgrund von Beobachtungen der Welt in der wir leben zu dem Schluss gekommen, dass es ein Schöpfer geben muss ( für mich Gott, da ich Christ bin ).
Dieses Forum heisst ja eigentlich Atheismus, aber um Stoff für Diskussion zu bieten "oute" ich mich hier gleich mal...
Gott und Schöpfung und Glaube etc. wird oft sofort mit dem Gegenargument belastet, warum man denn eine ( unsichtbare ) Wesenheit anbeten solle.
Um das Anbeten geht es aber sozusagen erst im letzten Kapitel.
Die Grundfrage, die man sich als logisch denkfähiger Mensch automatisch stellt, ist:
Warum existieren ( auf der Erde ) LEBENDIGE Wesen ( Mensch, Tier, Pflanze ), wo die Umgebung doch ausschliesslich aus unbelebter Materie besteht.
Die nicht religiöse Wissenschaft spricht sich ohne es zu ahnen für die Möglichkeit eines Schöpfungsaktes aus,
in dem sie einen Vorgang benennt, der sich Entropie nennt.
Es ist ein Wort für das bestreben der unbelebten Materie von einem geordneten Zustand in einen ungeordeteren Zustand zu geraten.
Die geschieht durch äussere Energieeinwirkung.
Berühmtes Beispiel:
Eine Tasse Kaffee die zu Boden fällt, zerspringt in viele Scherben, die -mit Kaffee durchmischt- am Boden liegen.
Niemals jedoch hat jemand beobachtet, dass ein Haufen Scherben -mit Kaffee durchmischt- sich plötzlich wieder zusammensetzt und heile -mit Kaffee drin- auf dem Tisch steht.
Die lebendige Natur ( Mensch, Tier, Pflanze ) zeigt jedoch eine Anti-Entropie, indem aus einem Samen unter Energieaufnahme ( Nahrung ) ein hochkomplex 100% geordnetes und organisiertes und sogar denkfähiges Wesen entstehen lässt.
Das heisst ganz klar, dass hier "jemand" diesen Vorgang kostruiert hat und somit mit einer Fülle von Information beladen hat.
Leben besteht aus Information.
Leben besteht nur Aufgund von Information.
Information entsteht nicht zufällig ( Entropie ! )
Es steht somit fest, das eine willentlich formende Kraft das Leben erschaffen hat, weil diese Kraft das aus "irgendeinem" Grund wollte.
Ich darf für mich sagen, dass jemand der dieser Tatsache widerspricht genauso ignorant gegenüber dem offensichtlichen ist, wie z.B. ein Harald Lesch ignorant gegenüber der Themen von ViaVeto ist.
Es gibt für dieses Thema hervorragende Ausführungen von Pofessor(?) Werner Gitt, der "sogar" mal der Chef der physikalisch - technischen Bundesanstalt ( PTB ) in Braunschweig war.
Am Schluss: Unbelebte Materie kann niemals einen "Grund" haben, sich plötzlich oder zufällig zu energiezehrenden lebenden Objektrn zu Formen!
Leben ist energiezehrend und widerspricht somit auch dadurch dem Vorganng der Entropie.
Ich hoffe ich mache mir hier nicht zuviele Feinde, aber alle diejenigen, die den hervorragenden Ausführungen von ViaVet offen gegenüberstehen sollten auch offen genug sein das "Problem" Gott einmal mit nderen Augen zu sehen.
Danke für diese einmalige Webpräsenz und für die die präzise Darstellung der Inhalte.
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Jann am 26.10.2012 12:48@ Lutz
Eigene Gedanken als weise zu betrachten ist aber mE nach nicht zulässig. Denn diese Erkenntnis kann nur jemand anderes über einen treffen, oder im Idealfall eine ganze Gruppe. Das zeichnet dann quasi die individuelle Weisheit aus. Aber ich verstehe durchaus was Du sagen willst und würde das auch unterschreiben - es ist eben die Masse an Erfahrung, welche man sich durch objektive Erkenntnis angeeignet hat, und diese zeichnet dann quasi die Aura, welche für andere Menschen so interessant wirkt.
Hilfe ist halt individuell - einerseits bedarf es einer objektiven Sicht, aber andererseits entspringt sie auch einem höchst subjektiven Gefühl. Das wirkt natürlich immer irgendwo im Zusammenhang, aber die konkrete Hilfe kann eben letztendlich auch einer subjektiven Entscheidung unterliegen. Da kommt es auf die spezifische Situation an, oder einfach ausgedrückt: Helfe ich Bekannten, oder jemanden, welchen ich überhaupt nicht kenne - warum helfe ich denen überhaupt und ist es objektiv gerecht, oder würde ich es nur so machen.
