Die Kunst des Träumens
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EyDrian
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von EyDrian am 22.07.2014 19:50Fliegen ich meine so richtig?!
Und das ist nicht zu unterscheiden von der Realität (von den Sinnen her?!)?!
Das muss atemberaubend sein, das will ich unbedingt erfahren.
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von Norman am 22.07.2014 19:01Hallo Alexander,
da ich in deinem Beitrag mehr Satire als Ernsthaftigkeit heraus lese, fasse ich mich kurz.
Der Traum fliegen zu können war lange Zeit nur ein Gedanke, welcher sich nicht in den Alltag umsetzten ließ. Doch war es die Idee (Traum/Gedanke), welcher Menschen dazu anspornte, Möglichkeiten zu finden, diese Idee in die Tat umzusetzen. Flugzeuge entsprangen einst dem Reich der Fantasie, und jene, welche verrückt genug waren, dieser Fantasie zu folgen, verdanken wir es heute in einigen Stunden um die halbe Welt reisen zu können.
Jedoch hat dein Beispiel nur wenig mit motorischem Lernen zu tun.
Wer sich für die Thematik wirklich interessiert, dem empfehle ich diese kurze Broschüre durchzulesen:
Motorisches Lernen im luziden Traum: Phänomenologische und experimentelle Betrachtung
LG Norman
Re: Die Kunst des Träumens
von 1Alexander am 21.07.2014 22:29@Norman
Das hoffe ich doch. Ich träume ab und an, ich könnte fliegen, fast so wie Supermann. Wobei der Vorgang an sich gewisse Anstrengungen erfordert, sodass man auch abstürzen kann, wenn man die Konzentration verliert.
Die Fertigkeit zu fliegen habe ich im Laufe der Zeit verbessert. Am Anfang konnte ich beim Weitsprung nur die Flugbahn um ein paar Meter verbessern. Ich hab sogar im Traum mal jemand getroffen, der auch fliegen konnte.
Ich hoffe irgendwann kann ich das in die reale Welt rübernehmen ;).
Aber ohne Quatsch, Traumexperimente habe eine gewissen Reiz. Man kann ganz schön an seinen Träumen rumspielen.
Fazinierend finde ich, dass ich Traum z. B. aus dem Stegreif elenlange Reime oder Traktate runterbeten kann.
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von Norman am 21.07.2014 21:32Hallo Eydrian,
Hier muss ich passen, da ich nicht einmal weiß, von was für einer Firma du sprichst.
Das kommt ganz darauf an, was du lernen möchtest, Klarträume eignen sich hervorragend, motorische Fertigkeiten zu verbessern.
Ganz anders verhält sich dies mit inhaltlichen Lernthemen. Wenn du ein Buch lesen willst, kommst du nicht darum es außerhalb deines Traumes zu lesen, denn solange du den Inhalt noch nicht kennst, kann im Traum alles Mögliche darin stehen.
Allgemein würde ich sogar davor abraten, extensives Klarträumen direkt vor den Prüfungen zu praktizieren, da dies dem Lernerfolg mitunter hinderlich sein könnte.
Alle Sinneseindrücke, welche du von der Welt aufnimmst, landen erst einmal in Hypothalamus, sofern dein Gehirn diese nicht als gänzlich überflüssig betrachtet, und gar nicht erst speichert. Je mehr ein Mensch im Leben lernt, des so größer ist auch sein Hypothalamus, dies konnte man z.B. bei Taxifahrern in London nach ihrer Prüfung zu Taxischein messen.
Der Hypothalamus ist jedoch nur ein Zwischenspeicher, Menschen mit einem geschädigten Hypothalamus (ich kannte mal eine Frau, welche dies betraf) können nichts mehr dazu lernen, sie erinnern sich an jene Dinge, welche sie vor der Schädigung gelernt haben, jedoch wissen sie nicht mehr, was sie am Vortag machten.
