Credo/Dogmen
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Curiositas
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von Curiositas am 10.03.2012 14:31Da gebe ich dir vollkommen Recht. Aber kennst du die Keplerschen Gesetze? Nach dem Dritten Keplerschen Gesetz gilt für die Umlaufzeit:
Wurzel [(4 pi² a³) / (G * M1 * M2)] = T
mit a als die große Halbachse der Ellipse, G als Gravitationskonstante und M1,M2 als Massen.
Man kann die ungefähre Größe und damit die Masse eines Objektes an der Helligkeit und dem Spektrum bestimmen. Man weiß also die ungefähre Masse der Sterne im Zentrum und auch deren Halbachsen a, die man ja messen kann. So kann man eine ziemlich gute Einschätzung auf die Masse des Zentralen Objektes machen.
Ja. Aber wo ist die Physik ohne diese Mathematik? Elektromagnetismus, Gravitation, Bewegung, Mechanik - alle Teile der Physik beruhen auf mathematischen Interpretationen. Wer hat schonmal ein elektrisches Feld beobachtet? Oder die genaue Bewegung eines einzelnen Teilchens? Was ist eigentlich Geschwindigkeit? Kann man Geschwindigkeit messen? Nicht direkt. Kann man sie sehen? Nein, denn das ist subjektive Beobachtung. Worauf kann man sich in der Physik verlassen, wenn nicht auf die Mathematik? Auf subjektive Beobachtungen und Interpretationen? Mathematik lässt sich nicht beliebig auslegen. Man kann keine Formel einfach mal so verändern, dass man mit den Newtonschen Gesetzen die Elektrodynamik erklären kann.
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von Norman am 09.03.2012 20:33Hallo Curiositas,
uns ging es vor allem um die angebliche Krümmung des Raumes, und das bei schwarzen Löchern der Raum aufreißen soll. Dass es Objekte geben kann, deren Gravitations-Kraft so stark ist, dass sie sogar Licht in sich einsaugen, kann ich nicht wirklich widerlegen. Ich persönlich glaube nicht an solche Objekte. Um ein abschließendes Urteil darüber zu bilden, verstehe ich zu wenig von der Eigenschaft des Lichtes.
Raphael geht genau auf dieses Thema in einem von seinen Videos darauf ein. Du sagst es ja selber, dass man die Masse der Objekte anhand der Umlaufzeiten errechnet hat. Somit haben wir nur eine mathematische Interpretation, und noch keine direkte Beobachtung von schwarzen Löchern.
Nur weil man schwarze Löcher nicht beobachten kann, heißt das nicht gleich, dass sie deswegen existieren. Dein Beispiel mit der Autobahn finde ich Klasse, denn wenn ich von oben einen Stau in der Nacht sehe, sehe ich nur die Lichter der Autos. Der Stau kann von einem liegenden Baum verursacht sein, muss es aber nicht. Er kann auch eine ganz andere Ursache haben.
Gruß Norman
Curiositas
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von Curiositas am 09.03.2012 12:55Ich glaube, dass Sie den Begriff vom Schwarzen Loch nicht recht zu interpretieren wissen.
Wenn Licht versucht, sich einem massereichen Objekt zu entziehen, dann verliert es Energie ( E = h*f ), bis es irgendwann seine komplette Energie an das Kraftfeld abgegeben hat. Dies passiert dann, wenn ein sehr sehr massereiches Objekt einen sehr kleinen Radius besitzt, da die Gravitation ja bekanntlich mit dem Radius zum Quadrat reziprok skaliert.
Ein Schwarzes Loch ist also keineswegs ein fiktives Objekt. Es ist ähnlich so, als würde man versuchen einen Ball von der Erde weg zu werfen. Der Ball bräuchte eine Geschwindigkeit von gut 11,4 Kilometern pro Sekunde. Niemand kann ihn so schnell werfen. Auf dem Mond sieht das schon anders aus. Hier benötigt man eine sehr viel geringere Geschwindigkeit. Der Ball hier auf der Erde ist das Photon auf dem Schwarzen Loch.
