Michelson-Morley-Experiment

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Darius

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von Darius am 07.09.2014 21:25

Holometer: Ein Mikroskop in Zeit und Raum

NASA schrieb am 2014-09-02:

Wie stark unterscheiden sich Raum und Zeit in einem sehr kleinen Maßstab? Um den ungewohnten Bereich der winzigen Planck-Einheiten zu erforschen - wo Quanteneffekte, die normalerweise nicht wahrnehmbar sind, in den Vordergrund treten -, nahm ein neu entwickeltes Instrument mit der Bezeichnung Holometer in der Nähe von Chicago (Illinois, USA) seinen Betrieb am Fermi National Accelerator Laboratory (Fermilab) auf. Das Instrument soll herausfinden, ob leichte, aber gleichzeitige Erschütterungen eines Spiegels in zwei Richtungen einen Grundtypus holografischer Fluktuationen zutage fördern, der immer einen Mindestbetrag übersteigt. Oben ist einer der Endspiegel des Holometer-Prototyps abgebildet. Obwohl die Entdeckung eines holografischen Rauschens sicherlich bahnbrechend wäre, würde die Abhängigkeit solcher Fluktuationen von einer spezifischen Laborlängenskala manche Raumzeit-Interessierte überraschen. Ein Grund dafür ist das Lorentz-Invarianz-Postulat aus Einsteins spezieller Relativitätstheorie, das besagt, dass alle Längenskalen relativ zu einem bewegten Beobachter verkürzt erscheinen - sogar die winzige Planckskala. Dennoch ist das Experiment einzigartig, und viele sind neugierig, was dabei herauskommt.
Quellen: NASA, starobserver.org

In meiner sonntagabendlichen Faulheit poste ich nur paar Links:

FAQ Holometer

Holometer bei wikipedia.de

Press Release


Na dann: Lass uns die Raumzeit quanteln!

Und jetzt ernsthaft: Ich bin neugierig.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.09.2014 21:25.

Phil

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von Phil am 10.06.2014 11:20

Klar, die Näherung für eine Punktmasse gilt natürlich nur, wenn sie entweder wirklich Punktförmig ist, oder man weit genug entfernt ist. Aber man muss doch auch berücksichtigen, dass selbst in einer Höhe von einem Meter der Großteil der Erdmasse noch wesentlich weiter als einen Meter von einem entfernt ist. Selbst auf 740 km ist der Großteil wesentlich weiter entfernt als nur 740 km.

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wl01

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von wl01 am 10.06.2014 06:42

Hallo Phil!

Muss man da nicht den Radius vom Erdmittelpunkt aus nehmen?
Wenn man von der m.A. völlig falschen Vorstellung einer Punktmasse (im Erdmittelpunkt) und von Gravitation im klassischen Sinne ausgeht, völlig richtig!

Dass diese Vorstellung nicht ganz stimmen kann, hat ein (ich glaube sogar derselbe) Satellit festgestellt (Stichwort "Kartoffel Erde")

Nur in diesem Fall geht man von einer Messung also einem Punkt in 750 Kilometer aus. Und da ist es egal von welcher Seite man mit der Berechnung anfängt.



MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2014 06:49.

Phil

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von Phil am 08.06.2014 18:02

Muss man da nicht den Radius vom Erdmittelpunkt aus nehmen?

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wl01

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von wl01 am 08.06.2014 12:57

Hallo Phil!

Der Lense-Thirring-Effekt ist viel zu schwach, um einen solchen Ätherwind merklich zu beeinflussen.

42 millibogensekunden pro Jahr, während die Erde ca. mit satten 473.000.000.000 Millibogensekunden pro Jahr rotiert. Ja, da bin ich sicher.
Na dann provozieren wir mal und rechnen :
Diese Aussage der 42 Millibogensekunden pro Jahr gilt für eine Messung, die in rund 740 Kilometer über der Erdoberfläche gemacht wurde und deren Wirkung mit mehr als dem Quadrat der Entfernung (von der Erde) sinkt, also in Richtung Erde steigt.

Sprich:
Für 740.000 Meter gelten 42 Millibogensekunden.
Für einem Meter (auf deren Höhe in etwa der MME gemacht wurde) gelten also 42 x 740.000^2 = 22.999.200.000.000 
Millibogensekunden. Und ich habe dabei lediglich die 1/r^2 Rechnung herangezogen!
Selbst wenn man die Äquatorhöhe (-21 km) heranzieht wäre man noch weit über der Rotationsgeschwindigkeit der Erde. (21.712.362.000.000 Ms), also kann der Effekt auf Meereshöhe durchaus real sein.

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2014 12:57.

Phil

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von Phil am 05.06.2014 22:43

42 millibogensekunden pro Jahr, während die Erde ca. mit satten 473.000.000.000 Millibogensekunden pro Jahr rotiert. Ja, da bin ich sicher.

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wl01

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von wl01 am 05.06.2014 21:32

Hallo Phil!