Will man dauerhaft etwas lernen muss die Information aus dem Hypothalamus in die Großhirnrinde, und dieser Informationsaustausch finden überwiegen im Schlaf statt. Träume sind mitunter das Resultat dieser Datenübertragung im Gehirn. Die Großhirnrinde empfängt Signale aus dem Hypothalamus und versuchte diese zu interpretieren und erschafft daraus die Traumrealität. Unsere gesamte Realität besteht aus Signalen, welche unser Gehirn von außerhalb erhält.
Ein Fehler, welche viele bei Prüfungsvorbereitungen begehen, ist, dass sie in den Wochen davor kaum schlafen, da sie die Nächte durch lernen, so können nicht allzu viele Information ins Langzeitgedächtnis, als wenn man ausschlafen würden. Ergo, schlafen ist ein wichtiger Bestandteil des Lernprozesses.
Da bei Klarträumen der Frontalkortex aktiver ist, als bei einem gewöhnlichen Schlaf, kann es sein das Klarträume, den Lernprozess stören können. (Dies muss nicht so sein, jedenfalls sind mir keinerlei Studien darüber bekannt, doch wollte ich das Risiko nicht unerwähnt lassen.)
Wenn der Hypothalamus überlastet ist, da man mitunter zu viele Informationen in zu kurzer Zeit aufnehmen musste, spürte man dies, sofern man auf die Symptome achtet. Man kann sich schlechter konzentrieren, und fühlt sich schlapp und müde. Hier empfiehlt es sich, zwei Nächte lang wirklich durchzuschlafen, selbst wenn es über 10 Stunden sind. Meist eignet sich dafür das Wochenende.
Wenn du mehr lernen möchtest, empfehle ich dir verschiedene Memotechniken auszuprobieren. Visuelle Bilder prägen sich um ein vielfaches besser ein, als reine geschriebene oder akustische Informationen. Ich bevorzuge eine Technik, welche sich aus Visualisierungen gekoppelt mit kinästhetischen Ankern zusammen setzt, jedoch muss jeder seine eigene Methode herausfinden.
Hier nochmal der Link von der Vorlesung, aus meinen ersten Beitrag, wobei dieser hier direkt die MP3-Datei abspielt:
http://brain.exp.univie.ac.at/20_vorlesung_ss04/Schlaf_I_MP3.mp3
LG Norman
EyDrian
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von EyDrian am 21.07.2014 08:39hast du nicht schon mal überlegt, bei dieser Fa. einzusteigen, die für andere Firmen im Traum nach Entscheidungen sucht?
soll bis zu 46.000Euro im Jahr einbringen können 
eines noch:
da ich Student bin, ist es möglich, während des Klartraums zu lernen??
Ich meine, die Skripte und Texte, die ich auch wirklich im echten Leben zu lernen habe?
Das wär ja was.
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von Norman am 20.07.2014 21:58Hallo EyDrian,
es gibt verschiedene Abstufungen bei den Träumen, so gibt es „Trübe-Klar-Träume" (ich nenn dies jetzt einfach mal so), bei denen man morgens nach dem Erwachen sich daran erinnert, dass man geträumt hat, und sich in diesen Traum des Träumens bewusst war. Doch fehlt diesen Träumen das „Jetzt-Erleben", welches sich vom echten Klartraum unterscheidet.
Den echten Klartraum erlebt man in Augenblick, und ja, der Traum ist absolut real, und von der Sinneswahrnehmung nicht von dem Erleben des Alltages zu unterscheiden. Der Traum ist so real wie dieser Augenblick in dem du diese Worte liest. Womöglich ist dies vielleicht auch nur ein Traum, also der beste Zeitpunkt einen Realitätscheck zu machen. Ich frage mich dann immer: Wo bin ich gerade Wie kam ich hierher?
In Träumen stellte ich oft fest, dass ich nicht wusste, wie ich an diesen Ort kam, worauf ich dann schloss, dass dies ein Traum sei. Dies ist einfach, wenn man sich z.B. in einer fremden Stadt befindet. Doch gibt es Träume, welche den gewohnten Alltag wieder spiegeln. Hier sucht man nach Unstimmigkeiten, jedoch im Traum erscheinen einem oft selbst absurde Situationen als völlig normal. Das Lesen von komplexen Texten ist im Traum recht schwierig, was dafür spricht, dass du jetzt gerade wach bist.
