Der Äther
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Re: Der Äther
von t137 am 09.02.2013 02:21Hier eine, längst nicht zu ende gedache, Idee zum Äther, die mal eben auch alles Andere mit einschließt:
Vorweg erst ein vereinfachtes Modell:
Ich stelle mir ein altes Fernsehbild vor. Ein Strahl bestreicht mit großer Geschwindigkeit, zeilenförmig einen Leuchtschirm.
Aus den unterschiedlichen Intensitäten der erzeugten Leuchteffekte interpretieren wir ein Bild. Tatsächlich besteht es aus dem Nachleuchten von sehr kurzen, elektromagnetischen Ereignissen, die zyklisch, sehr schnell, scheinbar gleichzeitig, die ganze Bildfläche betreffen.
Nun die Ätheridee:
Es gibt nur ein Objekt im Universum, so klein, dass es grad mehr als Nichts ist. (man kann es auch maximal klein nennen - also kleiner geht nicht)
Dieses Objekt bewegt sich im Raum mit fast unendlicher Geschwindigkeit kreuz und quer hin und her. Es ist fast gleichzeitig an jedem beliebigen Punkt, bzw. auch nicht, weil es gleich wieder weg ist. Das macht es so schnell, dass es für unsere Begriffe gleichzeitig hier und bei dem entferntesten Stern und quasi überall ist. Es erfüllt das All mit seiner sporadischen Anwesenheit. Wie ein Netz aus Flugbahnen.
Nun gibt es Stellen im Universum an dem es sich öfter oder länger aufhält. Diese nenne ich nun Knotenpunkte. Genau so gibt es die Negation solcher Knotenpunkte als Stellen, an denen sich das Objekt seltener oder gar nicht aufhält. Das sind dann Löcher oder Blasen. Je nach Qualität und Form dieser Knoten oder Blasen (Kugeln, Flächen, Fäden, Kringel, etc.) sind das dann für uns die verschiedensten Elementarteilchen mit ihren typischen Eigenschaften, aus denen jede Materie besteht.
Alle für uns relevanten Kräfte und Wechselwirkungen sind Interaktionen des Objektes mit sich selbst und seinen Flugbahnen.
Bei Planeten und Sonnen ist das Objekt sehr oft und lange, weil dort nur deshalb viel Materie ist. Die Flugbahnen sind recht dicht im Umfeld solcher Materieklumpen. Das begründet größere Wechselwirkungen wie Gravitation in der Nähe. Jeder Plasmaeffekt im All ist eine Verdichtung der Flugbahnen des einen Objektes, der zu Knoten- oder Blasenbildung führt und damit Materie erzeugt.
Licht ist eine Schwingung im Flugbahnennetz. Deshalb ist die Lichtgeschwindigkeit begrenzt.
Jannik
Gelöschter Benutzer
Re: Der Äther
von Jannik am 15.01.2013 17:17Ergänzung: Der Äther kann nciht mechanisch sein, da er die Grundlage für Objekte darstellt und die widerum für die Mechanik.
Jannik
Gelöschter Benutzer
Re: Der Äther
von Jannik am 13.01.2013 13:28Jetzt verstehst du mich =) Und deswegen muss man auch penibel darauf achten, wie man dem Äther Eigenschaften andichtet und wie man diese begründet. Das ist definitiv kein leichtes Unterfangen, deshalb bin ich der Meinung, dass Vergleiche mit unserem Kosmos nur irreführend sind, da die Unterschiede dieser "2 Welten" gravierend sind. Der Äther wird nur die wenigsten Eigenschaften haben, die wir aus dieser Welt kennen.
Eine Eigenschaft mit der man, denke ich mal, gut arbeiten kann ist die Elektrizität. Je mehr wir über dieses Phänomen wissen umso näher könnten wir auch dem Äther kommen. Denn auf Molekularer und Atomarer Ebene dreht sich alles mehr oder weniger um Elektrizität, bzw. das was wir als "Elektronen" bezeichnen, wobei ich der Auffassung bin, dass man hier bereits nciht mehr von Objekten im Sinne von "Form" sprechen kann. Ich denke nicht, dass Heisenberg schlampig gearbeitet hat, indem er sagt man könne nur Wahrscheinlichkeiten angeben mit denen sich Elektronen irgendwo aufhalten. Es wäre doch genauso gut möglich, dass er entdeckt hat, dass die Vorstellung von Elektronen als Objekte in Form einer Kugel nicht zutrifft. Ein Eletron könnte demnach vielleicht ein Impuls sein, eine Schwingung, ein Signal, was weiß ich. Ein Konzept von Ereignissen, die wir nicht genau kennen.
