Pluto

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Hannes

67, Männlich

Beiträge: 782

Re: Pluto

von Hannes am 29.09.2015 16:25

Die bereits im Rosetta-Thread verlinkte aktuelle Space News passt auch in diesen Diskussionspfad:

https://viaveto.yooco.de/forum/mission_rosetta-25095230-t.html#25095230 
 

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Hannes

67, Männlich

Beiträge: 782

Re: Pluto

von Hannes am 15.09.2015 17:45

Da hst Du ja richtig grandiose Vermutungen aufgestochen! Besonders das aus Wassereisblöcken bestehende Gebirge, das auf gefrorenem Stickstoff treibt, hat es mir angetan. Und bei 1 tippe ich stark auf die Korrektheit der zweiten Erwägung (fett) aus NASA-Sicht: 

"Entweder war die Atmosphäre in der Vergangenheit dichter. Oder es ist ein Prozess am Werk, den wir noch nicht verstanden haben."

Warum bin ich eigentlich nicht bei der NASA? Die beiden Schlussfolgerungen hätte ich auch locker hinbekommen!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.09.2015 17:45.

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Pluto

von 1Alexander am 12.09.2015 21:18

Neues von den Einpeitschern der wahren Lehre:

Spiegel-Online 12.09.2015: Neue Pluto-Bilder: Eisflüsse, Nebelbänke und vielleicht sogar Dünen

Aber wenigsten schimmert die ehrliche Erkenntnis etwas durch:

"Entweder war die Atmosphäre in der Vergangenheit dichter. Oder es ist ein Prozess am Werk, den wir noch nicht verstanden haben."

Anderseits wird wieder der tiefe Blick in die Glaskugel der Hirngespinste als Wissenschaft verkauft. Was man von schlichten Fotos so alles ableiten kann? Ich bin tief beindruckt.

An anderer Stelle der Planetenoberfläche finden sich Ströme aus gefrorenem Stickstoff, die anscheinend aus Gebirgen in Ebenen flossen.

Bei einigen Bergen in der sogenannten Sputnik-Ebene könnte es sich um große Blöcke von Wassereis handeln, die auf gefrorenem Stickstoff treiben, mutmaßt er.

Hä? Wassereisblöcke treiben auf gefrorenem Stickstoff? Wie,  treiben? Oder rutschen die wie von Geisterhand bewegt, hin und her. Dafür hätte ich in der Schule Backpfeifen vom Lehrer bekommen. Oder alle hätten sich weggedreht und bitterlich geweint.

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Hannes

67, Männlich

Beiträge: 782

Re: Pluto

von Hannes am 27.07.2015 21:26

Hallo Norman,

erwartet wird fast kein bis gar kein Magnetfeld, da Pluto keinen Eisenkern habe, der laut Mainstream aber als Voraussetzung eines Magnetfeldes gilt. Wäre doch ein Magnetfeld da, dann müsste man entweder plötzlich einen Eisenkern für Pluto behaupten oder bisherige Vorstellungen zur Erzeugung der Magnetfelder von Himmelskörpern wie Planeten und Zwerplaneten kippen.   

Dazu gibt es noch diese Bemerkungen zu New Horizons Forschungen bei Wikipedia:

An objective to measure any magnetic field of Pluto was dropped. A magnetometer instrument could not be implemented within a reasonable mass budget and schedule, and SWAP and PEPSSI could do an indirect job detecting some magnetic field around Pluto.[citation needed]

Man versucht also gar nicht erst das Magnetfeld zu messen, aber ggfs. sollen die anderen beiden Forschungsprojekte von New Horizons indirekt Aufschlüsse geben können. Mehr Details zu SWAP und PEPSSI hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/New_Horizons#Science_payload   

Wir werden also sicher noch eine Weile auf verlässliche Informationen in dieser Richtung warten müssen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.07.2015 21:26.

Norman
Gelöschter Benutzer

Re: Pluto

von Norman am 27.07.2015 19:11

Hallo Hannes,

am interessantesten finde ich das mit der Atmosphäre auf dem Pluto, sowie den entdeckten Wolken. Was ich mich derzeit noch Frage: Hat der Pluto ein Magnetfeld?