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von meimuna am 28.07.2012 04:02Bewusstsein und Unterbewusstsein
Ich möchte hier auch meinen Beitrag zu Thema Unter-Bewusstsein leisten .
Das ist meine Meinung und ich erhebe nicht den Anspruch recht zu haben.
Erst einmal würde ich sagen das alles Bewusstsein ist das man aktive abwägen kann.
Das Verhalten wird ihn erster Linie durch die Instinkte und Bedürfnisse bestimmt .
Zwischen den Erfahrungen die aus diesen Verhalten hervorgehen wird dann verglichen um die beste/n Erfahrung/en zur Bedürfniserfüllung zu kombinieren und zu wiederholen.
Das Gehirn trifft im allgemeinen nicht Entscheidungen alleine sonder der Körper als Ganzes . Wenn das Immunsystem zum Beispiel Botenstoffe Produziert , kann das die Entscheidung erheblich beeinflussen , deswegen würde ich auch von einer Körperpsyche sprechen in diesen Zusammenhang . Dies ist zb. ein Unbewusster Prozess der die Entscheidung beeinflusst der von außen verursacht werden kann.
Das Unterbewusstsein sind Erinnerungen die für das Bewusstsein unzugänglich sind aber trotzdem die Entscheidung beeinflussen .
Erinnerungen werden unbewusst weil sie Verdrängt werden .
Erinnerungen werden Verdrängt wenn sie nicht Integriert werden können um das System vor dem Zusammenbruch zu bewahren .
In der Phase des Heranwachsen in dem der Mensch am verletzlichsten und am abhängigsten ist hat er die größte Aufnahmefähigkeit . Ein Kind von unter 10 Jahren nimmt Reize bis zu 5 mal stärker wahr als ein Erwachsener.
Die Abhängigkeit und die hohe Aufnahmefähigkeit von Kinder sind einige der Gründe warum die meisten Verdrängungen in diesen Zeitraum stattfinden .
Ein Kind kann nicht Verstehen das es nicht geliebt wird und wird immer alles tun um es zu werden denn Liebe ist gleichbedeutend mit Leben .
Die Verdrängung ist ein Neurochemischer Prozesse der sich messen lässt und hat globale Auswirkungen auf den ganzen Organismus .
Die Verdrängung die das Kind am Leben erhält führt später zu einer Vielzahl von Physischen und Psychischen Krankheiten wie Krebs , Herzinfarkt , Psychosen und Autoimmunkrankheiten.
Die Verdrängung dient der Arterhaltung und nicht der Erhaltung der Individuums und ist an sich ein Übernebelmechanismus der ironischerweise Tödlich wird.
Stark unbewusste Personen sind auch oft nicht fähig etwas Logisch zu begründen weil sie auf Prägungen der Vergangenheit reagieren die mit der aktuellen Situation nichts zu tun haben müssen . Sie empfinden Sachverhalte als schlecht weil die Prägung ein Gefühl Produziert das es zu vermeiden gilt und denken sich Begründungen aus oder Verhalten sich entsprechend um wieder ein emotionales Wohlbefinden zu erhalten.
Raphael hatte letztens Recht als er zu mir meinte „ Solche Diskussionen sind ein Kampf gegen Windmühlen und er hat schon zu viele davon geführt „ als ich im auf eine Diskussion von mir zum Thema Physik aufmerksam machte.
Die Windmühle ist die Verdrängung die durch den Wind der vergangenen unerfüllten Bedürfnisse angetrieben wird und versperrt denn Blick auf die eigene Wirklichkeit .
Zur Frage ob Gott existiert weil Konzepte existieren sage ich.
Wenn man die falsche Frage stellt bekommt man auch keine Antwort.
Ich teile Raphaels Definitionen und daher meine ich das wenn nur das existiert was eine Form hat und Konzepte keine Form haben und Gott ein Konzept ist existiert er definitive nicht .
Das Ganze war jetzt bisschen weit ausgeholt und vielleicht sollte man zum Bewusstsein ein eigenes Thema aufmachen.
Lutz
Gelöschter Benutzer
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Lutz am 25.07.2012 13:01@Darius
'''' Einen ähnlichen Rückkopplungsprozess sprichst Du mit Deiner Frage an, nur dass dieser nicht zwischen einem Organismus und seiner Umwelt stattfinden soll, sondern zwischen dem Bewusstsein und Unterbewusstsein. Es liegt tatsächlich nahe, eine Interaktion und gegenseitiges Beeinflussen zwischen dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein zu behaupten (ein Gespräch mit sich selbst zu führen), jedoch ist dies meiner Meinung nach eine irrtümliche Vorstellung.
warum sollte das eine irrtuemliche Vorstellung sein?