Wichtig für das Klarträumen ist es alles kritisch zu hinterfragen, „Passiert dies gerade wirklich, oder ist dies nur ein Traum?"
Irgendwie versucht uns unser Unterbewusstsein daran zu hintern, dass wir uns des Träumens bewusst sind. Warum auch immer. So kam es bei mir schon mehrfach vor, dass ich träumte aufzuwachen, obwohl ich mich noch im Traum befand. So träumte ich, dass ich z.B. im Bett lag und nicht wieder einschlafen konnte. Mitunter gab es Störfaktoren, welche mich dann am einschlafen hinderten. In einem Fall konnte ich im Traum nicht einschlafen, da Familienangehörige im Nebenraum Lärm machten, bis mir wieder bewusst wurde, dass ich schon seit Jahren alleine wohne, und dies nur ein Traum war. Wenn ich nicht aus einem Klartraum erwache, passiert es oft, dass mich der Traum irgendwann so sehr einfängt, dass ich wieder vergesse, dass es nur ein Traum ist.
Inzwischen habe ich nur noch ca. 2 Klarträume im Monat, da ich die Traumübungen kaum noch mache. Ich konnte viel über die Wahrnehmung der Realität aus den Träumen lernen, und könnte wohl darüber noch etliche Seiten schreiben. Derzeit schreibe ich ein Buch, wo Träume und Realität das zentrale Kernthema sind.
LG Norman
EyDrian
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von EyDrian am 20.07.2014 20:47Hab mir ein Büchlein mit einer Anleitung gekauft,
was ich mich generell frage, ist:
Ist der Traum so real, dass man tatsächlich denkt, man ist wach?
So real, dass ich denke, die Zeilen, die ich hier schreibe, träume ich nur zu schreiben?
Bin gespannt.
Sirijana
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von Sirijana am 17.12.2013 23:48Hallo Norman
unter der nächsten Welt stelle ich mir einfach einen anderen Planeten vor auf dem Leben existieren kann oder schon existiert.
Ich gehe davon aus, das es mehrere bewohnbare Planeten im Universum geben könnte auf denen Leben existiert.
in der Philosophie ist es natürlich einfacher mit den Konzepten zu agieren, was man sich durchaus vorstellen könnte wie Sie so es beschreiben. Hab ich mir auch schon meine Gedanken gemacht, weil ich einige Erfahrungen im Leben gemacht habe die es in der Physik nicht geben kann.
LG Sirijana
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von Norman am 15.12.2013 13:44Hallo Sirijana,
Inwieweit bestimmte Phänomen auf die Träume des einzelnen zutreffen oder nicht hängt vor allem vom Träumer ab. Jeder ist ein Individuum mit seinen eigenen Erfahrungen und unterschiedlicher Vorstellungskraft.
Luzid-Träumer verwenden verschiedene Techniken um zu überprüfen ob dies gerade die Realität ist oder nur ein Traum (Realitätscheck). Der bekannteste Realitätscheck ist wohl das Zählen der Finger, da man im Traum oft mehr als zehn hat. Dies ist auch bei mir so und bei vielen anderen, jedoch nicht bei jedem.
Der Lichtschaltertest ist auch so ein Realitätscheck, und auch hier gibt es Menschen bei denen die Lichterschalter im Traum funktionieren. Auch das Lesen in Traum ist schwer, einzelne Worte sind einfach, doch komplexe Texte schon schwieriger, da sich die Traumrealität ständig ändert. Dies trifft auch auf viele Gegenstände im Traum zu, welche ständig ihre Gestalt ändern, was vom Träumer aber nur selten bemerkt wird.
Es gibt auch unter Psychologen die Theorie, das wir nur Träumen um Lösungen für den Alltag zu finden.
