Plasmaversum - der Film
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Re: Plasmaversum - der Film
von Raphael am 28.04.2012 10:51@skyline:
Eine Doppel-DVD (wegen der Länge von knapp drei Stunden) ist mir bei der geringen Nachfrage - Du bist der einzige, der bisher danach gefragt hat - zu aufwendig. Sorry.
Re: Plasmaversum - der Film
von Raphael am 28.04.2012 10:47@Matthias:
Es müssen nicht unbedingt glasartige Schmelzprodukte sein. Es kommt darauf an, wie der Boden beschaffen ist. Wo man heute viel Sand findet, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich groß, auch auf Glas zu stoßen, welches bei elektrischen Entladungen entstand. So z. B. in der Sahara, wo man das berühmte libysche Wüstenglas findet, welches schon ein zentrales Kultobjekt bei den Ägyptern war.

Der Ursprung dieses Glases könnte im 31km breiten Kebira-Krater liegen.
Glas ist sicher nicht das einzige Produkt, das bei elektrischen Entladungen entsteht. Auf folgendem Bild sieht man einige andere Formen von Tektiten:
Ich habe Tektite mit P gekennzeichnet, die das Ergebnis eines elektromagnetischen Z-Pinches sein könnten, so wie man es auch mit Aluminiumdosen machen kann:
In Arizona, eigentlich im gesamten Südwesten der USA, findet man außergewöhnliche Tektite. Dazu gehören z. B. die sog. Moqui-Marbles in Utah.

Es handelt sich dabei um kugelförmige Eisenansammlungen, die sehr stark an die Eisenspherulen erinnern, die Dr. Ransom in seinen Plasmaexperimenten herstellen konnte.
Glas ist also ein Produkt, das bei elektrischen Entladungen auftreten kann, aber nicht das einzige. In der Umgebung des Grand Canyons findet man andere Formen von Tektiten, weil wir hier keinen reinen Sandboden haben.
skyline
Gelöschter Benutzer
Re: Plasmaversum - der Film
von skyline am 26.04.2012 23:14Hallo. Der Film ist absolut beeindruckend. Gibt es irgendeine Möglichkeit den auf DVD oder Bluray zu bekommen. Das wäre sehr schön.
Matthias
Gelöschter Benutzer
Re: Plasmaversum - der Film
von Matthias am 16.04.2012 20:11Ich habe mir gerade den Teil "Die Erde" angesehen. Demnach sollen auch hier geologische Formationen existieren, die auf Entladungen zurückzuführen sind; Krater, Grand Canyon etc. Eine Beweisführung dafür dürfte meiner Meinung nach recht einfach sein, da dort grosse Mengen glasartiger Schmelzprodukte in typischer Anordnung zu finden sein müssten. Gibt es darüber Erkenntnisse?
osengpiel
Gelöschter Benutzer
Re: Plasmaversum - der Film
von osengpiel am 08.01.2012 16:58Ich merke schon, dass du dich davon, dass die Welt ein großes Uhrwerk ist, nicht abbringen lässt. Das war die Newton'sche Physik, aber nicht die richtige Physik, wie man sie heute kennt.
Nein. Mathematik ist sogar genauer, da sie in ihren Differentialgleichungen zig Faktoren, wie wirkende Kräfte, Reibung, Drehung etc. vereinen und klar unterscheiden kann. Wenn ich Beschleunigung auf der Erde messe, dann muss man immernoch beachten, dass es nicht die reine Beschleunigung ist, sondern eine durch Reibung gebremste. Durch Beobachtungen kann man jedoch nicht sagen, ob eine Reibung wirkt oder ob das Objekt durch etwas anderes abgebremst wird.
Wenn du in einem Zugabteil sitzt und du nicht nach außen gucken kannst, dann kannst du nicht sagen, ob du dich bewegst oder nicht. Wenn du zwei Elektromagneten hast, einen oberhalb, einen unterhalb eines Geladenen Objektes, dann kannst du, wenn sich das Objekt nach unten bewegt nicht sagen, ob der obere stärker wird oder der untere schwächer wird. Durch reine Beobachtung kann man die Physik nicht verstehen.
Elektrodynamik ist als Teilgebiet der Physik ein Forschungsgebiet, wie jedes andere in der Physik. Es gibt nunmal (bislang) 4 (entdeckte ) Wechselwirkungen und mit Stößen kann man diese nicht erklären. Wieso sollte sonst eine Ladung, die sich durch ein Magnetfeld fliegt Kreisbahnen beschreiben.
Re: Plasmaversum - der Film
von Raphael am 08.01.2012 16:28Exakt. Alle Physik ist Mechanik und muß Mechanik sein. Ein Objekt kann ein anderes Objekt nur durch direkte Berührung beeinflussen. Alles funktioniert mechanisch. Was sollte es auch sonst sein? Spukige Fernwirkung ohne Ursache und Wirkung? Das wäre dann Quantenmechanik, das Gegenteil von Mechanik.