Zudem wurden Schwarze Löcher bereits nachgewiesen. Man verfolgte die Bahnen von Sternen im Zentrum von Galaxien und errechnete durch die Umlaufzeiten die Masse der Objekte, um die die Sterne sich bewegten. Die Masse der Objekte ist so hoch, dass Berechnungen ergeben, dass kein Licht diesen Objekten entkommen kann.
Warum hat man diese Objekte noch nicht direkt gesehen? Haben Sie schon einmal nachts versucht ein kilometerweit entferntes Objekt ausfindig zu machen, das kein Licht ausstrahlt? Wie kann man dieses jedoch nachweisen? Durch seine Wirkung auf leuchtende Objekte, die man beobachten kann. Man könnte zum Beispiel einen Baum, der auf einer Autobahn liegt aus der Vogelperspektive nicht entdecken, jedoch sieht man die Lichter der Autos, die im Stau stehen. Daher kann man darauf schließen, dass sich dort ein Objekt auf der Fahrbahn befindet.
andybfx
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von andybfx am 08.03.2012 15:25Moin Norman,
...massereiche Objekte, und keine schwarzen Löcher mehr.
Ja, klingt logisch. Muss ich wohl zu geben.
Und wieder was gelernt;-)
Beste Grüße
Andy
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von Norman am 06.03.2012 22:39Hallo,
jedoch muss man sich immer vor Augen führen, dass 1. so etwas wie schwarze Löcher nie beobachtet wurden. 2. Es sehr unwahrscheinlich ist, dass Objekte so starke Gravitation haben können, dass sie das Licht in sich einfangen.
Dann wären es aber nur noch massereiche Objekte, und keine schwarzen Löcher mehr.
andybfx
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von andybfx am 06.03.2012 22:31Moin,
...schwarze Löcher auch nur für sehr massereiche Objekte im Zentrum von Galaxien, und ging von einer Wechselwirkung von diesen Objekten und den Sternen die das Zentrum der Galaxie umrunden aus. Jedoch spielte auch die Schwarze Materie in diesem Konzept mit eine Rolle. Da Raphaels Videos in sich schlüssiger waren als meine Theorie...
Sehe ich auch so, die Schwarze Materie ist für mich auch weg in der Theorie zur Galaxis. Da ist das was Raphael ausgearbeitet hat viel schlüssiger. Jedoch habe ich noch nicht die Schwarzen Löcher verworfen. Wie gesagt, das richtige Verhältnis der Kräfte.
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von Norman am 06.03.2012 18:51Hallo Andy
Ich fand jetzt nichts Widersprüchliches in deiner Aussage, jedoch kenne ich mich auf dem Gebiet der Oberflächenspannungen so gut wie gar nicht aus, um dies beurteilen zu können.
Genau so sehe ich das auch.
Ich werde es so sehen müssen. Die nachweisbare Wirkung, kann man ja nachweisen, auch wenn ich es mir nicht erklären kann.
Genau wie ich, so sollte es auch sein.
Leider sind viele Wissenschaftler in ihrem Glaubenssystem gefangen, und nehmen nur noch die Informationen auf, die ihre eigene Theorie stützen.
Die Wirkkraft der Gravitation habe ich auch nie angezweifelt, und stimme dir auch in diesem Punkt zu.
Mein altes Modell kam auch ohne Raumkrümmung aus, ich hielt schwarze Löcher auch nur für sehr massereiche Objekte im Zentrum von Galaxien, und ging von einer Wechselwirkung von diesen Objekten und den Sternen die das Zentrum der Galaxie umrunden aus. Jedoch spielte auch die Schwarze Materie in diesem Konzept mit eine Rolle. Da Raphaels Videos in sich schlüssiger waren als meine Theorie (ich habe mich auch nicht so intensiv damit beschäftigt wie Raphael) hab ich diese Theorie zu Gunsten der des Plasmaversums aufgegeben, wenn auch in dieser noch viele Fragen offen bleiben.
andybfx
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von andybfx am 05.03.2012 00:00Moin Raphael,
danke das du mir geantwortet hast! Klar verstehe ich das viele Dir schreiben und das sowas auch mal untergehen kann. Mich freut es daher umso mehr, dass du dir denn doch noch die Zeit genommen hast. 