Da du dich schon intensiver mit dem Thema befasst hast, kannst du vielleicht etwas dazu sagen/schreiben. Danke schon mal im Voraus.

Womöglich wurde dies irgendwo schon erwähnt wurde, und ich habe es einfach nur überlesen habe.

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Hannes

67, Männlich

Beiträge: 782

Re: Pluto

von Hannes am 27.07.2015 18:45

Voll krass, wie Hunnen jetzt schon Pluto okkupieren!  

Vielleicht sollte auf dem Forum ein Geschichtsteil eingerichtet werden, ich habe nämlich auch schon mit 17 Jahren ein kleines Buch mit einer eklektischen Geschichte der Germanen und Hunnen durch Abschreiben aus Lexika und Geschichtsbüchern verfasst.

Nur wäre ich hier am Ende doch froh, wenn astrophysikalische Themen hier nicht ständig derartig breit laufen würden. Jemand, der hier mitliest, nicht viel Zeit hat und daher nur an den Kernaussagen des Themas interessiert wird, wird dieses ständige Abrutschen in physikfremde Themen sicher nicht so gautieren, weil es die Informationsaufnahme ungemein erschwert.   

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.10.2015 17:18.

1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Pluto

von 1Alexander am 26.07.2015 16:35

@Rico

So wie in Europa eine 'Mittelalterliche Stadtplanung' plötzlich allerorts vor ca. 1000 Jahren gleichzeitig begann.:

Da ist doch alles auf "Karl den Großen" zurückzuführen, den Wundermann. 
Aber ohne Quatsch. Ich glaube man kann die Städte an zwei Händen abzählen, welche nach dem Mittelalter gegründet wurden. Eine vernünftige Erklärung dafür habe ich noch nicht gehört. Ebenso für die Dunklen Jahrhunderte, wo nur fleißige Mönche das Wissen in irgendwelchen Klosterkellern bewahrt und weitergegeben haben. Die Völkerwanderung steht auch in diesem Zusammenhang:
Wikipedia:...
...
Wer aber die Hunnen genau waren und woher sie stammten, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.
...
Als sicher gilt, dass die Hunnen, die wohl nicht unter einheitlicher Führung operierten...
Das waren Fluchtbewegungen ganzer Völker, sicher nicht aufgrund von Siedlungsdruck. Mitteleuropa war weitgehend bewaltet. Städte gab es kaum. Die römischen Kulturflächen waren unerheblich. Großlandwirtschaft konnte mit den damaligen Technologien gar nicht bewältigt werden. Die großen Rodungen setzten erst im 11. Jahrhundert an. Auch noch meinen Senf zur gelaufenen Burgendiskussion. Sicherlich lassen sich Burgen auf Bergen besser verteidigen. Das muß aber nicht der primäre Grund gewesen sein. Die Idee der Kontrollbauten für Handelswege und Schifffahrtsrouten kann auch hinterfragt werden. Wer mal eine Burg erklommen hat, weiß wie schlecht sich von dort der umwaltete Weg im Tal kontrollieren läßt. Hierzu bedarf es zusätzlicher Wehrwerke im Tal. Solche Überlegungen fußen auf unseren Vorstellungen über die damalige Zeit: kriegerisch, barbarisch, ungeordnet. Das sagt aber mehr über uns aus, als über unsere Vorfahren.

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Rico

54, Männlich

Beiträge: 966

Re: Pluto

von Rico am 26.07.2015 13:09

Alexander und Hannes....

eure Prophetie holt mich alten Katastrophenlurch glatt vom Mittagstisch weg.

Zunächst zur Oberfläche von Pluto ein simpler geomorphologischer Vergleich, der Phil die restlichen Haare rauben wird:

Pluto:

Troughs_in_Sputnik_Planum_by_LORRI.jpg
Quelle:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/36/Troughs_in_Sputnik_Planum_by_LORRI.jpg



...mit der geomorphologischen Struktur der Erde. Hier das NEULAND Sibirien:

Sibirien_Ausschnitt.png
http://www.maps-for-free.com/



5000 Jahre?

Wie in alten Berichten zu lesen, z.B. Sigismund zu Herberstein, 1525 'Reise zu den Moskowitern', ist Sibirien noch vor 500 Jahren weitestgehend unerkundet. Das Land hinter dem Ural war unbereisbar.