"" widerspricht sich. Wie kannst Du wissen, dass Dein Unterbewusstsein kurzsichtig war, wenn es doch gerade die unterbewussten Vorgänge sind, die sich dem Bewussten entziehen. Du hebst somit das Unterbewusstsein auf die Ebene des Bewussten, wodurch Du nicht mehr vom Unterbewussten sprechen darfst. Jann sprach vom "Kippen einer Waage" oder einem "inneren Schweinehund". In Bezug auf Realität ist beides Nonsens. Eine Entscheidung, eine bestimmte Handlung durchzuführen, hat Dein Gehirn längst getroffen, noch bevor Dein Gehirn dazu kommt Dir vorzugaukeln, es gäbe was abzuwägen oder "einen inneren Schweinehund" zu besiegen. Nicht umsonst heißt es: "Der erste Gedanke ist meistens der beste", oder um es im Sinne von Murphys Gesetz auszudrücken: "Ich wusste es, dass es so kommt!"
natuerlich werden uns nach meiner groben Schaetzung mindestens 90% der unterbewussten Entscheidungen nicht bewusst. Ich referiere an die Vorgaben des Unterbewustsein die uns bewusst werden. Benjamin Libet hat beobachtet dass zwischen des bewusstwerdens des unterbewussten Vorschlags und der Ausfuehrung noch 0,3 Sekunden liegen. Und da liegt genau meine Frage. Die Zeit ist kurz. Und der Einfluss der unterbewussten Vorgabe stark. Aber ich koennte mich noch anders entscheiden?
Ich bewundere Deine Logik im allgemeinen. Vieleicht kannst Du mir mit dieser Frage, die mich seit langem sehr beschaeftigt , weiter helfen.
Lutz
Gelöschter Benutzer
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Lutz am 24.07.2012 11:22@ Jann
"" Das ist relativ. Denn Du kannst, während du anderen hilfst, etwas lernen - es würde dir somit etwas nützen. Man muss da ganz klar differenzieren, daher auch meine Anmerkung zur gesunden Moral. Die muss man nämlich erst mal erkennen.
Ich begreife Deine Ausfuehrungen sehr gut und koennte uns die Sache einfach machen und sagen: ja ich kann das unterschreiben. Doch da wir hier sind um etwas von einander zu lernen, sollte ich mMn meine Nuancen hinzufuegen. . (Ich habe kuerzlich von Raphael etwas fuer mich wichtiges gelernt, naemlich das die Definitionen dazu dienen mich gegenueber anderen verstaendlich zu machen)
Was Du die gesunde Moral nennst, nenne ich Weisheit Meine Absicht ist jedenfalls Entscheidungen zu treffen die in meinen Augen weise sind. Natuerlich kann ich mich irren, aber es geht um die Absicht. Wenn ich falsch liege bin ich zumindestens noch Teil der Statistik 
'''' Hilfestellung bedarf zudem nicht immer Objektivität.
Erklaere mir das doch bitte mal naeher, um sicher zu stellen was Du meinst
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Jann am 23.07.2012 01:19@ Lutz
Das ist relativ. Denn Du kannst, während du anderen hilfst, etwas lernen - es würde dir somit etwas nützen. Man muss da ganz klar differenzieren, daher auch meine Anmerkung zur gesunden Moral. Die muss man nämlich erst mal erkennen. Hilfestellung bedarf zudem nicht immer Objektivität. Es ist eben verzwickt.
@ Darius
Vielleicht sollten wir für einen gesunden Diskurs gewissen Begrifflichkeiten auch EINE Bedeutung zuweisen ;p
Ein Bedürfnis ist nichts weiter als ein Wunsch ... Begriffsduselei unso ...
Ein Trieb ist etwas angeborenes, wie das von Dir erwähnte Schwimmen der Babys. Es ist ein Überlebenssinn, welchen man verlernt(im Bezug aufs Schwimmen), weil es später bewußt wird, dass man im Wasser ertrinken kann, oder auch nicht ...
Das glaube ich nicht. Denn dann wären wir ganz anders.
Du verstehst es nicht, weil Du es nicht kannst. Es kann nicht sein, was nicht sein darf ™
Ist Dir noch niemals etwas bewußt geworden, was Du vorher unterbewußt getan hast?!
Sehr lustig, wirklich! Bergriffsduselei, nichts weiter! Kommt da noch mehr, oder ist das alles, was Du zu bieten hast? Zur Erinnerung: Es ging um Bäume in der Natur und Du kommst jetzt mit solchen Verdinglichungen, um Dich aus der Affäre zu bringen. Sehr geistreich! Da vergeht einem normalerweise die Lust auf den Diskurs, aber schauen wir mal.