Ich will dir denn in diesem Rahmen antworten, da du scheinbar dein Forum gut im Blick hast.
>Um vieleicht eine richtige Frage zu stellen: Woher kommt das Plasma?<
Das kann ich nicht beantworten. Aber ich sage bei Fragen nach dem
Ursprung von Materie immer, daß Materie zeitlos ist. Zeit ist eine
menschliche Idee.
Ok. soweit so gut, denn ist deiner Meinung nach die Suche nach der Frage woher die Materie kommt gar nicht relevant? Denn nach dem Urknall gehen seine Anhänger ja auch davon aus das es eine gleichmäßige Verteilung der Materie gab. Doch da die Natur nun mal nicht perfekt ist, gab es denn leichte Ungleichgewichte die über einen langen Zeitraum zur Entstehung unserer Prozesse führt. Es gibt ja auch die Inflationäre Expansionstheorie, die dieses besagt.
>Und ist es keine wissenschaftliche Beobachtung das es schwarze Löcher
gibt? Z.B. in der Mitte einer Galaxie?<
Nein, das abstrakte Konzept Masse in seiner irrational verdinglichten
Form des Schwarzen Loches ist noch nie beobachtet worden und wird auch
niemals beobachtet werden. Was man beobachtet, sind extrem dynamische
Prozesse. Da man nur die kläglich schwache Gravitation zuläßt, muß man
sich riesige Massemengen zusammenreimen. Da man dafür aber keine Objekte
beobachtet, werden unbeobachtbare Schwarze Löcher verantwortlich
gemacht. Nichts als Augenwischerei. Die gewaltige Stärke des
Elektromagnetismus kann hingegen ganz ohne Probleme jeden dynamischen
Prozeß von Galaxien erklären.
Schwarze Löcher sind doch in der Theorie nur große Materie Ansammlungen. Und daher vom Grundsatz doch nicht unmöglich. Es bilden sich doch auch Planeten. Kannst ja meinen vorriegen Beitrag kurz lesen, da beschreibe ich meine Ansicht zur Gravitation. Vieleicht hab ich da ja einen Denkfehler?
>Meiner Erkenntnis nach erzeugen wir doch in der Schweiz schwarze
Löcher auf atomarer Ebene und diese Lösen sich ja auch sofort wieder in
sich selbst auf.<
Im CERN hat doch keiner irgendeine Ahnung, was auf atomarer Ebene vor
sich geht. Da werden die wahnwitzigsten Interpretationen noch als
Beobachtungswahrheiten verkauft (zuletzt die nicht-existierenden
Neutrinos). Meiner Meinung nach sollte der gesamte Komplex eher heute
als morgen mit Beton ausgegossen werden, bevor da noch mehr Steuergelder
verfeuert werden.
Ok. sehr radikal aber in Ordnung. Doch was ist mit der Antimaterie die bereits erzeugt und sogar gelagert wird? Die ist existent. Und die Frage zu klären was passiert wenn man Atome super schnell auf einander knallt ist doch interessant. Oder weißt du was da passiert? 
Besten Gruß
Andy
andybfx
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von andybfx am 04.03.2012 23:25Moin Norman,
danke für Deine Antwort. Und ja konnte mir etwas weiter helfen.
Jedoch bleiben Fragen.
Was sagst du zu der Theorie, dass es vieleicht einfach eine Frage der Verhältnisse ist? Also mein Wassertropfenbeispiel?
*Davon hatte ich auch schon gehört, nur weiß ich leider nicht mehr die Quelle. Ich wäre schön, wenn du mir darüber mehr Informationen geben könntest.
Da gehe ich auf den von dir neu eröffneten Chat ein. 