Städte gründeten sich erst vermehrt vor 100-200 Jahren....


So wie in Europa eine 'Mittelalterliche Stadtplanung' plötzlich allerorts vor ca. 1000 Jahren gleichzeitig begann.:

http://www.amazon.de/Entdeckung-mittelalterlichen-Stadtplanung-Mythos-gewachsenen/dp/3806214646

Mittlerweile verlangt man unverschämte Preise für dieses wichtige Buch.

Es gab einmal eine interessante Doku auf Youtube zu dem Sachverhalt mit dem Autor.... Die Doku ist aber verschwunden.
















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Hannes

67, Männlich

Beiträge: 782

Re: Pluto

von Hannes am 26.07.2015 11:09

Ja, es ist in der Tat so, dass das Bedürfnis nach Sicherheit eben wirklich ein menschliches Grundbedürfnis hat. Da hatte der alte Maslow unbedingt recht. Man kann auch den Selbsttest machen und sich fragen, ob man lieber hätte, ob ein Katastrophist mit seinen erschreckenden Interpretationen der Geschichte und bedrohlichen Vorhersagen recht hat oder ein Aktualist mit dem Glauben an ein gleichmäßiges, verlässliches kosmisches Uhrwerk. Von Katastrophen hört man höchstens "gern", wenn sie zeitlich und/oder örtlich weit weg sind.

Natürlich, wer seine Herrschaft auf feste Grundlagen bauen will, der muss Sicherheit garantieren. Er muss die Natur irgendwie (scheinbar) "im Griff" haben. Kein Wunder, dass die allerersten (uns bekannten) Kalender etwa zeitgleich in einer Epoche von Katastrophen vor mehr als 5000 Jahren in Mittelamerika und Indien entstanden. Auf der Basis solcher Kalenderwerke kann man dem dummen Plebs dann vorschwindeln, dass die eigenen Gebete dafür gesorgt haben, dass die Sonnen- oder Mondfinsternis oder eben anderes Ungemach wieder endet, also nur vorübergehender Natur ist. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die Priester des Kultes nach einer Weile selber an ihre Märchen geglaubt haben. Das hat im Lauf der Zeit zu Unmassen von sinnlosen blutigen Opfern auf Opfersteinen und Altären auf Pyramiden geführt. Ich könnte zynisch sagen: Man sieht schon, dass strenger Glaube einiges "bewegen" kann!

Allerdings muss auch eins erwähnt werden, Alexander! Sicher unterminiert Unsicherheit bestehende Herrschaftssysteme, aber zugleich werden Menschen in ihrer Angst auch manipulierbar und fallen neuen Herrschaftssystemen zum Opfer nach dem Motto: Ihr müsst unbedingt dieses oder jenes tun, sonst geht die Welt unter! Der Wechsel eines kosmologischen Paradigmas führt nicht zwangsläufig zu einer insgesamt besseren Gesellschaft, selbst wenn sich das Wissen erweitert und alte Dogmen gebrochen werden. Auch Elektrizität wird seit Jahrhunderten, vielleicht sogar Jahrtausenden von Scharlatanen missbraucht.     



  


 

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1Alexander

60, Männlich

Beiträge: 1233

Re: Pluto

von 1Alexander am 26.07.2015 09:29

@Hannes

Danke, prima Video. Hier läuft alles zusammen: "Weil wir uns so sicher fühlen können"

Nachtrag: Und hier liegt auch die Begründung für die Verdrehungen und Verrenkungen in der Kosmologie. Das Eingeständnis, dass das Sonnensystem nicht seit Milliarden Jahren (sic!) stabil ist, somit Stabilität nicht vorausgesetzt werden kann, würde die Legitimität jedes Herrschaftssystem sofort in Frage stellen. Das gleiche betrifft die klassischen religösen Systeme und deren Institutionen.

Zum Verständnis auf gut Deutsch: Welchen Sinn macht die Unterwerfung unter einen Priesterkönig, wenn der keine Sicherheit garantieren kann.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.07.2015 09:46.
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