Aber die Vorstellung von Quanten als Miniaturbillardkugeln, wie sie sich Forscher vorstellen, ist höchstwahrscheinlich total falsch.
Das begründe ich wie gesagt damit, dass dort ein so kleiner Kosmos betrachtet wir, der so weit von unserer gewohnten Umgebung abweicht, dass die Eigenschaften, die dort eine Rolle spielen, total andere sind. Selbst die Eigenschaft Form, die wir Objekten unserer Größe anhängen können, wird sich soweit verformt haben, dass man damit nix mehr anfangen kann.
Reine Philosophie bis hierher, aber nicht abwägig!
Re: Der Äther
von Phil am 13.01.2013 02:13Ok, zugegeben, das war von mir unglücklich formuliert. Geschwindigkeit ist natürlich keine Eigenschaft in diesem Beispiel. Es ging mir darum, dass man jederzeit an jeder Stelle die Vakuumlichtgeschwindigkeit messen könnte und immer den gleichen Wert erhalten würde, egal wie sich die Messgeräte gerade bewegen und egal aus welcher Richtung die EM-Wellen kommen. Wenn der Äther solche Wellen nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten überträgt, dann wird das sehr schwierig zu erklären sein. Er kann identische Wellen gleichzeitig durch den gleichen Punkt mit verschiedenen Geschwindigkeiten übertragen.
Ich erkenne deine Denkrichtung denke ich schon (korrigiere mich wenn nicht): Du sagst es gibt Grundbausteine für alles, was wir wahrnehmen, welche wir aber nicht nicht gefunden haben. Nichts wahrzunehmen bedeutet aber nicht, dass diese Grundbausteine nicht trotzdem in einer nicht wahrnehmbaren (inaktiven, anderen, seltsamen, deaktivierten, unorganisierten, was auch immer...) Art und Weise jederzeit und überall vorhanden sind.
Natürlich tappen wir hier alle im dunkeln, wenn es um die Beschaffenheit geht, da wir nicht beschreiben können, was man nicht beobachten kann. Aber das trifft auf alles zu, was wir (noch) nicht beobachten können.
Jannik
Gelöschter Benutzer
Re: Der Äther
von Jannik am 12.01.2013 23:31@ Oli: Äther weder als Gas noch als Flüssigkeit noch irgendeine andere Art von Objekt die es gibt. Aus dem Äther entstehen die Objekte, die wir wahrnehmen können. Somit kann der Äther selber nicht dazugehören. Raum ist kein Objekt, wenn dann wäre es der Äther. Ich weiß es ja auch nicht, ich spekuliere. Ich denke der Äther wäre eher wie eine Art Matrix, ein Grundzustand in dem alle Objekte verankert sind. Es ist unheimlich schwer das zu beschreiben und ich vermute ihr habt immer noch eine ganz andere Vorstellung davon was der Äther sein könnte als ich. Der Äther ist meiner Meinung nach nicht auf einer Ebene mit Objekten zu suchen, da ich wie gesagt davon ausgehe, das er für sie eine Grundlage darstellt.
Wenn es ihn gibt, dann überall. Er ist eine Struktur die es elektromagnetischen Wellen ermöglicht weite Distanzen, mit geringem Informationsverlust und vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten, zurücklegen zu können.
Man wird sich nicht leicht daran zu verstehen tun was der Äther ist und wie er klassifizierbar ist. Was sind denn Objekte? Raphael gibt ihnen 2 grundlegende Eigenschaften einmal Form und dann Lokation. Form entsteht durch definierte Abgrenzung. Ich kann sagen, dass ne Badewanne voll Wasser ein Objekt ist, könnte aber genauso behaupten, nein die Badewanne voll Wasser ist ein Konzept, das sich aus vielen kleinen Molekülen von Wasser ergibt und eigentlich sind die Wassermoleküle die Objekte. Auch jetzt könnte ich noch behaupten, dass die Wassermoleküle ein Konzept aus noch kleineren Bestandteilen sind, nämlich den Atomen usw. ich komme zu keinem Ende was die Form angeht. Irgendwann stelle ich aber fest, dass die Eigenschaft der Form verloren geht, nämlich dann, wenn ich das was ich vorher als Objekt bezeichnet habe schließlich nicht mehr sichtbar ist. Dann ist die Eigenschaft Form nutzlos. Ich kann dann vielleicht anfangen mit Hilfe dieses RTM s.o. elektrische Wechselwirkung zu visualisieren und somit Bereiche festlegen aus denen die Wechselwirkung kommt und anhand dessen eine neue Form konstruieren, aber was wir vergessen ist, dass Form auch nur ein Konzept ist, ein Konzept zu definition von Objekten. Je genauer wir Objekte aber untersuchen und je mehr wir ins Detail gehen, umso mehr und mehr verschwinden die Eigenschaften, die wir den Objekten zuschreiben. Z.B. Farbe:
Ich könnte sagen, etwas ist ein Objekt wenn es Farbe hat bzw. Licht reflektiert. (Frage nebenbei: gibt es Objekte die Absolut gar kein Licht reflektieren?)
