Was ist Kontakt?

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Norman
Gelöschter Benutzer

Re: Was ist Kontakt?

von Norman am 16.12.2012 12:12

Hallo Jannik,

ein sehr toller Beitrag von dir. Ich habe schon etliche Jahre über die Frage nachgedacht und bin auch zu keinen endgültigen Abschluss gekommen. Wenn man sich damit beschäftigt, kann man sehr leicht der Quantenphysik verfallen.

>> Kurzer Themenwechsel: mir kam gerade der Gedanke, dass man Theorien nicht einfach als richtig oder falsch einstufen sollte, sondern diese ebenfalls in Kategorien unterteilen.

- 1) Auf welche Beobachtungen stützt sich die Theorie
- 2) Wie interpretiert man die Beobachtungen (welche Ursachen setzt man in der Theorie voraus)
- 3) Und welche Voraussagen lassen sich mit dieser Theorie anstellen.

Man könnte z.B. aufgrund einiger Beobachtungen auf bestimmte Ursachen schließen. Anhand dieser Ursachen könnte man auch voraussagen, was eintreten würde, wenn man ein Experiment dazu durchführt. Wenn nun bei einem Experiment sich die Voraussagen bestätigen, dann stimmen Punkt 1 und 3 in der Theorie. Die Interpretationen (Punkt 2) müssen deshalb aber nicht zwangsläufig richtig sein. Vielleicht kann uns dieser Gedanke helfen, Standarttheorien besser zu beurteilen. So muss man nicht zwangsläufig mit der Theorie übereinstimmen, kann aber mit den Erkenntnissen aus der Theorie weiter arbeiten. <<

Raphael gibt zwar mit seinen Axiomen eine Definition von Objekt. Was aber genau das Wesen eines Objektes ist, bleibt weiter im Unklaren. Alle Objekte haben im Wesentlichen alle eine gemeinsame Eigenschaft, sie können mit anderen Objekten interagieren.

Ich benutzte jetzt für meine Erklärung auch den Begriff „Feld". Da Raphael richtiger Weise schon festgestellt hat, das ein Feld keine Objekt ist, möchte ich noch kurz erklären wie ich den Begriff Feld definiere. Das Feld ist ein bestimmter Bereich, dem bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden. Wenn ein Bauer sagt: „Er muss auf das Feld die Ernte einfahren." Dann meint er jenen Bereich, an dem eine Bestimmte Pflanze sehr viel stärker vertreten ist.

Ein Objekt ist somit ein Bereich in dem ein anderes Objekt nicht eindringen kann. Warum das andere Objekt in diesem Bereich nicht eindringen kann, bleibt weiterhin unklar. Der beste Weg für das andere Objekt ein Objekt zu untersuchen ist es zu zerstören. Dabei teilt sich das Objekt in immer kleinere Teile auf, aber das Wesen des Objektes bleibt weiter ungeklärt. Je kleiner die Teile umso mysteriöser wird es.

Gedankenspiel. Angenommen es gäbe in Universum mit genau vier Wesen. Nur eines dieses Wesen kann sich in dem Universum hin und her bewegen. Alle Wesen sehen gleich aus, und können nur über Berührung interagieren. Jedes Wesen hat einen Arm mit dem er seine Umgebung abtasten kann. Wesen 1 näherst sich Wesen 2. Wesen zwei hat die Eigenschaft seinen Arm dem Arm von Wesen 1 immer in einem bestimmten Bereich entgegen zu strecken. Beide Wesen berühren ihre Arme somit immer an der Grenze dieses Bereiches. Der Bereich von Wesen zwei in dem der seinen Arm entgegen streckt ist Kugelförmig. Somit denkt Wesen 1, dass Wesen 2 eine Kugel ist. Bei Wesen 3 und Wesen 4 verhält es sich ähnlich. Nur das der Bereich von Wesen 3 Würfelförmig und der von Wesen 4 Pyramidenförmig ist. Nachdem Wesen 1 die anderen Wesen untersucht hat, wird es zu dem Schluss kommen, dass es sich bei Wesen 2 um eine Kugel, bei Wesen 3 um einen Würfel und bei Wesen 4 um eine Pyramide handelt.