Ich habe in meinen Träumen auch schon ganze Städte erschaffen, um genau zu sein ist es schon fast ein kleiner Kontinent, welcher über die Jahre immer weiter wuchs und komplexer wurde. Wenn ich möchte, kann ich in meinen Träumen diese Welt immer wieder aufsuchen. Ich vermute mal, dass diese Technik auch von Fantasieautoren wie Tolkin oder G.R.R. Marin bewusst oder unbewusst eingesetzt wird.
Ich weiß nicht genau, was du dir unter der „nächsten Welt“ vorstellst. Auch ich habe hin und wieder Träume, welche mir so real vorkommen (nicht inhaltlich, sondern vom einem inneren Gefühl heraus), dass ich mich mitunter frage ob dies mehr als ein Traum war.
Träume an sich sind nichts anderes als abstrakte Konzepte. Doch sind wir es (Materiekörper), welche Träumen. Ergo gebe es ohne den Träumer keinen Traum.
Nun gehe ich etwas weiter in die Philosophie:
Träume sind erschaffene Realitäten eines Bewusstseins, welche nicht aus Materie bestehen, und daher sind diese erschaffenen Realitäten den Konzepten zu zuordnen. Doch ein Bewusstsein ist an Materie gekoppelt.
Betrachten wir den menschlichen Körper und suchen darin das Bewusstsein, so können wir es nicht ausfindig machen. Das Bewusstsein ist ein Konzept und kein Ding mit Form und Lokation.
Da Bewusstsein entsteht durch die strukturelle Anordnung von Materie und ihrer Bewegung innerhalb dieser Struktur. Daher könnte man sagen, dass Bewusstsein ein dynamisches Konzept ist.
Wenn strukturbildende Materie in seiner Bewegung bei Menschen und Tier ein Bewusstsein erschafft, kann es dann auch ein Bewusstsein außerhalb der Individuen geben?
Mitunter könnte man auch Schwärmen (z.B. Fische, Vögel, Ameisen) eine Art von Bewusstsein unterstellen. Wobei hier die Individuen so etwas wie die Zellen im menschlichen Körper einnehmen, welche im Verbund agieren.
Auch Maschinen (Computer und Roboter) werden immer komplexer, so dass man früher oder später vielleicht von einem „künstlichen“ Bewusstsein sprechen wird.
Auch Staaten und Kulturen werden hin und wieder ein Bewusstsein unterstellt. So könnte man auch einem Ökosystem ein Bewusstsein unterstellen, oder gar vom Bewusstsein der Erde sprechen.
Denkt man diesen Gedanken noch weiter, enthalten vielleicht auch die dynamischen Bewegungen der Planeten, Sterne und Galaxien mit ihren sich daraus bildenden Strukturen eine Art von Bewusstsein.
LG Norman
Sirijana
Gelöschter Benutzer
Re: Die Kunst des Träumens
von Sirijana am 13.12.2013 22:36Hallo Norman
das Fliegen im Traum habe ich schon als Kind gelernt in sogenannten Serienträumen in denen ich von Hausdächern von Schuppen von Berkanten usw. flog und wieder versuchte vom Boden aus zu fliegen. Irgendwann gelang mir dies, so dass ich dies heute mühelos im Traum anwenden kann.
Ich hab auch schon von dunklen Räumen also meinem Zimmer geträumt in dem ich dann das Licht angeschaltet habe und dann in meinem Spiegel geschaut habe und mich im Traum eingehend betrachtet habe.
Ich weis oft in meinen Träumen das ich gerade Träume und dann gestalte ich mir den Traum nach meiner Vorstellung und erhalte auch für mein Leben immer wieder Lösungen.
In meinen Träumen habe ich schon ganze Städte und faszinierende Flughäfen gebaut und dann flog ich auch mit diesen Flugzeugen.
Manchmal denke ich mir, das ich mir träumend meine nächste Welt erschaffe in der mein Konzept mit der Materie interagiert.

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