Wenn ich meine Objekte nun zerlege, in immer kleinere Teile, dann geht die Eigenschaft der Farbe irgendwann verloren. Die Farbe entsteht dadurch, wie Moleküle das Licht "brechen". Ändere ich die Struktur dieser Moleküle, dann ändert sich dieser Effekt. zerstöre ich das Molekül, so erlischt dieser Effekt. Ich kann das Molekül mit Licht nicht mehr sichtbar machen. Ich muss jetzt nach anderen Eigenschaften suchen und mein Objekt daran definieren, da es nun keine Farbe mehr hat.
Genauso verhält sich das mit allen Eigenschaften die man einem Objekt zuschreiben kann. Verändert man das Objekt, so verändern sich die Eigenschaften und sie können auch ganz verschwinden.
Ich kann einem Objekt also auch die Form nehmen, indem ich es verdampfe, dann hab ich Gas, ein Konzept aus vielen kleinen Molekülen, die vorher mein Objekt waren. Form kann also nicht als allgemeine Definition von Objekten gesehen werden oder seid ihr da anderer Meinung? Ähnlich ist das nun mit der Lokation. wenn ich mein Objekt verdampfe, dann vervielfätigt sich seine Lokation rein theoretisch, da es nun zerteilt wurde und in alle Richtungen entweicht.
Wenn man zu einem Schluss kommen will und sich fragt, was Objekte sind, dann stelle ich fest:
Der Begriff Objekt ist ein Konzept zu Beschreibung handfester Gegenstände.
Ich kann diese Definition verfeinern, da wir Moleküle ja auch als Objekte betrachten:
Der Begriff Objekt ist ein Konzept zur Beschreibung von Dingen, denen eine eindeutige Form zugeschrieben werden kann und die sich dazu nur an einem Ort aufhalten können. Das heißt sobald ich mehrere Aufenthaltsorte habe muss ich von verschiedenen Objekten sprechen.
Für den alltäglichen Umgang mögen Raphaels Definitionen sehr nützlich sein und ich bin ein verfechter seiner Axiome, aber auch die Eigenschaft der Form löst sich auf, je denauer man das betrachtet was man als Objekt bezeichnet.
Was wir als Objekt bezeichnen mag also grundliegend die Eingenschaften Form und Lokation haben, allein damit wir abgrenzen können worüber wir sprechen. Objekte haben aufs weitere betachtet jedoch weitaus mehr Eigenschaften wie der, dass sie elektromagnetische Wellen beeinflussen, dass man sie aufgrund ihrer Materialeigenschaften bestimmen kann usw.
Diese Eigenschaften entstehen aber erst durch das Zusammenwirken vieler vieler Faktoren und kleinerer Objekte. Also je weiter wir das Objekt zerlegen umso weniger Eigenschaften hat es und umso weniger kann man von einem Objekt reden.
Was ist also der Äther? Der Äther kann nur sehr sehr wenige Eigenschaften haben, die wir ihm so zusprechen können, da er ja aus einem viel kleineren Kosmos kommt. Der Äther kann keine elektromagnetsiche Wechselwirkung reflektieren, da er sie leitet. Der Äther ist die eW. Bzw. elektromagnetische Wellen währen demnach Ätherwellen.
@ Phil: Du betrachtest den Äther als Objekte:
Du hast eine andere Auffassung als ich. Anfangs hab ich das auch gedacht, aber dass kann ja so nicht sein. Man kann ihn nicht fühlen oder sehen. Das ist eine Eigenschaft die Objekten unserer Größenordnung vorbehalten ist. Man kann den Äther lediglich als einheitlich betrachten.
Ich versteh auch nicht was ihr mit der "Eigenschaft" Geschwindigkeit aussagen wollt. Geschwindigkeit ist ein Messvergleich von Strecke in Bezug auf Dauer. Das setzt Bewegung vorraus. Ich sehe aber nicht inwiefern das relevant für ein Äthermodell sien sollte?