*Hierin stimme ich dir nur bedingt zu. Das die Erde nicht ausgebremst wird, hat nichts mit ihrer elliptischen Umlaufbahn zu tun. Wenn Objekte sich einem massereichen Objekt näher, beschleunigen sie tatsächlich ihre Geschwindigkeit, und verlieren wieder an Geschwindigkeit, wenn sie aus der Anziehungskraft des Objektes wieder austreten. Für kosmische Maßstäbe scheint mir die elliptische Form unserer Umlaufbahn, nur sehr gering ausgeprägt zu sein.
Ok. ist verständlich, jedoch ist es meiner Meinung nach das richtige Verhältnis der Kräfte was zählt und wenn ich im Weltall in Unabhängigkeit von der Gravitation einen Stein von mir wegschmeiße bewege ich mich auch unendlich in eine Richtung und Geschwindigkeit durch den Raum. Und da es in unserem Sonnensystem so ist wie es ist, fühle ich mich bestätigt. Ich sag einfach, Recht durch Tatsachen^^
*Die Gravitation krümmt die Flugbahn der Erde (ihre Bewegungsrichtung), nicht den Raum. Da der Raum keine Eigenschaften hat, findet auch keine Wechselwirkung zwischen Erde und Raum statt. Somit wird die Erde auf ihren Flug auch nicht ausgebremst (solange sie sich nicht gegen die Anziehungskraft bewegt). Da die Krümmung ihrer Bewegung nicht so stark ist, dass diese mit der Sonne kollidiert, fliegt sich quasi an der Sonne vorbei, wo sie weiterhin auf ihrer gekrümmten Umlaufbahn die Sonne letztendlich umrundet (Umlaufbahn ist ein dynamisches Konzept, darauf werde ich gleich in einem anderen Beitrag eingehen.)
Und wie siehst Du das wenn wir uns einfach kurz von der Vorstellung lösen, dass der Raum gekrümmt wird und wir die Gravitation einfach als Kraft die wirkt erst mal akzeptieren. Denn würde sich die Frage einfach stellen was Gravitation ist, jedoch nicht die Frage über Ihre nachweisbare Wirkung.
*Da die Geschwindigkeit und die Trägheit der Erde in einem stabilen Verhältnis zu der Anziehungskraft der Sonne stehen, haben wir somit eine stabile Umlaufbahn. Ich kann durchaus verstehen, wie Gravitation auf Objekte wirkt. Dennoch weiß ich nicht, was genau Gravitation ist, und warum Objekte sich anziehen. Die Krümmung des Raumes (was ich für unmöglich halte), würde dies auch nicht erklären, siehe meinen Beitrag „Gedankenspiele: Die Krümmung des Raumes".
Ich verstehe die Gravitation wie den Magnetismus der innerhalb eines Wirkungsradius Anziehung auf die entsprechenden Objekte ausübt. Des so größer die Masse, des so mehr Anziehung wirkt sie aus. Entscheidend ist jedoch die Masse insgesamt, also beider Objekte im Verhältnis. Ich meine wenn ich zwei Objekte nehme die das gleiche Masseverhältnis wie Sonne und Erde haben kommt bei einer verhältnismäßigen Geschwindigkeit das gleiche Resultat.
Und nein, es ist nicht Magnetismus, sonst würde die Gravitation ja stärker auf einen Kilo Stahl wirken als auf einen Kilo Federn.
Für mich ist diese Erklärung auch befriedigend, denn ich kann den Magnetismus genauso als Naturgesetzt akzeptieren.
Und ich komme ohne Raumkrümmungen in meiner Vorstellung gut zurecht. 
*wie soll man sich dann das Ende des Raumes vorstellen? Ist dann da eine Wand? Was ist hinter der Wand/außerhalb des Raumes? Hierin scheitern für mein Verständnis alle Erklärungsversuche. Man kann dies zwar mathematisch beschrieben, so wie man minus zwei Äpfel pflügen kann, doch physikalisch halte ich die Vorstellung das der Raum eine Form haben soll für unmöglich. Zwei Objekte können sich unendlich weit voneinander entfernen.