Ich habe nie behauptet, daß die Elektrodynamik keine Probleme habe. Sie hat gewaltige Probleme, schon allein was die "Felder" angeht. Ein Feld ist ein dynamisches Konzept - d.h. wir haben es hier mit den Bewegungen bislang nicht identifizierter Objekte zu tun (oh, ich erfinde ein neues Wort dafür: UBOs, unidentifizierte bewegte Objekte). Da hat man früher einen Äther angenommen, der dann aber durch Einstein als mechanisches Medium abgeschafft und in die unsinnige Raumzeit umgemünzt wurde. Ich sage ja zu Beginn des Films, in der dritten Anfangsnotiz, daß leider Worte wie "Energie", "Feld" und "Kraft" aus reiner Not benutzt werden.
Nein, kenne ich nicht, denn es handelt sich bei dem Parameter "t" nicht um Zeit an sich, sondern um Dauer. Diese Dauer wird bestimmt, indem man die Bewegung von Objekten - das Räderwerk einer Uhr meinetwegen - mißt und mit der Bewegung eines anderen Objekts vergleicht. Und ja, Formeln beschreiben in der Physik Bewegungen von Objekten, also dynamische Konzepte, sonst nichts. Beobachtet und gemessen werden einzig und allein die Lokationsänderungen von Objekten, reine Mechanik. Alles weitere sind Derivate dieser Bewegungsmessungen.
Die Bewegungsmessungen, auf denen die mathematische Beschreibung beruht, sind viel wichtiger. Die müssen genau sein. Die Beschreibungen der Mathematik können nämlich nur so genau wie die vorherigen Messungen sein. Und für die Physik, die erklären will, sind Definitionen und Logik ebenfalls ungemein wichtig.
Das Planck'sche Strahlungsgesetz wurde auf Grundlage der experimentell gefundenen Strahlungskurve eines Schwarzkörpers von Planck durch bloßes Raten gefunden. Die Formel gibt nur einfach den experimentell gefundenen Verlauf der Kurve mathematisch wieder. Das ist alles. Man braucht die Formel nicht. Man kann auch einfach die grundlegenden Meßwerte zusammengestellt in der Kurve nehmen, was zwar umständlicher ist, aber ebenfalls funktionieren würde.
Nein, die Physik, die ich meine, ist die Physik des Kindes, das mit Magneten spielt, um sie zu verstehen; es ist die Physik des Bastlers im Hobbykeller, der eine bahnbrechende Entdeckung macht; es ist die Physik des Plasmaforschers, der im Labor genaue Experimente durchführt und Parallelen aufzeigt zwischen seinen Funden und denen der Astronomie. Die Physik, die ich meine, ist die Physik von Ursache und Wirkung, von Mechanik und nichts als Mechanik, von Objekten und ihren Bewegungen.
Die "Physik", die du meinst, ist die positivistische, vermathematisierte, irrationale Religion des verdinglichten Konzepts in all seinen Ausdrucksformen.
osengpiel
Gelöschter Benutzer
Re: Plasmaversum - der Film
von osengpiel am 08.01.2012 15:27Ich habe mir mal die Mühe gemacht und dir ein paar Definitionen der Physik herausgesucht:
http://www.uni-muenster.de/Physik/Studieninteressierte/Wissenswertes/definition.html
http://pgd5.physik.hu-berlin.de/struma/klame1.htm
http://www.heynkes.de/Anna/physik.htm
http://www2.physik.uni-bielefeld.de/1198.html
Letzteres finde ich sehr passend:
http://www.uni-goettingen.de/de/206820.html
Ich hoffe diese Definitionen, die fast alle von Universitäten (jaja, in ganz Deutschland wird nur Mist gelehrt) stammen, dir aufzeigen, was Physik wirklich ist.
osengpiel
Gelöschter Benutzer
Re: Plasmaversum - der Film
von osengpiel am 08.01.2012 15:14Diese Klassische Physik, die du meinst ist die Mechanik. Dein Plasmaversum enthält jedoch die Elektrodynamik, die nicht von Bewegungen allein ausgeht.
Und selbst in der Bewegungsphysik gibt es Formeln, die Bewegungen ausdrücken. Vielleicht kennst du ja die Formel Weg durch Zeit, die die beiden messbaren Größen in eine andere Größe, die Geschwindigkeit überführt.