Nochmal zu Oli:
ich weise Raum keine eigenschaften zu, das geht nicht. Raum also Platz, da wo eben keine Eigenschaft ist, da kann auch keine sein. Wenn ich einen Äther als Matrix vorraussetze, dann kann ich Raum immer noch als leer in Bezug auf herkömmliche Objekte betrachten. Ich weiß nciht wie sich das genau verhalten wird, da ich ja nur sehr wenig über den Äther weiß. Diese Frage würde sich dann eher zum Schluss klären.
Nochmal an alle:
Könnt ihr euch das nciht vorstellen was ich meine? Ich weiß dass das extrem schwierig ist, da wir ja nur Dinge aus dem Bereich kennen den wir wahrnehmen können, und darauf beziehn sich auch unsere vergleiche. Weil der Äther aber nichts dergleichen ist sondern eine art grundlage dafür, kamman ihn auch mit nichts aus unserem Kosmos vergleichen.
Ich hoffe ihr erkennt meine Denkrichtung. Es wäre super wenn wir da zusammen weitermachen könnten. Ich versuche so viel es geht zu helfen. Wo bleibt Norman denn nur...
Oli
Gelöschter Benutzer
Re: Der Äther
von Oli am 12.01.2013 17:55Es sieht so aus, als wäre die Geschwindigkeit eine Eigenschaft der Welle (eines Konzeptes).
Re: Der Äther
von Phil am 12.01.2013 17:04In dem Fall hab ichs richtig verstanden. Danke.
Ok um einmal mitzumachen: der Äther kann bestimmte Eigenschaften nicht bzw. nicht in Kombination haben:
- Die Lichtgeschwindigkeit ist immer gleich, egal in welchem Bezugssystem. Und zwar in alle Richtungen. Der Äther müsste sich also entweder mehrfach an der selben Stelle befinden und für jedes Bezugssystem selbst mitreisen oder aber es gibt innerhalb des Äthers keine feste Geschwindigkeit, mit der elektromagnetische Wellen übertragen werden. Selbst Wellen, die sich durch den selben Punkt hindurchbewegen und aus unterschiedlichen Bezugssystemen kommen, werden immer an jeder Stelle mit der selben Geschwindigkeit registriert.
Der Äther sieht also von überall gleich aus und fühlt sich gleich an, Geschwindigkeit kann keine seiner Eigenschaften sein. Zumindest nicht im herkömmlichen Sinn, selbst wenn er aus Objekten bestünde.
Oli
Gelöschter Benutzer
Re: Der Äther
von Oli am 12.01.2013 12:17Hallo Jannik,
ich frage mal nach: verstehst du es so, dass der Raum angefüllt ist mit Äther? Indirekt weist du damit dem Raum eine Eigenschaft zu, und machst ihn zu einem Objekt (bzw. der Ansammlung von Objekten - den Ätherteilchen), denn dann gibt es keinen leeren Raum...Oder gibt es Lücken zwischen den Ätherteilchen? Äther als Gas oder Äther als Flüssigkeit?
Jannik
Gelöschter Benutzer
Re: Der Äther
von Jannik am 12.01.2013 02:26Wenn du dich mit diesem Gedanken nicht abfinden kannst, dann musst du nicht mitüberlegen. Ich denke ich habe deutlich genug klargemacht, dass es sich bei diesem Thread um reine Spekulation handelt. Sicher ist nichts und wer neues Land entdecken will, der muss auch danach suchen. Es geht hier ja wirklich nur um die rein hypothetische Annahme eines Äthers, was auch immer. Ein Vakuum ist dann ein Vakuum wenn es nicht mehr das enthält was wir als Objekte wahrnehmen. Wenn der Äther aber wie gesagt etwas grundlegend anderes ist und selber nicht die Eigenschaften von Objekten teilt, dann kann man ihn auch nicht mit Objekten aus einem Vakuum entfernen. Es geht darum gemeinsam eine Vorstellung davon zu bekommen, also denkt mit mir wenn ihr mehr darüber wissen wollt oder schreibt woanders rein. Ich hoffe das mit dem Vakuum ist nun verständlich. Wenn nciht nochmal kurz denken ansonsten nachfragen, dann versuch ichs nochmal ;) LG
Re: Der Äther
von Phil am 12.01.2013 01:03Nur um dich richtig zu verstehen, Jannik:
Du findest, dass das Vakuum ein der Intuition zuwiderlaufendes Konzept ist und ersetzt es deswegen durch etwas (Objekt?), das im Rahmen unserer Wahrnehmung genau die selben Eigenschaften hat, ohne nachgewiesen werden zu können?
Bis auf philosophische Spielerei sehe ich nicht ganz das Ziel, dieses Unterfangens. Oder verstehe ich etwas falsch?


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