Ich weiß was Deine Intention ist, aber mir ist das schlicht zu "kompliziert"(im Sinne von Zeitverschwendung). Man kann sagen: Meine Realität, geschaffen durch meine Auffassung der Wirklichkeit. Man kann aber auch sagen: Meine Wirklichkeit, geschaffen durch meine Auffassung der Realität. Nun hat man aber ein Problem. Nämlich das von Dir erwähnte "Reale". Was ist das, wer definiert das? Richtig, wir, wir Menschen definieren es! Es ist menschliche Realität und keine absolute! Also kann man nur davon ausgehen, von dem tatsächlichen Wissen der Menschheit über "die Dinge", alles andere treibt einen nur in den Wahnsinn - man kommt keinen Meter weiter. Empirische Theorien beruhen ja auch auf diesem Wissen, es sind keine Fantastereien. Und lassen wir bitte diesen abstrusen "transzendentischen" Einhorn-Quatsch beiseite, da es wohl für uns beide etwas völlig irrationales ist :)
Siehe oben
Das ist aber kein Grund nicht nach einem Sinn zu fragen. Fragen kostet immerhin nichts.
Korrekt - aber nicht jeder Mensch muss aus seiner Subjektivität heraus handeln. Ein Punkt, von dem die meisten Menschen wohl noch sehr weit entfernt sind, vor allem in der westlichen Welt.
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Darius am 22.07.2012 20:27@ Lutz:
Du schriebst:
Vielen Dank für diese positive Bewertung! Deutsch ist nicht meine Muttersprache, daher freut es mich immer wieder aufs Neue, wenn jemand meine Texte schön findet.
Dann schriebst Du weiter:
Fähigkeiten, wie zum Beispiel Zweirad fahren oder häkeln, müssen bewusst erlernt werden. Es liegt daran, dass der Mensch erst paar Jahrhunderte Zweirad fährt, beziehungsweise häkelt und diese Fähigkeit über den kurzen Zeitraum nicht zum Bestandteil unsere Meme, beziehungsweise Gene werden konnte.
Als Gegenbeispiel zu Zweirad fahren oder häkeln kann schwimmen genannt werden. Alle Neugeborenen können schwimmen, ohne es bewusst gelernt zu haben. Anscheinend war der evolutionäre Verlauf so vonstatten gegangen, dass die Fähigkeit zu schwimmen für die Vorfahren der Menschen relevant war. Interessant ist dabei, dass Neugeborene, falls sie nicht regelmäßig durchs Wasser kreuzen, diese Fähigkeit schnell verlernen.
Auf der evolutionären Ebene bedarf es Jahrmillionen, bis erlernte und über Generationen ausgeübte Tätigkeit zu einem Mem oder Gen wird, beziehungsweise bis sie "vergessen" wird und gegebenenfalls neu erlernt werden muss.
Ich kann mir vorstellen, dass wenn alle Menschen über einen langen Zeitraum zu einem Kollektiv von Zweiradfahrern und Häklern werden würde, Neugeborene diese Fähigkeit nicht bewusst lernen müssten. Auf jeden Fall findet auf der evolutionären Ebene einer Art Rückkopplungsprozess zwischen Organismen und ihrer Umwelt.
Einen ähnlichen Rückkopplungsprozess sprichst Du mit Deiner Frage an, nur dass dieser nicht zwischen einem Organismus und seiner Umwelt stattfinden soll, sondern zwischen dem Bewusstsein und Unterbewusstsein. Es liegt tatsächlich nahe, eine Interaktion und gegenseitiges Beeinflussen zwischen dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein zu behaupten (ein Gespräch mit sich selbst zu führen), jedoch ist dies meiner Meinung nach eine irrtümliche Vorstellung.
Deine Aussage:
widerspricht sich. Wie kannst Du wissen, dass Dein Unterbewusstsein kurzsichtig war, wenn es doch gerade die unterbewussten Vorgänge sind, die sich dem Bewussten entziehen. Du hebst somit das Unterbewusstsein auf die Ebene des Bewussten, wodurch Du nicht mehr vom Unterbewussten sprechen darfst. Jann sprach vom "Kippen einer Waage" oder einem "inneren Schweinehund". In Bezug auf Realität ist beides Nonsens. Eine Entscheidung, eine bestimmte Handlung durchzuführen, hat Dein Gehirn längst getroffen, noch bevor Dein Gehirn dazu kommt Dir vorzugaukeln, es gäbe was abzuwägen oder "einen inneren Schweinehund" zu besiegen. Nicht umsonst heißt es: "Der erste Gedanke ist meistens der beste", oder um es im Sinne von Murphys Gesetz auszudrücken: "Ich wusste es, dass es so kommt!"