In der String-Theorie geht man von winzig kleinen vibrierenden Fäden aus (vereinfacht ausgedrückt). Auch wenn ich die String-Theorie nicht teile, so finde ich den Ansatz, dass etwas in den Atomen vibriert sehr interessant. Angenommen etwas würde im Kern eines Atoms vibrieren, so entstehen bei jedem Atom Wellen im Äther. Bei sehr hohen Frequenzen könnten im Äther Schwingungsstrukturen entstehen, ähnlich wie wir es von Klangfiguren kennen.

Chladni Klangfiguren

Da die Schwingungen von Atomen sich gegenseitig beeinflussen entstehen somit auch komplexere Schwingungsstrukturen um den Atomkern. Elektronen könnten demnach nichts weiter als Ansammlungen von Ätherstaub an den Knotenpunkten in den Schwingungsstrukturen sein. Da sich die Atome an jenen Strukturen Ausrichten entstehen z.B. Moleküle.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.12.2012 12:20.

Jannik
Gelöschter Benutzer

Was ist Kontakt?

von Jannik am 16.12.2012 02:23

Sehr geehrte Leser,

ein immer wiederkehrender Gedanke meinerseits ist die Vorstellung der Unendlichkeit, Grenzenlosigkeit und Offenheit. Was damit gemeint ist werde ich später erläutern, doch zuerst möchte ich darum bitten das folgende Axiom Raphaels noch einmal zu betrachten:

Jede physische Veränderung eines Objekts oder Veränderung der Bewegung eines Objekts wird durch Berührung eines anderen Objekts ausgelöst. (Mechanik)

 Wie es scheint eine, auf den ersten Blick, vollkommen logische Tatsache, die besagt, dass Fernwirkung ausgeschlossen ist. Ich habe einmal versucht mir Berührung vorzustellen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass je genauer man Objekte betrachtet, umso mehr stellt man fest, dass sie sich gar nicht berühren. In diesem Artikel geht es um die Frage: "Was ist Berührung?" bzw. "Was ist Kontakt?". 

Wer sich schon einmal diese Frage gestellt hat erkennt vielleicht, dass dieses Thema eine unglaubliche Weite bietet und zugleich eine der essenziellsten Fragen überhaupt ist, denn es geht um die Beschaffenheit der "Welt" in der wir leben - eine bessere Umschreibung ist mir nicht gelungen. 

Der Mensch ist anscheinend so veranlagt, dass er immer determinieren muss. Er muss quantifizieren und er muss wissen womit er es unmittelbar zu tun hat. Doch was, wenn es dazu gar keine Antwort gibt? Meiner Ansicht nach gibt es keine Lösung für dieses Pseudoproblem. Fakt ist, dass sich der Mensch eingeredet hat, er müsse für alles eine grundlegende Antwort parat haben, doch das ist nicht so. Viel interessanter ist es zu verstehen wie die "Welt" tatsächlich interagiert und welche Zusammenhänge tatsächlich bestehen. Dazu werde ich im Folgenden ein paar sehr interessante Gedanken erläutern.

Raphaels Axiom der Kausalität ist hier ein guter Einstiegspunkt. Die Kette von Ursache und Wirkung ist endlos, sie kann demnach kein Anfang und kein Ende haben, Dinge geschehen und damit gilt es sich erst einmal abfinden zu müssen. Es gibt schlichtweg keine Begründung dafür außer der, dass es logisch ist. Logik ist die höchste Form von Verständnis und muss ansich nicht weiter erklärt werden. A = A, niemand würde behaupten A sei B, doch warum ist das so? Was macht Logik so verständlich und was ist Logik? Wikipedia schreibt hierzu:

Unter Logik (von altgriechisch λογική τέχνη logiké téchnē „denkende Kunst“, „Vorgehensweise“) versteht man die Lehre des vernünftigen Schlussfolgerns. In der Logik wird die Struktur von Argumenten im Hinblick auf ihre Gültigkeit untersucht, unabhängig vom Inhalt der Aussagen. Bereits in diesem Sinne spricht man auch von „formaler“ Logik. Traditionell ist die Logik ein Teil der Philosophie. Ursprünglich hat sich die traditionelle Logik in Nachbarschaft zur Rhetorik entwickelt. Seit dem 20. Jahrhundert versteht man unter Logik überwiegend symbolische Logik, die auch als grundlegende Strukturwissenschaft, z. B. innerhalb der Mathematik und der Theoretischen Informatik, behandelt wird.