Ich habe für mich einfach einen Raum innerhalb der Materie konstruiert. Warum? Ganz einfach. Denn wenn ich mir Gedanken zu einem Raum mache muss ich diesen zuvor definieren. Ich komme mit diesem Gedankengang auch auf dasselbe Ergebnis wie Raphael, und zwar das die Frage nach dem Nichts, nicht relevant ist. Es wäre für mich, in diesem Zusammenhang, die selbe Frage nach Gott.
Warum halte ich es trotz Wissen über die Kontroverse für Richtig?
Hier die biologische Definition eines Ökosystems. (Quelle: Wiki)
Zur Definition eines Ökosystems gehören Organismen, physikalische Kräfte und Faktoren, und ein bestimmter Raum. Der Begriff ist in Bezug auf den Raum dabei völlig skalenunabhängig: Von einer Petrischale mit einigen Einzellern darin bis zur gesamten Biosphäre kann alles als eine Ökosystem definiert und betrachtet werden. Der Systembegriff impliziert eine funktionale, über eine bloße Beschreibung hinausgehende Betrachtung. Wird ein Naturausschnitt als Ökosystem betrachtet, ein Verständnis der natürlichen Regelmäßigkeiten und Zusammenhänge durch die Bildung eines Modells der Wirklichkeit angestrebt werden. Ein solches Modell kann verbal, graphisch oder mathematisch sein. In der Ökosystemforschung werden beispielsweise meist quantitative Modelle angestrebt, die sich in mathematischer Sprache ausdrücken lassen.[10] Einige Aspekte von Ökosystemen lassen sich durch Systeme von Differentialgleichungen ausdrücken. Verwendet werden auch Begriffe der Thermodynamik und statistischen Physik.
Zur Beschreibung der allgemeinen Eigenschaften von Ökosystemen werden oft folgende Begriffe eingesetzt:
offen:
Ökosysteme sind offene Systeme, die zur Erhaltung ihres Systemzustands einen Energiefluss durch das System benötigen.
dynamisch:
Ökosysteme verharren meist nicht an festen Punkten ihres Zustandsraumes, sondern es finden auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen dynamische Entwicklungen statt. Zu diesen zählen Sukzessionsvorgänge, aber auch Entwicklungen mit geschlossener Phasenraumkurve und viele andere Formen der Dynamik. Daneben gibt es langfristige Selbstorganisations- und Anpassungsprozesse, die ein Ökosystem fortwährend verändern können;
komplex:
Ökosysteme haben biotische und abiotische Elemente und Strukturen. Diese Strukturen sind durch Wechselwirkungen miteinander verbunden. Mit der Anzahl der im System verwirklichten Wechselwirkungen steigt seine Komplexität an. Die Beziehung zwischen der Komplexität einerseits und der Stabilität von Ökosystemen andererseits ist aktives Forschungsgebiet der Ökologie.
Entscheidend ist für mich denn einfach nur noch die Frage nach Wechselwirkung außerhalb des von mir definierten "Ökosystems" und da es nichts gibt, gibt es auch keine Wechselwirkungen. Daher nicht von Bedeutung zur Erklärung des Systems. Auch nicht für das Verständnis für dieses Systems.
*Ich hab schon dutzende Vorträge und Dokumentationen über Quantenphysik gesehen. Ab einem bestimmten Punkt geht es aber von wissenschaftlich nachprüfbaren Daten, immer mehr in die Philosophie. Das gleich gilt auch für die Kosmologie, und das ist es auch, was ich den Wissenschaftlern vorwerfe (und auch Peter vorwarf), dass sie nicht klar auseinander halten was wirklich bewiesen ist, und was Theorien sind. Darum halte ich mich mit Aussagen zur Quantenmechanik sehr bedeckt.
Letztlich wird in immer mehr Bereichen klar, dass uns das letzte Verständnis in vielen Bereichen noch fehlt. Beispiel vom Chromosom, die Bausteinen kennen und verstehen wir, jedoch fehlt das sogenannte I-Tüpfelchen. Warum fangen die einzelnen Bausteine an zu arbeiten? Sier sind wir bei der selben Frage wie beim Universum.