Die Raumzeit würde sich doch niemals mit der selben Geschwindigkeit fortbewegen wie die Erdoberfläche. Der Lense-Thirring-Effekt ist viel zu schwach, um einen solchen Ätherwind merklich zu beeinflussen.
Bist Du Dir da sicher?

Zu den 42 Milli-Bogensekunden des eigentlichen Lense-Thirring-Effekt kämen dann noch die 6,6 Bogensekunden der normalen Raumzeit-Krümmung. Und man darf nicht vergessen, dass der Effekt von Satelliten (Gravity Probe B) in jeweils 740 Kilometer Höhe (über den Polen) gemessen wurde. Und man weiß weiters, dass der Effekt mit zunehmendem Abstand sehr schnell schwächer wird, nicht der 1/r²-Abhängigkeit unterliegt - also nur in Massennähe deutlich ausfällt. Womit der Effekt in Bodennähe, also dort wo das MME gemacht wurde, wesentlich größer sein müsste.

MfG

WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

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Phil

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von Phil am 05.06.2014 19:28

Nun einen möglichen Ätherwind, der dadurch entsteht, dass sich die Erde unter einem möglichen stillstehenden Äther wegdreht kann man schon nach Einstein ausschließen, weil der voraussagte, dass sich die Raumzeit mit der Rotation der Erde mitbewegt = verdrillt (Lense-Thirring-Effekt).

Die Raumzeit würde sich doch niemals mit der selben Geschwindigkeit fortbewegen wie die Erdoberfläche. Der Lense-Thirring-Effekt ist viel zu schwach, um einen solchen Ätherwind merklich zu beeinflussen. Oder missverstehe ich dich?

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wl01

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von wl01 am 05.06.2014 19:01

Hallo Phil  und Spacerat!

Da die Erde sich dreht, erwischt man automatisch Effekte aller drei Raumachsen. Im ursprünglichen Experiment ging es ja um die Frage ruhender Äther ja oder nein - und dafür reichen die zwei Achsen auf der Erdoberfläche.
Also meinst du auch noch in der Höhe bzw. senkrecht?
Nun einen möglichen Ätherwind, der dadurch entsteht, dass sich die Erde unter einem möglichen stillstehenden Äther wegdreht kann man schon nach Einstein ausschließen, weil der voraussagte, dass sich die Raumzeit mit der Rotation der Erde mitbewegt = verdrillt (Lense-Thirring-Effekt). Womit sich ein theoretischer Äther folglich in diese Richtung auch mitbewegen würde. Ob man dadurch auch die Nachweisung eines Ätherwindes in Richtung der Ekliptik ausschließen kann, kann ich nicht abschätzen.
Jedoch müßtte das MME immer in Richtung der Ekliptik ausgerichtet sein um einen Unterschied mit und ohne Ätherwind feststellen zu können. Eine andere Ausrichtung würde fast keinen Unterschied in den Armen feststellen können.

MfG
WL01

PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine Turbulenz im Tachyonenäther ist?

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Phil

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Re: Michelson-Morley-Experiment

von Phil am 05.06.2014 15:52

Ich sage es nochmal, es macht keinen Unterschied. Was ich oben Gerechnet habe, kann man für zwei beliebige Punkte auf einer rotierenden Scheibe nachrechnen, diese Idee ist mir gestern beim Fahrradfahren gekommen.

Der Gedanke dahinter ist, zu zeigen, dass es völlig egal ist, wo die Punkte auf der rotierenden Scheibe sind, die Laufzeit eines Lichtstrahls zwischen den beiden ist bei gleichförmiger Rotation nicht von der Orientierung der Scheibe abhängig. Die Ausrichtung zu Beginn des Versuchs ist also für die Laufzeit nicht von Bedeutung. Wie kommt das?

Sehen wir uns zwei allgemeine Punkte und an, wobei sie in zwei Verschiedene Richtungen vom Rotationszentrum liegen. Der Winkel des ersten Punktes sei wieder , der Winkel zwischen den beiden Punkten vom Ursprung aus gesehen sei . Dann gilt für die Koordinaten der beiden Punkte



und



Während der Laufzeit bewegt sich weiter, die neuen Koordinaten nennen wir und sie sind gegeben durch



Man sieht schon, wohin die Reise geht. Wieder rechnen wir uns die Entfernung zwischen den beiden Punkten



aus, wobei wir zuerst



setzen, um uns etwas schreibarbeit zu ersparen. Dann wird obiger Ausdruck zu



was exakt dem Ausdruck für in meiner letzten Rechnung entspricht, nur eben mit anderen Variablennamen. Das Ergebnis sieht übrigens nicht zufällig wie der Cosinussatz aus, sondern ist genau das. Wenn mir das früher aufgefallen wäre, hätte ich mir die Rechnungen weiter oben größtenteils sparen können.

Das gilt für alle möglichen Punkte dieser Ebene, es ist egal ob dein MMI zentral, dezentral, schief oder sonstwie platziert ist. Solange es auf einer starren Scheibe montiert ist und gleichmäßig rotiert, kann sich die Laufzeit nicht ändern, wenn die Rotationsachse relativ zum angenommenen Äther ruht.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.06.2014 16:00.
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