Zum einen wird hier von der Lehre des "vernünftigen Schlussfolgerns" gesprochen, wovon ich mich sofort distanzieren werde, da "vernünftig" subjektiv ist. Es geht also um Schlussfolgern, was bedeutet, dass aus einem oder mehreren Ereignissen eine Verknüpfung gezogen wird, anhand der man eventuell andere Fakten aufdecken kann. Man kann sich das ganze vorstellen wie das Verlängern einer Geraden. Es tauchen immer neue Punkte auf, die dadurch definiert sind, dass die Gerade eine bestimmte Ausrichtung hat.
Außerdem wird davon gesprochen, dass Argumente auf ihre Gültigkeit überprüft werden. Der Realitätsbezug wird hergestellt. Wikipedia schön und gut, aber ich finde diese Definition etwas dürftig und möchte sie ein wenig erweitern um Klarheit zu schaffen:

 Stellt man sich ein Objekt vor, dann ist dieses Objekt nur dieses eine Objekt und nicht gleichzeitig ein anderes Objekt. Lokation und Form sind identisch. Dies ist der wohl einfachste anzunehmende Fall und wie ich finde veranschaulicht er das Konzept der Logik sehr gut. Angenommen, dieses Objekt unterliegt nun keinen Wechselwirkungen, dann verändert sich dieses Objekt nicht. Es bleibt so lange bestehen, bis eine Wechselwirkung auftritt. Die Logische Erkenntnis die uns dieses banale Beispiel liefert ist die, dass wenn ein Objekt keiner Wechselwirkung unterliegt, auch keine Veränderung dieses Objekts stattfinden kann. Logik kann somit auch als das Prinzip des alternativlosen Geschehens bezeichnet werden. Es gibt nur ein mögliches Ergebnis bzw. immer nur eine Richtung in die ein Prozess laufen kann. Niemals wird ein Geschehen vor die Wahl gestellt ob es nun lieber diesen oder doch jenen Zustand annehmen möchte. Es gibt immer nur einen Weg, keinen Zufall und immer eine Ursache. Die Logik macht sich dies zu nutze und nur deshalb ist es uns möglich zu Schlussfolgern, zu bestimmen wo die anderen Punkte liegen, wenn wir die Gerade verlängern. Es muss eine Basis geben auf der man bauen kann. Dieses Prinzip nennt sich auch Determinismus. Man kann eine Ursache determinieren und weitere Abläufe prognostizieren. Warum jedoch so viele Theorien etc. scheitern liegt ganz einfach daran, dass sie zu ungenau sind. Es ist schlichtweg unmöglich eine genaue Prognose, eine genaue Ursache oder eine genaue Tatsache zu determinieren. Der Grund dafür ist, dass man niemals alle Faktoren mit einbeziehen kann, da alles mit allem in Wechselwirkung steht und somit wiederum mit der Unendlichkeit. Wir erinnern uns, dass Kausalität unendlich ist, es gibt keine Grenze. Wie gesagt ist es ein menschliches Phänomen, allem eine Grenze, einen Rahmen o.ä. zuzuschreiben. Die meisten Menschen sind von dieser Vorstellung besessen und können nicht anders denken. 
Das ganze hat jedoch nichts mit der "Welt" zu tun in der wir leben, denn diese "Welt" hat keine Grenzen, sie ist unendlich. Sowohl im Mikrokosmos als auch im Makrokosmos. Es ist grundlegend falsch zu behaupten, es gäbe eine Grundeinheit wie "Strings" oder "Elementarteilchen".