Und ich finde es für extrem wichtig das wir unterschiedlichste Theorien überdenken und diskutieren, denn ohne Philosophie und Vorstellungskraft wissen wir ja gar nicht wonach wir Ausschau halten sollen. Doch ich finde es schade das so viele Wissenschaftler sich auf eine Seite, bzw. für eine Theorie festlegen und daher nur noch aus dieser Richtung diskutieren. Wie wäre es einfach mit einer Sammlung und der Frage nach dem Möglichen und die dann uneingeschränkte Suche nach Antworten in alle Richtungen? So wie das Radar. Einfach in alle Richtungen ausstrahlen und schauen woher die Resonanz kommt.
*Weil sie Raum und Zeit wie Objekte behandelt.
Denn behandeln wir doch Gravitation als gegebene Kraft wie oben beschrieben, denn kann da auf einmal wieder ganz viel stimmen, und der Raum bleibt was er ist:-)
*Das habe ich noch vor nicht allzu langer Zeit, sehr ähnlich gesehen, jedoch hat sich mein Verständnis von Raum verändert, und inzwischen halte ich Schwarze Löcher für unmöglich, da Raum an sich nicht krümmen kann. Vielleicht, werde ich mal einen Beitrag über meine alte Theorie schreiben, welche ich inzwischen verworfen habe.
Und wie siehst du es heute?
Beste Grüße
Andy
Norman
Gelöschter Benutzer
Re: Credo/Dogmen
von Norman am 04.03.2012 12:32Hallo Andy,
mit dem was du über das Gehirn schreibst, stimme ich mit dir Größenteils überein, ich denke wir werden im Psychologie-Forum noch öfters von einander lesen.
Ich gehe sogar von weit über 99 % aus. (Natürlich bleibt es immer unter 100 %)
Davon hatte ich auch schon gehört, nur weiß ich leider nicht mehr die Quelle. Ich wäre schön, wenn du mir darüber mehr Informationen geben könntest.
Als Metapher stimme ich dir in diesen Punkt zu, ich möchte noch hinzu fügen, auch wenn du dies schon in ähnlicher Form selber geschrieben hast, dass Erinnerungen in unseren Gehirn nicht wie auf einer Festplatte gespeichert werden, die irgendwann voll ist, und somit, dass was wir lernen können auch nicht begrenzt ist. Darauf jetzt weiter einzugehen, würde ihr den Rahmen sprengen.
Da könntest du durchaus recht haben.
Hierin stimme ich dir nur bedingt zu. Das die Erde nicht ausgebremst wird, hat nichts mit ihrer elliptischen Umlaufbahn zu tun. Wenn Objekte sich einem massereichen Objekt näher, beschleunigen sie tatsächlich ihre Geschwindigkeit, und verlieren wieder an Geschwindigkeit, wenn sie aus der Anziehungskraft des Objektes wieder austreten. Für kosmische Maßstäbe scheint mir die elliptische Form unserer Umlaufbahn, nur sehr gering ausgeprägt zu sein.
Die Gravitation krümmt die Flugbahn der Erde (ihre Bewegungsrichtung), nicht den Raum. Da der Raum keine Eigenschaften hat, findet auch keine Wechselwirkung zwischen Erde und Raum statt. Somit wird die Erde auf ihren Flug auch nicht ausgebremst (solange sie sich nicht gegen die Anziehungskraft bewegt). Da die Krümmung ihrer Bewegung nicht so stark ist, dass diese mit der Sonne kollidiert, fliegt sich quasi an der Sonne vorbei, wo sie weiterhin auf ihrer gekrümmten Umlaufbahn die Sonne letztendlich umrundet (Umlaufbahn ist ein dynamisches Konzept, darauf werde ich gleich in einem anderen Beitrag eingehen.)