Übrigens: meimuna schrieb im Forum zum Thema Meme und Memetik bereits unter dem Titel "Memetik".
-------------------------------------------------------------
@ Jann:
Du schriebst:
Irgendwie widersprüchlich das Ganze. Mir wirfst Du begriffliche Spitzfindigkeit beim Unterscheiden zwischen "Wirklichkeit" und "Realität" vor, aber selber versuchst Du die miteinander verwandten Begriffe "Bedürfnis" und "Trieb" abzugrenzen.
Jann schrieb:
Dass die Gravitations-Kosmologen sich bemühen Objekte zu finden, die nicht existieren können, ist wahrlich eine amüsante Angelegenheit.
Jann schrieb:
Hier bestätigst Du selbst, wie realitätsfremd es ist, den Dingen einen Sinn und Zweck anzukreiden und dass beides tatsächlich (auf Tatsachen beruhend) Bestandteile der Wirklichkeit des Einzelnen sind, aber nicht der Realität. Zwar habe ich von Photosynthese schon was gehört, aber es ist mir nicht geläufig, dass ein Dendrit Photosynthese betreibt und Tieren eine Lebensgrundlage bietet.

Jann schrieb:
Indem ich zwischen beiden Begriffen unterscheide, versuche ich Dir zu verdeutlichen, dass der Mensch die Fähigkeit das Reale zu begreifen erst dann entwickelt, wenn er seine im Gehirn zusammengestrickte Wirklichkeit hinterfragt. Ist man dazu nicht in der Lage, so kann es schnell passieren, dass die im Kopf entstandenen Gedankenkonstrukte (bewusst oder unbewusst - spielt keine Rolle) nicht als realitätsfremd bewertet werden können. Aus diesem Grund gibt es Menschen, die an Einhörner, Engel oder Götter glauben und meinen, diese abstrakten Konzepte wären ein Teil der Realität. Der Titel dieses Threads steht stellvertretend dafür.
Jann schrieb:
Zur Erinnerung: Die Realität ist durch und durch rational, Irrationalität entspringt unseren Gehirnen. Hier wird nichts verallgemeinert, sondern differenziert.
Jann schrieb:
Beide Aussagen sind korrekt. In meiner Neugier finde ich den An"trieb" zu forschen und damit dies möglichst objektiv erfolgt, stelle ich meine subjektiven Wertungen, die Bestandteil meiner Wirklichkeit sind, soweit es geht in den Hintergrund.
Jann schrieb:
Ich frage mich, wie Du zu der Behauptung kommst, ich könnte auf Basis meiner Aussage "jeder Mensch ist naturgemäß subjektiv" nicht alle Menschen in einen Topf schmeißen. Selbstverständlich kann ich das, weil Subjektivität eines jeden Menschen natürlich (naturgemäß) ist.
-------------------------------------------------------------
Quellen:
Kalkdendrit: Website hier, Bild hier
Eisdendrit: Website hier, Bild hier
Zinkdendrit: Website hier, Bild hier
Lutz
Gelöschter Benutzer
Re: Konzepte existieren, also existiert Gott
von Lutz am 22.07.2012 10:23@ Jann
"" Ja - Du mußt dir stets Deiner Handlungen bewußt sein, sie quasi immer im Augenblick fassen und beurteilen können. Du mußt Dich selbst "objektiv sehen" können. Umso besser man das beherrscht, desto mehr profitiert das Unterbewußtsein davon. Man kippt quasi die "Waage" ;O) Dazu bedarf es allerdings auch einer "gesunden Moral", ab vom Eigennutz und dem ganzen Firlefanz um sich selbst auf Biegen und Brechen darüber zu profilieren. Man muss wissen wer man ist.
Mich selber ojektiv sehen, ja das uebe ich. Ich habe einen kleinen Helikopter, sehr schoen, mit Ledersessel, damit steige ich machmal auf bis in eine obere Ecke des Zimmers, dann schau ich runter und seh mich da unten herumlaufen und Unsinn treiben. Aber Scherz bei Seite, das ist sehr wichtig finde ich. Ueber den Eigennutz, da gebe ich Dir sehr recht. Ich habe bemerkt, wenn ich mit einem Problem anderer konfrontiert werde und um Hilfe gebeten werde, dass das zur Seite setzen jeglichen Eigennutzes der objektiven Betrachtung und damit der Loesung zugutekommt.

Antworten