Die unendliche Erstreckung der "Welt" in der wir leben, schafft die anfangs erwähnte Offenheit und Grenzenlosigkeit. Wenn man versucht sich ein Bild von dieser "Welt" zu machen, dann macht man sich auch tatsächlich ein BILD davon. Weil Bilder jedoch nur ein winziger Teil der wahrnehmbaren Realität sind, ist es unglaublich schwierig, ja fast unmöglich sich vorzustellen, was in submolekularer Ebene vor sich geht. Vieles übersteigt die menschliche Vorstellungskraft, da wir auf das begrenzt sind, was unsere Sinne wahrnehmen können. Wir haben jedoch Maschinen entwickelt die uns ein Bild von dem machen können, was unsere Wahrnehmbarkeit übersteigt. Das Rastertunnelmikroskop bietet atemberaubende Einblicke in molekulare Strukturen:

 

 So sieht ein Molekül unter dem RTM aus. Dazu auch noch ein kurzes Video auf Englisch zur Funktionsweise eines RTM. Mit diesem Video war ich mir schon etwas sicherer, dass dieses Bild echt ist.

http://www.youtube.com/watch?v=9AxKEeMuzIo

Um noch kleinere Bereiche zu visualisieren, werden wir immer erfinderischer werden müssen und das ist eine riesen Herausforderung. Fakt ist wir können Moleküle und Atome nicht mit herkömmlichem Licht sichtbar machen, da sie kleiner sind als die Wellenlänge des Lichtes. Man kann also nur versuchen andere Eigenschaften dieser Objekte zu untersuchen, in diesem Fall wird das Molekül "abgetastet" was uns wieder zu der Frage führt was Kontakt bedeutet. Auf molekularer Ebene ist ganz klar, dass sich nichts wirklich berührt, Moleküle scheinen auf elektrostatischer Basis zusammenzuhalten ohne sich zu berühren. Eine Struktur, die auf bislang ungeklärte Weise zusammenhält und das muss man ganz klar sagen, denn was wissen wir über Elektronen außer, dass wir ihnen eine sogenannte negative Ladung zuschreiben. Wir wissen nur wie sie sich in Gegenwart anderer Teilchen verhalten, aber was letztendlich die Ursache für dieses Phänomen ist, kann uns niemand sagen. Was verursacht diese Potenzialunterschiede zwischen + und - und was ist die Kraft die sie zusammenhält? Alles was uns übrig bleib ist zu beschreiben was wir messen, denn für diese Bereiche reichen unsere Sinne nicht mehr aus. Es scheint also, als müsse man die Frage was Kontakt ist erst einmal hinten anstellen und sich näher mit der submolekularen Ebene befassen. Was wir auf dem RTM-Bild sehen ist die dargestellte Wechselwirkung eines CO-Moleküls mit einem Penta-Benzol-Molekül oder wie es heißt. Was hier gemessen wird sind elektrostatische Kräfte, die verhindern, dass die beiden Moleküle verschmelzen. Mann kann also nicht behaupten, dass sie sich berühren und selbst wenn sie miteinander reagieren, dann wird ihre Form verändert, aber es findet immer noch keine Berührung statt. Wie es scheint stoßen wir im Mikrokosmos auf Strukturen unbekannter Objekte, die durch nicht bekannte Kräfte zusammenhalten. Wir sollten uns wirklich mit der Frage beschäftigen was Elektromagnetismus ist und wie er entsteht.

Wozu das vorherige Gerede von Logik? Ganz einfach, denn auch im subatomaren Bereich gilt das Prinzip des Determinismus, da sonst keine geregelten Prozesse ablaufen könnten. Alles würde in einem unlogischen Chaos herumwirbeln und keinerlei Ursache haben. Sowas ist ausgeschlossen. Es gilt auch weiterhin rational zu arbeiten auch wenn es unglaublich schwierig ist, da je genauer man "hinsieht" umso mehr Aufwand muss man betreiben und umso weniger Information erhält man letztendlich.

Vielleicht hat der ein oder andere von euch ein paar Ideen, was es mit dem Elektromagnetismus auf sich hat. Viel Erfolg  

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