Da die Geschwindigkeit und die Trägheit der Erde in einem stabilen Verhältnis zu der Anziehungskraft der Sonne stehen, haben wir somit eine stabile Umlaufbahn. Ich kann durchaus verstehen, wie Gravitation auf Objekte wirkt. Dennoch weiß ich nicht, was genau Gravitation ist, und warum Objekte sich anziehen. Die Krümmung des Raumes (was ich für unmöglich halte), würde dies auch nicht erklären, siehe meinen Beitrag „Gedankenspiele: Die Krümmung des Raumes".
Als Raum kann man den Abstand zwischen Objekten definieren. Angenommen zwei Objekte würden sich immer weiter voneinander entfernen. Einmal angenommen der Raum hätte eine Form und Größe, dann könnte zwei Objekten nur bestimmte maximale Entfernung zueinander haben, die der Größe des Raumes entspräche. Wenn sich die Objekte jeweils an einem Ende des Raumes befinden würden, wie soll man sich dann das Ende des Raumes vorstellen? Ist dann da eine Wand? Was ist hinter der Wand/außerhalb des Raumes? Hierin scheitern für mein Verständnis alle Erklärungsversuche. Man kann dies zwar mathematisch beschrieben, so wie man minus zwei Äpfel pflügen kann, doch physikalisch halte ich die Vorstellung das der Raum eine Form haben soll für unmöglich. Zwei Objekte können sich unendlich weit voneinander entfernen.
Die Frage finde ich sehr gut, und ich hatte auch eine ähnliche Frage von Peter erwartet. Das am Anfang überall Plasma gleichmäßig verteilt war, bezweifele ich genauso wie die Urknall-Theorie.
Woher die Welt, welche wir wahrnehmen können, ihren Ursprung hat, ist mir selbst ein großes Rätsel, auf das ich keine Antwort gefunden habe.
Da alles eine Ursache haben muss (für mein Verständnis), kann es auch keinen Anfang gegeben haben. Aber dass alles schon immer existiert hat, kann ich mir auch nicht vorstellen. Folgende drei Theorien sind mir bekannt:
1. Es gab einen Anfang (Urknalltheorie)
2. Alles hat schon immer existiert
3. Alles wiederholt sich ab einen bestimmten Punkt.
Zu 1. habe ich schon ausführlich geschrieben. Den 2. Punkt halte ich für am wahrscheinlichsten, jedoch auch nicht plausibel. Die dritte Theorie ist eigentlich nur eine Umschreibung der 2. Theorie, und weicht der eigentlichen Kernfrage wiederum nur aus.
Ich gehe davon aus, dass alle drei Theorien falsch sind, und dass es noch einen 4 Lösungsansatz geben muss, der mir nicht bekannt ist. Vielleicht haben wir aber auch eine Grenze für das Verständnis der Welt erreicht, die unser Gehirn erfassen kann. (Der Glaube an einen Gott, gehört für mich mit in die Kategorie – Es gab einen Anfang.)
Ich hab schon dutzende Vorträge und Dokumentationen über Quantenphysik gesehen. Ab einem bestimmten Punkt geht es aber von wissenschaftlich nachprüfbaren Daten, immer mehr in die Philosophie. Das gleich gilt auch für die Kosmologie, und das ist es auch, was ich den Wissenschaftlern vorwerfe (und auch Peter vorwarf), dass sie nicht klar auseinander halten was wirklich bewiesen ist, und was Theorien sind. Darum halte ich mich mit Aussagen zur Quantenmechanik sehr bedeckt.
Weil sie Raum und Zeit wie Objekte behandelt.
Das sehe ich genauso wie du, ich bin auch kein Freund vom Äther. Da dieser auch nur auf Spekulationen beruht.
Das habe ich noch vor nicht allzu langer Zeit, sehr ähnlich gesehen, jedoch hat sich mein Verständnis von Raum verändert, und inzwischen halte ich Schwarze Löcher für unmöglich, da Raum an sich nicht krümmen kann. Vielleicht, werde ich mal einen Beitrag über meine alte Theorie schreiben, welche ich inzwischen verworfen habe.
Ich hoffe ich konnte dir hier und da ein paar Gedanken-Anregungen geben.
Gruß Norman.

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