Die Mathematische Beschreibung ist die wichtigste, da sie etwas präzise vorhersagen kann. Bsp:
x ist der Ort, bzw die Strecke zum 0-Punkt. [m]
Integral über die Zeit: x dt = x * t (Weg mal Zeit) -> Geschwindigkeit [m/s]
Nächstes Integral: x*t dt = 1/2 x * t² (Geschw. mal Zeit) -> Beschleunigung [m/s²]
Und so beschreibt die Mathematik die Natur exakt, wärend man durch Beobachtungen nur sagen kann, dass sich etwas verändert oder nicht. Kannst du Geschwindigkeiten, Beschleunigungen oder Entfernungen durch Beobachtung exakt schätzen? Nein, das geht nur durch Messungen. Und kannst du dann die Zusammenhänge ohne Mathematik beschreiben? "Das Auto wird schneller" ... aber wieviel genau? v' = v + a*t - das sagt Mathe.
Gut, das mit der Lichtfarbe war ein Schuss ins Knie, das gebe ich zu. Aber daran, dass du recht hattest, kann man sehen, dass Mathe recht hat. Ohne das Plank'sche Strahlungsgesetz (welches Mathematischer Natur ist) könnte man Wellenlängen keine Temperatur von Objekten zuordnen.
Was Physik ist musst du als Physikprofessor ja besser wissen, als ich - der einfache Physikstudent. Die Physik, die du meinst ist übrigens die Metaphysik - ein teil der Philosophie.
Re: Plasmaversum - der Film
von Raphael am 08.01.2012 14:39So, einfach mal selbst gelesen. Auf der angegebenen Seite steht unter "Kontinuierliche Lichtemission aufgrund der Temperatur eines Strahlers":
Die Lichtfarbe ist die Wellenlänge des Maximums des kontinuierlichen Spektrums. Eine solche Wellenlänge wird üblicherweise in Nanometern angegeben. Die Lichtfarbe ist nicht die Farbtemperatur! Nur letztere wird in Kelvin angegeben. Der Lichtfarbe - z. B. Gelb (ca. 570nm) - wird eine Temperatur (in Kelvin) lediglich zugeordnet (z. B. 6000°K für Gelb). Du hast Lichtfarbe und Farbtemperatur verwechselt, und aus diesem Fehler machst du mir den Vorwurf physikalischen Unverständnisses. Oops.
Und im Labor, bei sehr geringem Druck, sieht das auch anders aus. Aber die Instabilität der Neutronen sieht im Labor bei allen Versuchen, egal, wieviel Druck man verwendet oder wie man die Bedingungen generell verändert, immer gleich aus. Weil die Urknallanhänger keine Erklärung für Pulsare finden konnten, begannen sie einfach, die absurdesten Bedingungen anzunehmen, um sich selbst einreden zu können, irgendwie sei dieses magische Neutronium schon stabil. Es ist pure Phantasie und nicht nötig, da wir einen simplen elektrischen Prozeß kennen, der zu genau solchen Pulsen führt, wie wir sie bei Pulsaren beobachten. Der Unterschied ist so frappierend, daß man Okkhams Rasierklinge gar nicht ansetzen muß. Das Neutronium fällt von allein ab.
In der klassischen Physik geht es darum, Objekte und deren Bewegungen zu studieren und Theorien zu entwickeln, mit denen die Beobachtungen erklärt werden können.
In der modernen, vermathematisierten Pseudophysik geht es darum, einfach nur das Beobachtete mathematisch zu beschreiben und in die Zukunft zu projezieren. Das ist nicht Physik, denn Physik sucht nach Erklärungen, nicht bloß nach Beschreibungen. Aber das ist alles, was die Mathematik kann - beschreiben. Daher ist sie bestenfalls eines von vielen Instrumenten im großen Orchester der Physik - und nicht einmal die erste Geige.
osengpiel
Gelöschter Benutzer
Re: Plasmaversum - der Film
von osengpiel am 08.01.2012 13:02Ich habe mich extra kurzgehalten:
Nur um nochmal dein Fachkenntnis der Physik darzulegen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtfarbe (Einfach mal Kelvin suchen und selbst lesen).
Das ist richtig.
Das ist Schwachsinn. Nur weil etwas in einem Laborversuch nicht funktioniert, heißt nicht, dass es unter allen Bedingungen nicht funktioniert. Im Laborversuch kocht Wasser bei 100° C. Im Weltraum, bei sehr geringem Druck sieht das schon anders aus.
Vielleicht solltest du das in deinen Filmen nicht Physik, sondern Philosophie nennen, denn in der Physik geht es darum Mathematische Vorhersagen zu liefern, die in Experimenten oder Beobachtungen bestätigt oder falsifiziert werden.
Wenn das, was du betreibst Physik wäre, dann würde man in deinen Filmen die eine oder andere Formel oder gar ein Experiment finden. Da du aber weder Messinstrumente für das Weltall (Teleskope, Satelliten, etc) hast, um Messergebnisse zu bekommen, die deine Annahmen stützen, noch irgendeine Chance deine Theorien mathematisch zu festigen, halte ich das was du tust für Pseudowissenschaft.


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